Börse Frankfurt

Dax setzt Talfahrt fort

Allem frühen Optimismus zum Trotz - die Rally am Montag entpuppte sich als Eintagsfliege. Die Furcht der Anleger vor einer stockenden deutschen Wirtschaft sorgte in Frankfurt für ein Minus von mehr als einem Prozent.
Update: 12.08.2014 - 17:51 Uhr 41 Kommentare

Die Erholung war nur eine Eintagsfliege

FrankfurtKonjunktursorgen haben am Dienstag eine mögliche Trendwende auf dem Frankfurter Börsenparkett jäh gestoppt. Nachdem der Dax am Montag knapp zwei Prozent gut machen konnte, bremste nun die Furcht vor einem geringeren Wirtschaftswachstum eine mögliche Stabilisierung der Aktienmärkte. Mit einer schwachen Wall Street weiteten sich am späten Nachmittag die Verluste aus. Am Ende schloss der Deutsche Leitindex 1,2 Prozent schwächer bei 9069 Punkten.

Grund für die Abschläge war vor allem der sehr schwache August-Bericht des ZEW. Der am Vormittag veröffentlichte Indikator des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung blieb unter den ohnehin schon schwachen Prognosen. So verlor der zugrundeliegende Index 18,5 Punkte und kommt auf 8,6 Punkte - der schlechteste Stand seit zwanzig Monaten.

Die Forscher begründeten den Rückgang mit nun „spürbaren Auswirkungen der geopolitischen Spannungen“ wie einem Schrumpfen der Auftragseingänge und Investitionen. Auch die stockende Euro-Konjunktur lasse eine Verlangsamung der deutschen Wirtschaft erkennen.

Mit nahezu gleicher Begründung erwartet auch die Bundesregierung eine Konjunkturdelle. Gerade die Ukraine-Krise werde die Wirtschaft merklich belasten. „Nach dem starken ersten Quartal kommt es zu einer Abschwächung im zweiten Quartal“, schrieb das Wirtschaftsministerium in seinem Monatsbericht. Die positive Grundtendenz in der deutschen Wirtschaft sei zwar nach wie vor intakt, doch hätten sich die Risiken von außen „fraglos erhöht“.

Andere Experten lokalisierten den Grund für die Abschläge woanders. So sah Analyst Christian Henke vom Broker IG die Schuld für die Verluste vorrangig bei der kräftigen Erholung am Vortag. „Das veranlasst einige Investoren nun dazu, Kasse zu machen.“ Da wegen der Sommerurlaubszeit die Handelsumsätze zudem insgesamt dünn seien, würden Kursbewegungen dadurch rasch verstärkt.

In der zweiten Reihe fiel der Kursrückgang geringer aus. Die Nebenwerte im MDax sanken um 0,8 Prozent auf 15.540 Zähler, der TecDax notierte 0,4 Prozent leichter bei 1182 Punkten. Der Währungsraum-Leitindex Euro-Stoxx-50 fuhr mit 3025 Stellen 0,7 Prozent an Verlusten ein. Die Wall Street trat zunächst auf der Stelle. Schon im frühen Handel rutschte der Dow-Jones-Index aber in den roten Bereich und verlor 0,2 Prozent auf 16.540 Punkte.

Angesichts der Konjunkturprobleme rückten die internationalen Krisenherde indes etwas in den Hintergrund. „Es sieht danach aus als würden einige geopolitische Bedenken nachlassen“, sagte Nader Naeimi, Leiter Portfolio- Strukturierung bei AMP Capital Investors Ltd. Die Analysten der Essener National-Bank mahnten jedoch zur Vorsicht: „Die Stimmung kann schnell wieder kippen, da das Risiko einer Verschärfung des Konfliktes in der Ost-Ukraine weiterhin gegeben ist.“

Osteuropa-Geschäft setzt Henkel gehörig unter Druck
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41 Kommentare zu "Börse Frankfurt: Dax setzt Talfahrt fort"

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  • In 3 Jahren steht der DAX bei 13.000 ... so laufen meine Wetten. Und ich werde wieder exorbitant cashen!

  • Wir hören viele sorgenvolle Stimmen zum fallenden Dax. Warum? Es ist für mich eine Selbsverständlichkeit, daß der Dax absackt. Vor etwa 5 Jahren lag er bei ca. 3500 Zählern und hat sich dann bis 2014 auf ca. 10 000 Zähler gepuchst.
    Dieser Anstieg ist ausschließlich auf das Parken freier flüssiger Mittel im DAX zurück zuführen.
    Die DAX-gelisteten Unternehmen haben weder ihre Umsätze noch Gewinne in dieser Zeit verdreifacht. Im Gegenteil die Gewinne sind zeitweise gefallen. Des weiteren hat sich auch nicht die Arbeitsleitung verdreifacht.
    Somit war der DAX-Anstieg ausschließliche eine Blase, die sich sich jetzt abbaut.

  • Alles Panikmache!
    Warum haben S-Klasse, Macan, R8, Bugatti etc. mehr als 6 Monate Lieferzeit?

  • "Also jetzt zu sagen:Ich unterschätze den Troll..."

    Ich möchte nur klarstellen,dass dieser Kommentar natürlich vom Troll ist.

    Er versucht mich lächerlich zu machen,indem er beweisen will,dass ich wieder mal auf einen Kommentar eines Trolls reagiere.Dabei berührt mich das gar nicht und provoziert mich auch nicht.
    Ich hätte diesen Kommentar einfach "übersehen" und damit bewiesen das ich um 18:30 Uhr noch etwas besseres zu tun habe.
    Leider bin ich jetzt noch mal zu einem Kommentar gezwungen worden.

    Dont feed the troll

  • Na Grisu

    ist doch ohne das Forum nicht so schlimm,oder,hoffe ich jedenfalls für dich.

    Allen anderen einen schönen Abend,verabschiede mich

    nur für heute,denn der Troll hat wenigstens noch ein anderes Leben.

  • Kurz zur Erinnerung: „Die Bullen sind zurück“ hiess es im gestrigen Artikel und Scharen von Experten wurden zitiert, die den letztwöchigen Rücksetzer als große Kaufchance sehen. Alles enorm richtig und wichtig, schätze ich.

    ***

    The world lost one of its greatest artists & funniest human beings. Rest in peace, Robin Williams.

  • Na dann waren es eben die 9050,gut wenn man Stops setzt,
    aber das delta nur den Herrn Behrendt lobt

    1. eigene Meinung - habe ich immer
    2. Marktbezug - ist bei mir immer gegeben
    3. Kursziel - sage ich immer-heute ausserb. TH
    4. Mittel - Calls in Linde und meinen MüRü
    5. Zweck - Geld verdienen - was denn sonst

    aber ist ja klar der Herr wohlgeboren von und zu Lateiner ist sich zu fein für den kleinen Mann.
    Lässt sich bestimmt alles nach Hause liefern um ja nicht mit einem Hauptschüler in Kontakt zu kommen,aber natürlich wird alles vor die Tür gelegt,persönlicher Kontakt verursacht bestimmt beim Akademiker Proletarierausschlag.
    So Netiquette,tun Sie ihre Pflicht, aber das musste mal gesagt werden.

  • Momentan befindet sich der DAX im charttechnischen Baisseterritorium auf techn. Erholungskurs, der durch schlechte Fundamentaldaten gestoppt wurde.

    Kurzfristig ist die Prognose sehr schwer, denn eigentlich habe ich damit gerechnet, dass die Erholung in etwa auf 9370 laufen sollte, an die 200 Tagelinie. Von dort müsste der DAX nach unten abprallen mit Kursziel 8700/8200, denn die Konjunkturaussichten sind mau, Gewinne stagnieren/gehen zurück, Risikoaversion nimmt zu (BUND steigt), weil auch die außenpol. Lage sich leicht verschlechtert. Auch ausl. Anleger, die meist über ETF´s investiert sind, könnten aus D. vermehrt Geld abziehen, weil der Euro schwächelt und die Ukrainekrise dt. Firmen schädigt. Generell hört man, dass das smart money aus den Aktienmärkten herausgeht.

    Fazit:
    Wer long gehen will, sollte noch etwas warten, wer short gehen will sollte es mit einem Knock Out Basis 9800 versuchen, könnte damit aber zwischenzeitlich in Verluste hineinlaufen.

    Ist der DAX ein Zockerindex: Klares Nein
    Sind Derivate zum Zocken: Klares Ja, denn kurzfristige Vorhersagen sind gar nicht möglich. Die Charttechnik setzt eigentlich nur auf das Fortsetzen eines Trendes oder auf bestimmte Verlaufsmuster (Elliot waves). Im Prinzip kann man auf das Ausmaß wetten, wie Anleger auf charttechnische Entwicklungen reagieren werden.

    Interessant wird es erst in dem Moment, in dem eigene Meinungen mit einem Kauf eines Derivates unterlegt werden. Wer dann Geld verdient, hat recht.

    [...]

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Warum sollten wir denn nicht die 20000 im Dax sehen? Ist doch nur eine Frage der Zeit. Vorher sehen wir aber vielleicht nochmal die 8000.

  • Schön wenn die Stops greifen
    so jetzt mal warten welche Calls unten noch gegriffen werden müssen,ob 9100 oder 9050 völlig egal,
    warten muss man nur auf die Welle wenn die Stopbuys wieder losbrechen meiner Meinung.
    Mitschwimmen auf der Welle nicht untergehen,das einfache Spiel kann man mehrmals täglich spielen
    auch auf solche Berichte achten.

    "Top Investoren -So steigt der Dax auf 20.000 Punkte"

    www.finanzen100de/?ID_NEWS=69419

    Also Chancen nutzen und nicht immer dagegen halten und nicht immer jammern und streiten sondern seine Energie auf das erfolgreiche Zocken verwenden:)

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