Börse Frankfurt
Dax setzt Negativserie fort

Ein überraschend starker Ifo-Index und Gerüchte über ein deutsches „Ja“ zu Euro-Bonds ließen den Dax am Donnerstag zunächst steigen. Am Nachmittag platzte das Gerücht. Der Dax büßte die Gewinne ein – und drehte ins Minus.
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FrankfurtDie Negativserie des deutschen Leitindex geht weiter. Der überraschende Anstieg des Ifo-Geschäftsklimaindex und Spekulationen, Deutschland könne der Emission von gemeinsamen Euroraum-Bonds unter gewissen Bedingungen doch zustimmen, hatten die Kurse im Tagesverlauf zunächst gestützt, zeitweise lag der Leitindex 1,9 Prozent im Plus. Am Nachmittag musste der Index seine Gewinne jedoch wieder abgeben und drehte ins Minus. Am späten Nachmittag schloss der Leitindex mit 5.428 Punkten 0,5 Prozent unter Vortagesniveau.

„Der Ifo-Index ist gut ausgefallen und hilft uns auf jeden Fall. Aber die Umsätze sind wegen des US-Feiertages einfach sehr gering“, sagte ein Händler am Morgen. Börsianer mochten dem Plus daher nicht allzu viel Bedeutung beimessen. „Ohne die Amerikaner ist das heute nicht aussagekräftig“, sagte ein anderer Händler.

Nachdem am Donnerstag zunächst Gerüchte über eine Annäherung der deutschen Position an gemeinsame Anleiheemissionen (Euro-Bonds) für steigende Kurse gesorgt hatten, schickte das Dementi von Bundeskanzlerin Angela Merkel den Dax am Nachmittag auf Talfahrt. Merkel gab den Spekulationen einen Dämpfer und erklärte, an ihrer Ablehnung der Euro-Bonds habe sich nichts geändert. Die europäischen Börsenindizes büßten darauf ihre Gewinne wieder ein. „Viele haben die Hoffnung, dass die Eurobonds zur Lösung der Euro-Krise irgendwann kommen - doch sobald Merkel dagegen redet, fallen diese Hoffnungen wieder in sich zusammen“,
kommentierte ein Händler.

Wegen des US-Thanksgiving-Feiertages fehlten viele internationale Investoren, die ein verlängertes Wochenende einlegen. Die Wall Street blieb am Donnerstag geschlossen und wird auch am Freitag nur den halben Tag geöffnet haben. Trotz der Schuldenkrise der Euro-Zone stieg der Ifo-Geschäftsklimaindex im November auf 106,6 Zähler von 106,4 Zählern. Analysten hatten im Schnitt mit einem Rückgang auf 105,1 Punkte gerechnet.

Der überrraschende Anstieg des wichtigsten deutschen Konjunkturbarometers, das zuvor vier mal in Folge gesunken war, hat die Experten auf dem falschen Fuß erwischt: „Wir sind nicht im freien Fall“, konstatierte Ifo-Konjunkturexperte Klaus Abberger. „Deutschland schlägt sich merklich besser als der Rest von Europa. Wir haben gute Chancen, eine Rezession im Winter vermeiden zu können.“ Sein Fazit: Die Schuldenkrise schlägt noch nicht auf die Realwirtschaft durch und trifft hauptsächlich den Finanzsektor. Auch Ifo-Chef Hans-Werner Sinn sieht keinen Grund für Schwarzmalerei: „Die deutsche Wirtschaft schlägt sich vor dem Hintergrund der internationalen Verwerfungen weiterhin vergleichsweise gut.“

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  • OK. Danke.

  • Frau Merkel und der deutsche Steuerzahler sind auch nicht da, um die "Märkte" zu beruhigen! Die haben schon genug angerichtet...

  • @marktbeobachter:

    hab ich die letzten 2 tage 2x getradet.
    mit gutem gewinn...
    mehr dazu nicht, sonst kommen wieder die ganzen trolle

    für nähere infos:
    trady@hotmail.de

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