Börse Frankfurt
Dax schließt zum Wochenende im Plus

Vor allem Aktien der Deutschen Börse, der Allianz und der Münchner Rückversicherungsgesellschaft gehörten zu den großen Gewinnern. Liquidität am Markt bescherte dem Dax Gewinne.
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Frankfurt/DüsseldorfDer Dax hat sich am Freitag mit Gewinnen in das Wochenende verabschiedet. Der deutsche Leitindex schloss um 0,53 Prozent höher bei 7217,02 Punkten. Im Laufe der Woche hat er sich damit aber nur geringfügig von der Stelle bewegt und letztendlich rund 0,5 Prozent gewonnen. Der MDax stieg am Freitag um 0,49 Prozent auf 10.539,60 Punkte. Einzig der TecDax gab nach. Der Index der Technologiewerte fiel um 0,40 Prozent auf 933,69 Punkte.

„Das liegt vor allem an der Liquidität im Markt“, sagte Chefvolkswirt Jochen Intelmann von der Hamburger Sparkasse mit Blick auf die Kursgewinne. Zudem seien Aktienwerte im Vergleich zu anderen Anlageformen nach wie vor attraktiv. Ungeachtet dessen nehmen nach Meinung Intelmanns aber auch die Sorgen ab, dass die Katastrophe in Japan die Erholung der Weltwirtschaft abwürgen könnte.

Unterstützt wurde der deutsche Aktienmarkt auch von den guten deutschen Export-Zahlen: Sie stiegen im Februar fast doppelt so stark an wie erwartet. „Die Zahlen sind ein weiterer Beleg dafür, dass die deutsche Wirtschaft recht stark ins Jahr gestartet ist. Wir rechnen mit einem Wachstum von einem Prozent im ersten Quartal und von drei Prozent im Gesamtjahr“, sagte Citigroup-Analyst Jürgen Michels.

Auch in Paris und London schlossen die Leitindizes mit Gewinnen. In New York lag der Leitindex Dow Jones zum europäischen Handelsschluss dagegen auf Augenhöhe mit seinen Schlusskursen vom Vortag.

Deutsche Börse AG führt die Tops an

Die Wertpapiere der Deutschen Börse AG stiegen konstant und schlossen im Plus von 2,87 Prozent. Grund dafür war auch dass Nasdaq mit ihren Plänen bei der Nyse aber auf Granit biss. Die Papiere der Deutschen Börse kletterten am Nachmittag bis zu 3 Prozent auf 54,50 Euro, am Dienstag war die Aktie noch bis auf 51,39 Euro zurückgefallen zählte heute jedoch eindeutig zu den Gewinnern.

Die Münchner Rückversicherungsgesellschaft schloss den Freitag mit einem Plus von 1,98 Prozent ab. Zu den Gewinnern gehörte auch die Allianz, die mit einem Plus von 1,62 Prozent und einem Wert von 103,65 Euro pro Aktie ins Wochenende ging.

Für die grünen Zahlen sorgte die Meldung, dass die Allianz vorerst kein neues Geld mehr in Staatsanleihen aus Portugal, Irland und Griechenland investieren wolle. Zusätzlich bekräftigte Allianz-Vorstandsmitglied Paul Achleitner die Gewinnprognose für den Dax-Konzern. Trotz des verheerenden Erdbebens in Japan gebe es keinen Anlass, an ihr zu rütteln. Das Unternehmen erwartet für 2011 einen operativen Gewinn von rund acht Milliarden Euro - der aber auch um 500 Millionen nach oben oder unten abweichen kann. 2010 war er um 17 Prozent auf 8,24 Milliarden Euro geklettert - das drittbeste Ergebnis der Firmengeschichte. Bei europäischen Versicherungswerten wurde fleißig zugegriffen. Dies war auf eine Empfehlung der UniCredit zurückzuführen.

Sehr beliebt waren am letzten Handelstag der Woche auch die Aktien von ThyssenKrupp. Diese verzeichneten einen Gewinn um 1,27 Prozent auf 30,26 Euro. Hoch im Kurs standen auch Eon Aktien, die sich um 1,19 Prozent auf 22,49  Euro zum Handelsschluss verteuerten. Die UBS hatte die Aktien des Versorgers auf die „European Utilities Most Preferred List“ gesetzt. Seit Monatsbeginn haben die Papiere bereits mehr als drei Prozent zugelegt, nachdem sie im März durch die nach dem Japan-Beben neu entflammte Atom-Diskussion deutlich verloren hatten. Die jüngste Abschaltung einiger deutscher Atomkraftwerke dürfte die Strom-Preise nach oben treiben und damit den Versorgern helfen, schrieben die UBS-Analysten in einer Studie.

Größte Verlierer kristallisierten sich am Nachmittag heraus

Überraschend schnell fielen die Aktien der Commerzbank am Nachmittag wobei diese sich im Laufe des Tages recht neutral gehalten hatten. Die Aktie kostete zum Handelsschluss 5,25  Euro, was ein Minus von 3,17 Prozent bedeutet. Der größte Verlust im Dax am Freitag.

Getrennt haben sich Anleger auch von Merck, die sich um 1,10 Prozent verbilligten. Neben Merck gehörten auch die Aktien der Volkswagen AG zu den Verlierern. Diese schlossen mit einem Verlust von 2,01 Prozent. Zweitgrößter Verlierer war am Ende Infineon mit 2,36 Prozent im Minus. Die Kurse waren hauptsächlich am Nachmittag eingestürzt.

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