Börse Frankfurt Dax schließt wieder deutlich im Plus

Nach dem deutlichen Gewinn am Vortag hat sich das deutsche Börsenbarometer auch am Donnerstag nicht bremsen lassen: Der Dax hat die Marke von 11.300 Punkten hinter sich gelassen. Eine Aktie ist sogar im Steilflug.
Update: 26.11.2015 - 18:22 Uhr

Knaller des Tages: Infineon!

FrankfurtAngeführt vom Chiphersteller Infineon hat der Dax am Donnerstag an seine Vortagesrally angeknüpft und die Marke von 11.300 Punkten übersprungen. Der deutsche Leitindex legte 1,4 Prozent auf 11.320 Zähler, nachdem er zur Wochenmitte von geldpolitischen Spekulationen bereits um mehr als zwei Prozent auf den höchsten Stand seit August getrieben worden war. Die unverändert freundliche Stimmung wurde nun gestützt von einem starken Infineon-Geschäftsbericht.

Das sind die Dividendenkönige im Dax

DEUTSCHE TELEKOM AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005557508
Börse
L&S

-0,07 -0,54%
+13,17€
Chart von DEUTSCHE TELEKOM AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Platz 10: Deutsche Telekom
1 von 10

Jahrelang zählte die T-Aktie zu den dividendenstärksten Werten. Diese Zeiten sind vorbei. Denn der Aktienkurs steigt nach langer Flaute wieder, allein in den vergangenen zwölf Monaten um 35 Prozent. Das lässt die Dividendenrendite fallen. Mit 3,1 Prozent liegt sie aber immer noch über dem Durchschnitt. Alle 30 Dax-Konzerne zusammen erbringen im Schnitt nur 2,7 Prozent.

BAYERISCHE MOTOREN WERKE AG STAMMAKTIEN EO 1

WKN
ISIN
DE0005190003
Börse
L&S

-0,83 -0,94%
+87,17€
Chart von BAYERISCHE MOTOREN WERKE AG STAMMAKTIEN EO 1
Platz 9: BMW
2 von 10

Weltweit starke Geschäfte bescheren dem Premiumhersteller einen Rekordgewinn nach dem nächsten. BMW „plagt“ ein Luxusproblem: Die Dividende steigt Jahr für Jahr rasant, der Aktienkurs ebenso. Deshalb stagniert die sich am Kurs orientierende Dividendenrendite. Sie liegt „nur“ bei 3,3 Prozent.

SIEMENS AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007236101
Börse
L&S

-0,63 -0,57%
+110,97€
Chart von SIEMENS AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Platz 8: Siemens
3 von 10

Ein Klassiker unter Dividendenjägern ist der Münchener Elektronikriese. In jedem Jahr taucht Siemens unter den Top-10 der höchsten Renditen im Dax auf. Auch Siemens kauft eigene Aktien zurück und muss deshalb weniger Geld für seine Dividenden ausgeben. 2016 dürfte die Ausschüttungsrendite 3,6 Prozent betragen.

BASF SE NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000BASF111
Börse
L&S

+0,07 +0,09%
+86,85€
Chart von BASF SE NAMENS-AKTIEN O.N.
Platz 7: BASF
4 von 10

Der weltweit größte Chemiehersteller überzeugt Jahr für Jahr mit hohen Dividenden und Renditen. Fast immer steigen die Ausschüttungen. Seltene Ausnahme war zuletzt die Wirtschaftskrise 2009, von der auch BASF nicht verschont blieb. Die Devise heißt: In guten Jahren gibt es mehr, in mäßigen oder schlechteren Jahren nur genauso viel. 2015 war bislang ein mäßiges Jahr, deshalb dürfte die Dividende 2016 bei 3,6 Prozent „nur“ stabil bleiben.

DAIMLER AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007100000
Börse
L&S

+1,39 +2,01%
+70,39€
Chart von DAIMLER AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Platz 6: Daimler
5 von 10

Anders als der skandalgeplagte VW-Konzern dürfte der Stuttgarter Autobauer seine Dividende im nächsten Frühjahr kräftig erhöhen. Denn ungeachtet des sich abflauenden Wirtschaftswachstums in China legt Daimler in dem größten Schwellenland in atemberaubenden Tempo zu. Auch in den USA laufen die Geschäfte hervorragend. Das treibt die Gewinne, den Aktienkurs – und die Dividende. Laut Berechnungen des Handelsblatt könnte sie im kommenden Jahr auf 3,9 Prozent steigen.

MUENCHENER RUECKVERS.-GES. AG VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0008430026
Börse
L&S

+0,60 +0,33%
+182,97€
Chart von MUENCHENER RUECKVERS.-GES. AG VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.
Platz 5: Münchener Rück
6 von 10

Seit 1969 hat der Rückversicherer seine Dividende nicht mehr gesenkt. Erklärtes Ziel ist eine absolut verlässliche Dividendenpolitik. Die Münchener Rück kauft fleißig eigene Aktien zurück. Das versetzt den größten Rückversicherer der Welt die Lage, die Dividendenrendite im nächsten Frühjahr zu auf 4,3 Prozent zu erhöhen, ohne dass die Dividendenausschüttung steigt.

ALLIANZ SE VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0008404005
Börse
L&S

+0,10 +0,05%
+190,94€
Chart von ALLIANZ SE VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.
Platz 4: Allianz
7 von 10

Der Versicherer ist ein Garant für üppige Dividenden und Renditen. Gemessen an Dividendenverlässlichkeit, Dividenden-Steigerungen und Dividenden-Rendite zählt die Allianz nicht nur jetzt, sondern seit Jahren zu den attraktivsten Werten im Dax. 2016 wird die Dividendenrendite voraussichtlich 4,6 Prozent betragen.

Erfreut über eine höhere Dividende und einen Gewinnschub haben Anleger am Donnerstag bei Aktien von Infineon kräftig zugelangt. Die Papiere schossen zwischenzeitlich mehr als 18 Prozent in die Höhe und schlossen deutlich zweistellig im Plus. Damit waren sie größter Gewinner im Leitindex Dax und so teuer wie seit mehr als dreizehn Jahren nicht mehr. Innerhalb eines Tages hatten die Aktien sich zuletzt im Juli 2009 so stark nach oben bewegt.

Trotz eines schwachen Umfelds rechne der Halbleiterkonzern 2016 mit einer starken Wachstumsdynamik, hoben die Analysten von Bryan, Garnier & Co hervor. „Der Ausblick ist enthusiastisch.“ Nach einem Gewinnschub im abgelaufenen Geschäftsjahr soll der Umsatz 2015/16 um 13 Prozent steigen, teilten die Oberbayern mit. Die operative Rendite des größten deutschen Chipherstellers solle leicht auf etwa 16 Prozent klettern.

Offensichtlich stehe Infineon unter anderem in der Automobilsparte besser da als die Konkurrenz, urteilte die DZ Bank. Das Produktportfolio habe sich verbessert, Infineon scheine Marktanteile zu gewinnen. Die angehobene Dividende verdeutliche, wie groß die Zuversicht Infineons sei. Angesichts der neuen Prognose seien die Papiere zudem nicht als teuer zu bewerten, hieß es bei Kepler. Beim Brokerhaus Liberium hieß es, die Aktien seien innerhalb der Branche nach wie vor ihre Favoriten.

Den nunmehr zehnten Tag in Folge ging es für die Papiere von Volkswagen aufwärts. Sie stiegen um mehr als Prozent, was seit dem 12. November eine Kurserholung von fast einem Drittel bedeutet. Allerdings hatten sie nach dem Bekanntwerden des Abgas-Skandals zeitweise auch fast die Hälfte auf 86,36 Euro an Wert eingebüßt.

Das Thema Software-Manipulationen bei VW ist keineswegs ausgestanden, wie aktuelle Nachrichten aus Südkorea und den USA zeigen. Der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer sieht jedoch große Fortschritte in der Krisenbewältigung. Der Konzern bekomme „deutlich schneller finanziell festeren Boden unter die Füße als erwartet“, sagte er.

In Japan hatte der Nikkei-Index am Donnerstag 0,5 Prozent zugelegt, der Shanghai-Composite in China notierte kaum verändert. Ergebnisse zum dritten Quartal kommen am heutigen Donnerstag von kleineren Firmen wie Cat-Oil. Die Europäische Zentralbank präsentiert Daten zur Geldmenge M3 und zur Kreditvergabe im Euro-Raum für Oktober. Zuvor kommt der GfK-Konsumklimaindex für Dezember. Die Börse in New York ist wegen des Thanksgiving-Fests am Donnerstag geschlossen.

  • rtr
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