Börse Frankfurt: Dax schlingert sich ins Plus

Börse Frankfurt
Dax schlingert sich ins Plus

Erst Plus, dann Minus, nun wieder Plus – am Freitag wollten sich die Anleger nicht entscheiden, wohin es mit dem Dax gehen soll. Sie warteten auf die Rede der Fed-Chefin Janet Yellen. Der Index schließt mit Gewinnen.
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FrankfurtHoch, runter, dann wieder hoch - zum Ende der Woche fuhr der Dax Achterbahn. Nachdem er am Vortag an der Spitze zwei Prozent verlor, schien es am Freitag zunächst so, als würde sich eine Trendumkehr abzeichnen. Der Dax eröffnete im Plus, rutschte daraufhin allerdings auf 11.799 Punkte ab. Doch ganz ins Tal schicken wollten ihn die Anleger nicht. Am Ende reichte es für ein zartes Plus von 0,2 Prozent und 11.868 Punkte.

Die Anleger werden nervöser, der Index volatiler. „Es fehlt derzeit einfach an Impulsen für weitere Zukäufe,” sagt ein Händler. Die drohende Staatspleite Griechenlands wie auch die zuletzt schwächeren Konjunkturdaten aus den USA stimmten die Investoren eher vorsichtig. „Im Zweifel werden dann lieber Gewinne mitgenommen”.

Im Blick behielten die Anleger am Freitag vor allem die Rede der Notenbank-Chefin Janet Yellen, welche sie am Abend halten wird. Investoren erhoffen sich weitere Hinweise auf den Zeitpunkt der geplanten Zinserhöhung in den USA. Yellen will die historisch niedrigen Zinsen von null bis 0,25 Prozent erst anheben, wenn sich neben einer anhaltenden Erholung am Arbeitsmarkt auch bei der Inflationsrate ein Aufwärtstrend abzeichnet. Viele Experten erwarten eine Zinserhöhung im Sommer, einige von ihnen rechnen bereits für Juni damit.

Investoren hätten Schwierigkeiten, die jüngsten Signale der Fed zur US-Zinspolitik einzuordnen, sagte Andreas Paciorek, Analyst des Online-Brokers CMC Markets. „Auch die US-Notenbanker selbst scheinen sich nicht einig.”

Erfreuliche Nachrichten gab es seitens der US-Konjunktur: Die Kauflust der Amerikaner hat das Wachstum der US-Wirtschaft befeuert. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte von Oktober bis Dezember mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 2,2 Prozent zu, wie das Handelsministerium heute in Wasington zu endgültigen Berechnungen mitteilte.

Damit wurde eine vorige Schätzung bestätigt. Die Konsumausgaben, die mehr als zwei Drittel der Wirtschaftsleistung ausmachen, zogen allerdings noch etwas kräftiger an als gedacht: Mit plus 4,4 Prozent wurde der größte Zuwachs seit Anfang 2006 erreicht. Auch das Exportwachstum war stärker als zunächst von den Statistikern angenommen. Sie mussten allerdings die Zahlen zur Lagerhaltung nach unten revidieren: Die Firmen stockten ihre Warenvorräte weniger kräftig auf als angenommen.

Etwas Ruhe kehrte zum Wochenschluss wieder am Ölmarkt ein: Die Preise für Brent und WTI verloren zeitweise mehr als zwei Prozent auf 57,93 und 50,25 Dollar je Fass, nachdem sie am Vortag deutlich angezogen waren. Nach Einschätzung von Goldman Sachs dürfte der militärische Konflikt im Jemen nur geringe Auswirkungen auf die Öl-Versorgung haben, da das Land lediglich ein kleiner Öl-Exporteur sei.

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Kommentare zu " Börse Frankfurt: Dax schlingert sich ins Plus"

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  • So jetzt wieder NACHbörslich...Schnäppchen ohne Risiko....im sogenannten Schattenmarkt...da fühl ich mich am wohlsten:):)

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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