Börse Frankfurt
Dax schwächelt zum Monatsschluss

Am letzten Monatstag ist dem Leitindex die Puste ausgegangen. Dabei war der Mai ein Monat der Rekorde. Anleger rätselten über den weiteren Kurs der Fed – und interessierten sich nicht für Konjunkturdaten.
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Der Dax hat einen schwachen Wochen- und Monatsschluss hingelegt. Unsicherheit über den weiteren Kurs der US-Notenbank Fed sorgte bei den Börsianern für Zurückhaltung. Der Dax schloss 0,6 Prozent tiefer bei 8.349 Punkten. Sonst viel beachtete Konjunkturdaten aus den USA zeigten am Markt nur wenig Wirkung. Die Diskussion um die Geldpolitik der Notenbanken verdrängte die US-Zahlen.

Der überraschend starke Anstieg des Chicagoer Einkaufsmanager-Index und die deutlich bessere Stimmung bei den US-Konsumenten konnten an der Börse nur leicht stützen – der Dax grenzte seine Verluste leicht ein. Das Barometer für das Verbrauchervertrauen stieg im Mai nach endgültigen Berechnungen auf 84,5 von 76,4 Punkten im Vormonat, wie Thomson Reuters und die Universität Michigan am Freitag mitteilten. Die Verbraucherstimmung gilt als wichtiges Konjunkturbarometer, das die Stimmung und das Kaufverhalten der US-Verbraucher im Voraus anzeigt.

Trotz guter Konjunkturdaten konnte sich am Markt allerdings keine Kauflaune breit machen. „Es herrscht eine große Nervosität am Markt, denn jeder weiß, dass die Aktienmärkte am Tropf der Notenbanken hängen“, sagte ein Händler.

Immer mehr Börsianer befürchten, dass die Fed ihre lockere Geldpolitik früher als erwartet beenden könnte. Die Fed kauft derzeit Anleihen und Immobilienpapiere im Volumen von 85 Milliarden Dollar monatlich, um damit die heimische Konjunktur anzukurbeln. Sie will damit so lange fortfahren, bis die Arbeitslosenquote auf 6,5 Prozent von derzeit 7,5 Prozent gefallen ist. In den vergangenen Wochen hatten einige Fed-Vertreter allerdings laut darüber nachgedacht, die Käufe zu drosseln, sollte sich die US-Konjunktur deutlich erholen.

Nach Einschätzung des Aktienstrategen Peter Garnry von der Saxo Bank wird sich die Fed mit einer Entscheidung aber noch Zeit lassen. „Sie wollen mehr Konjunkturdaten sehen“, fügte er hinzu.

„Das Motto lautete zuletzt: Kauf bei schwachen Daten - diese halten die Fed bei der Stange“, erklärte Dan McMahon von Raymond James. Schwache Konjunkturdaten sorgen für steigende Kurse - in Zeiten der Finanzkrise lernen Anleger ständig dazu. „Vor September werden wir keine wirkliche Klarheit über den weiteren Kurs der Fed haben“, sagte Randy Frederick von Charles Schwab. Bis dahin werde es immer wieder recht deutliche Schwankungen geben.

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