Börse Frankfurt

Dax schließt vor Christi Himmelfahrt im Minus

Dax-Anleger scheuen sich weiter vor der 10.000er-Marke. Zwar konnte der Dax am Mittwoch eine neue Bestmarke setzen, für den Durchbruch der magischen Hürde hat es allerdings nicht gereicht. Der Index schloss im Minus.
Update: 28.05.2014 - 17:41 Uhr 19 Kommentare
Der Dax kämpft am Mittwoch mit Höhenangst. Quelle: dpa

Der Dax kämpft am Mittwoch mit Höhenangst.

(Foto: dpa)

FrankfurtZum Handelsbeginn hatte sich der Dax der magischen Marke noch bis auf rund 40 Punkte genähert - am Nachmittag fiel der Dax nach der jüngsten Rally wieder zurück. Er schloss leicht im Minus bei 9939 Punkten. Börsianer zeigten sich am Mittwoch dennoch optimistisch: Das Knacken der Marke dürfte nur eine Frage von Stunden oder Tagen sein, schrieben die Analysten der Metzler Bank in einem Kommentar.

Bereits gestern hatte der Index seinen mehrtägigen Gipfelsturm mit dem erstmaligen Sprung über 9900 Punkte gekrönt. Der MDax trippelte mit 16.913 Punkten auf der Stelle, während der TecDax 0,5 Prozent auf 1291 Punkte gewann. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 0,1 Prozent.

Die Blicke der Börsianer richteten sich auf die EZB-Sitzung in der nächsten Woche. Die meisten Anleger gehen davon aus, dass die Europäische Zentralbank ihre Geldpolitik am 5. Juni weiter lockern wird. Fast täglich melden sich EZB-Vertreter zu Wort, um die Entschlossenheit der Zentralbank bei der Bekämpfung einer möglichen Deflation zu betonen. Nach EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny am Dienstag beteuerte am Mittwoch EZB-Direktor Yves Mersch, dass nächste Woche ein ganzes Maßnahmenbündel beschlossen werden könnte, um der drohenden Spirale aus fallenden Preisen und rückläufigen Investitionen zu begegnen.

Die Spekulationen auf eine Lockerung der Geldpolitik belasten den Euro seit Wochen. Am Mittwoch rutschte er auf ein Drei-Monats-Tief von 1,3606 Dollar ab. Seit der letzten EZB-Sitzung Anfang Mai hat die Gemeinschaftswährung fast vier US-Cent verloren. „Die Zeichen stehen auf eine Zinssenkung, größere Gewinne dürfte der Euro deshalb nicht halten können“, sagte Commerzbank-Analystin Esther Reichelt.

Derweil gerät das Wachstum der deutschen Wirtschaft laut Prognose des Berliner DIW vorübergehend ins Stocken. Demnach wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal nur noch um 0,2 Prozent zulegen, wie das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) am Mittwoch mitteilte. Konjunkturchef Ferdinand Fichtner sieht darin jedoch nur einen kleinen Dämpfer, da die Wirtschaft zu Jahresanfang dank des milden Winters mit einem Plus von 0,8 Prozent besonders kräftig zugelegt hatte. Eine langsamere Gangart sei daher „kein Zeichen einer Schwäche.“ Im weiteren Verlauf des Jahres werde die Wirtschaft wieder anziehen.

Die Aktienmärkte in Fernost haben nach dem gestrigen Höhenflug der Wall Street am Mittwoch ein Jahreshoch erreicht. Der MSCI-Index für asiatische Aktienmärkte außerhalb Japans legte mehr als 0,6 Prozent zu und erreichte mit mehr als 490 Zählern den höchsten Stand seit einem Jahr. In Tokio schloss der Leitindex Nikkei 0,24 Prozent höher bei 14.670 Punkten. Den höchsten Zuwachs erzielte die Börse in Südkorea mit einem Plus von rund einem Prozent.

Keine eindeutigen Gewinner im Dax
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Börse Frankfurt - Dax schließt vor Christi Himmelfahrt im Minus

19 Kommentare zu "Börse Frankfurt: Dax schließt vor Christi Himmelfahrt im Minus"

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Habe ich versehentlich mehrfach gepostet. Lieber Programschreiber bitte veranlassen sie die Löschung, ich möchte wirklich nicht Schuld daran sein wenn sie einen
    Nervenzusammenbruch erleiden, weil sie sich so aufregen müssen über mich....Ich schätze sehr wie sie sich mit einigen wenigen Wörtern so gut ausdrücken können. Ihnen einen ruhigen Abend. Morgen feiern die Väter....

  • Blasentreiber?
    Dann mal lieber kein Prost auf die EZB und Kollegen!

  • Auf wessen Seite wäre dann wohl dunkel?
    :-)

  • Sehr gut! Willkommen auf der Dunklen Seite der Macht!

  • Von mir aus - so lange FX weiter geöffnet bleibt...

  • "EZB warnt vor scharfer Korrektur an den Finanzmärkten".

    Die EZB ist zusammen mit der FED,der Bank of England und Bank of Japan der größte Blasentreiber.Jeder Börsianer sagte im Rückblick,dass die Krisen 00 und 07 mit durch das billige Geld der Notenbanken ausgelöst wurden und jetzt,da wir ab 05.06. im Euroraum 200 Basispunkte unter dem Zinsniveau des Jahres 2003(DAX 2166 Punkte im Tief) liegen werden,meldet sich ausgerechnet die EZB bei knapp 10 000 Punkten zu Wort und warnt? ! Das ist ein schlechter Witz.Wenn sie es ernst meinen würde,würde sie die Zinsen am 05.06. anheben und nicht senken,aber sie macht genau das Gegenteil von dem was sie anprangert und befeuert somit die nächste Blase.Nach dem Motto:Haltet den Dieb" versucht man jetzt schon mal in Deckung zu gehen,mit der Absicht:Na und,wir hatten Euch doch gewarnt.".

  • Oder besser, eine Verschwörungsidee:

    NY Wallstreet sollte immer zeitversetzt das Gegenteil der anderen Börsen tun, die ziehen zeitversetzt nach und die gesamte USA kann via Börsengewinnen innerhalb kürzester Zeit sein Staats-Defizit abbauen.

  • Wieder mal einen Tag ohne eigenen Charakter!

    Warum nicht der gesamte Aktienhandel in NY stattfinden lassen und die anderen Börsen alle schließen.

  • Also doch Selters für die Bullen. Ggf. gibt es heute Abend das Steak zur Abwechslung ja mal "rare".

  • ...möglicherweise ist sie auch zurückgeschickt worden, weil doch noch einige Zutaten fehlten?

    Der Sekt ist jedenfalls zurück in die Kühlung gegangen... :-)

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%