Börse Frankfurt
Dax schlingert sich ins Plus

Der Dax fand heute nur schwer eine Richtung. Mehrmals schickten ihn die Anleger ins Minus, nur, um die Kurse daraufhin wieder nach oben zu treiben. Ein Ende der Nervosität scheint nicht in Sicht.
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FrankfurtDie Börse ist derzeit für Überraschungen gut: Es geht munter hoch und runter und was der Tag bringt, ist kaum vorherzusagen. So auch heute. Der Dax eröffnete mit 11.377 Punkten im Plus, rutschte jedoch im Verlauf der ersten Handelsstunde um bis zu 0,4 Prozent ab. Es folgte eine Wende ins Plus, die allerdings am Nachmittag ihr Ende fand - der Index rutschte um bis zu 0,7 Prozent ab. Zum Börsenschluss schoben die Anleger den Dax dann abermals in die Gewinnzone. Der Index schloss 0,2 Prozent höher auf 11.350 Punkten.

Für ein kurzes Aufatmen bei den Anlegern sorgten gute Konjunkturdaten. Das Wirtschaftsklima in der Euro-Zone ist so gut wie seit fast acht Jahren nicht mehr. Das entsprechende Barometer kletterte im zweiten Quartal deutlich um 16,5 auf 129,2 Punkte, wie das Münchner Ifo-Institut heute zu seiner vierteljährlichen Umfrage unter rund 300 Experten mitteilte. „Die Konjunktur im Euro-Raum belebt sich spürbar“, sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn. Der Index übertrifft damit deutlich den langfristigen Durchschnitt von 106,1 Punkten. „Der Hauptbeitrag zur günstigen Lage kam aus Deutschland”, erklärte Sinn. „Aber auch in den anderen drei großen Staaten - Frankreich, Italien und Spanien - verbesserte sie sich.“

Doch die guten Daten sollten nicht überbewertet werden, warnt Forex-Capital-Markets-Analyst Jens Klatt: „Eine Schwalbe allein macht noch keinen Sommer. Die günstige Entwicklung hier ist vor allem dem stark abgewerteten Euro und dem stark gefallenen Ölpreis geschuldet“, schreibt er in seinem Kommentar und warnt vor einem bösen Erwachen angesichts des sich weiter erholenden Ölpreises.

Hinzu käme, dass die normalerweise als gute Indikation für den US-Arbeitsmarktbericht am Freitag geltenden ADP-Zahlen enttäuschten und sich weiter abzeichne, dass ohne die Liquidität der Fed die US-Konjunktur alles andere als rund läuft.

Die US-Firmen haben im April überraschend wenig Jobs geschaffen. Insgesamt entstanden 169.000 neue Stellen, wie der private Arbeitsvermittler ADP am Mittwoch zu seiner monatlichen Umfrage mitteilte. Dies ist der niedrigste Wert seit Januar 2014. Der Euro legte unmittelbar nach den Daten zu und kletterte auf 1,1274 Dollar. Fachleute blicken gespannt auf den Arbeitsmarktbericht der Regierung, der am Freitag veröffentlicht wird. Hier rechnen Ökonomen mit einem Plus von 224.000 Jobs.

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Allianz ist klarer Tagessieger

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  • Jetzt wieder schöne Schnäppchensuche NACH Xetraschluss....können ja nicht ausgestoppt werden...also kein Risiko...was ein schöner Tag heute...wie oft man heute günstig kaufen konnte...nie vergessen Stops setzen...wir wollen doch die Gewinne nicht verlieren:)

  • In der Tat, seit etlichen Tagen immer wieder derselbe Verlauf in den Tagescharts, ist schon auffällig: bis zum frühen Nachmittag nach oben, und dann bis Börsenschluss rasant in den Keller.

    Wer die Zeit, die Mittel und die Nerven hat, der kann als privater Daytrader vielleicht aus dieser Situation Gewinne machen. Doch ich warne Neugierige. Es könnte kräftig daneben gehen.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. 

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