Börse Frankfurt Dax schließt unter 9300 Punkten

Der Dax ist mit einem Minus in die Handelswoche gestartet. Gewinne vom Morgen konnte er nicht halten. Die anstehende Rede von Fed-Chefin Yellen sorgte für Spannung – mehr als die jüngsten Zahlen vom US-Arbeitsmarkt.
Update: 10.02.2014 - 17:54 Uhr 45 Kommentare

Börse am Abend

FrankfurtDer Dax gab am Montag nach einem freundlichen Vormittagshandel seine Gewinne wieder ab uns schloss 0,12 Prozent leichter bei 9289 Punkten. Börsianern zufolge warteten die Anleger mit Spannung auf den ersten halbjährlichen Geldpolitik-Bericht der neuen amerikanischen Notenbank-Chefin Janet Yellen vor dem US-Repräsentantenhaus am Dienstag. Dies drängte die anfänglich positiven Nachwirkungen des US-Arbeitsmarktberichts vom Freitag in den Hintergrund. Einem Marktbeobachter zufolge lastete zudem das Votum der Schweiz für eine strikte Begrenzung der Zuwanderung etwas auf der Stimmung.

Der MDax sank um 0,1 Prozent auf 16.391 Punkte und der TecDax stieg um 0,3 Prozent auf 1228 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gab 0,2 Prozent nach.

Marktteilnehmer bezeichneten den Handel als ruhig, große Impulse hätten gefehlt. „Die Arbeitsmarktdaten werden als weniger wichtig eingestuft, als die Antwort der Fed darauf“, sagte Aktienstratege Ian Williams vom Brokerhaus Peel Hunt. „Die meisten gehen davon aus, dass Yellen bekräftigen wird, dass die Erholung der US-Wirtschaft solide genug ist, um den Tapering-Kurs fortzusetzen. Eine solche Darstellung sollte die Märkte beruhigen.“ Die US-Notenbank hat im Januar angefangen, das Volumen ihrer monatlichen Anleihekäufe zu drosseln. Viele gehen davon aus, dass sie diesen Kurs auch nach dem Arbeitsmarktbericht fortsetzt.

Interessant könnte werden, ob die Fed für ihre zinspolitischen Entscheidungen künftig mehr geldpolitische Ziele berücksichtigt. Bislang orientiert sie sich stark an der Arbeitslosenquote. Vorstellbar sei, dass verstärkt Größen wie die Inflations- oder Lohnentwicklung einbezogen werden, erläuterten die HSBC-Experten.

Am Devisenmarkt wurden angesichts der Hoffnung auf eine anhaltende Straffung der US-Geldpolitik weiterhin Schwellenländer-Währungen zu Gunsten des Greenback verkauft. Der brasilianische Real gab zum Dollar um 0,9 Prozent nach, der südafrikanische Rand verlor 0,7 Prozent, der ungarische Forint rutschte um 1,4 Prozent ab. Lediglich die in den vergangenen Wochen ebenfalls stark unter Druck geratene ukrainische Währung widersetzte sich dem Trend; gestützt von der Einführung von Kapitalkontrollen der ukrainischen Notenbank. Die Landeswährung Hrywnja gewann im Tagesverlauf 1,4 Prozent. Der Euro bewegte sich kaum und notierte nahezu unverändert um 1,3640 Dollar.

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45 Kommentare zu "Börse Frankfurt : Dax schließt unter 9300 Punkten"

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  • Hey ich wünschte du hättest recht... weil die Lage nämlich ganz schon besch* aussieht. Ich habe nämlich überhaupt keinen Bock mich von meinen Investitionen zu trennen.

  • LOL nichts verstanden? LOL Daran sieht man, dass der Herdentrieb stärker ist als der Verstand. Wenn einen Tag vorher der DAX *wegen* guter US-Job Daten steigt, am nächsten Tag genauso *trotz* schlechter US-Job Daten steigt, dann bewegt sich der Markt unabhängig von fundamentalen Daten.

    Mit anderen Worten: Die Herde rennt weiter wie letztes Jahr, obwohl sich die Situation grundlegend geändert hat... LOL

  • Das Witzige ist, dass der HBON-Forum-Indikator nie irrt. Wenn das Abwärts-Geplärre am lautesten ist, geht es GARANTIERT nicht abwärts.

  • Wer bitte interessiert sich für März. Im Dax zählen gerade einmal Sekunden evtl. Minuten. EZB Entscheidung
    13.45.00 Uhr Futuredax 9195,50
    13.45.04 Uhr Futuredax 9010,00
    dann kein Handel da unterbrochen, nächster Kurs
    13.48.55 Uhr 9173,00. Daran erkennt man wohl nichts kann den Dax "dauerhaft" nach unten bewegen

  • Das hat mit den Zittrigen nichts zu tun. Es ist eher genau umgekehrt. LOL Die großen Anleger kaufen auch nicht mehr, sondern verkaufen Netto mehr als sie kaufen. Sie können nur nicht alles auf einen Schlag in den Markt drücken, weil sie dafür keine Käufer mehr finden. Jetzt werden langsam die Positionen abgebaut, weil man sonst auf seinem Schrott sitzenbleibt...

  • Die Baisse nährt die Baisse.
    Im Schnitt verlieren wir jetzt 100 - 150 Punkte pro Tag.
    Die 8000 ist also durchaus realistisch bis März.
    Es gibt keine (Sützungs)Käufe mehr und jeder weiss, dass die FED morgen das Tapering verkünden muss.

  • Ich glaube ich mache es wie immer...Sie rechnet immer ein bißchen mit dem Unwahrscheinlichem. Es ist aber mal so, dass es mit einem Tapeband wirklich kein zurück gibt...außerdem reagiert sie so auf den letzten Druck. Ende März ist das Geschrei und die Verzweiflung riesengroß weil sie so überrascht wurde LOL

  • Beim Mathe-Stammtisch ist man mit dieser Ansicht recht weit vorne mit dabei.

    Man sollte bei seinen Prognosen übrigens beachten, dass schon eine Menge der Zittrigen verkauft haben.

  • Da bin ich so aufgeregt,wegen dem Schattenmarkt, das ich mich schon vertippe. Auweia,gleich schimpft der arbeitslose Akademiker wieder mit mir.
    Es heißt natürlich Casino und nicht Casono, dabei habe ich das doch schon tausendmal getippt, ich Dummerchen.

  • Ach das ist doch wie immer... Es rechnet immer ein Teil mit dem Unwahrscheinlichen. Es ist aber nun mal so, dass es für das Tapering kein Zurück mehr gibt... außerdem reagieren die Märkte oft erst auf den letzten Drücker. Ende März ist das Geschrei und die Verzweiflung riesengroß weil man ja so überrascht wurde LOL

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