Börse Frankfurt
Dax setzt Talfahrt fort

Die Hoffnung der Anleger sind nicht erfüllt worden. Fed-Chef Ben Bernanke stellte heute zwar Konjunkturhilfen in Aussicht - die von vielen erhoffte weitere geldpolitische Lockerung (QE3) blieb jedoch aus.
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FrankfurtNach der mit Spannung erwarteten Rede des US-Notenbankchefs Ben Bernanke hat der Dax am Freitag zwar seine am Vortag begonnene Talfahrt fortgesetzt, die Tagesverluste aber eingegrenzt. Der deutsche Leitindex schloss am späten Nachmittag 0,8 Prozent tiefer bei 5.538 Punkte. In der Spitze verlor er allerdings bis auf 5.404 Zähler. Seit Ende Juli hat er im Tief rund 2.000 Punkte oder mehr als 25 Prozent eingebüßt.

Der MDax verlor 0,9 Prozent auf 8.629 Punkte, und auch der TecDax gab nach. Er fiel um ein 0,3 Prozent auf 715 Punkte.

Fed-Chef: Notfalls bereit zum Eingreifen - Aber erst Beratungen

US-Notenbankchef Ben Bernanke hat erneut betont, die schlappe US-Konjunktur notfalls mit neuen Maßnahmen stützen zu wollen. Unmittelbare Schritte kündigte er am Freitag in einer mit Spannung erwarteten Rede in Jackson Hole (US-Staat Wyoming) aber nicht an. Er sagte lediglich, dass der Offenmarktausschuss der Zentralbank bei seiner nächsten Sitzung im September weiter darüber beraten wolle. Der Markt habe offenbar auf konkrete Aussagen zu Hilfen für die schwächelnde US-Konjunktur gehofft, sagte Volkswirt Rainer Sartoris von HSBC Trinkaus. „Die Fed hat allerdings kaum noch Optionen. Die Zinsen sind fast auf Null und die Wirkung des 'Quantitative Easing' ist umschritten.“

Banken schwach - Gildemeister als Lichtblick

Schwach zeigten sich heute die Finanzwerte. Commerzbank-Titel sackten um 2,7 Prozent ab und die Aktien der Deutschen Bank büßten 2,9 Prozent ein. Der größte Lichtblick am Aktienmarkt waren dagegen die Aktien von Gildemeister, die mit einem Anstieg von 4,4 Prozent der mit Abstand größte Gewinner im MDax waren. Der Werkzeugmaschinenbauer hatte am Vorabend den Start eines Aktienrückkaufpakets angekündigt. Zum aktuell niedrigen Kurs mache der Schritt durchaus Sinn, sagte ein Händler.

Lanxess brechen nach Aktienverkauf ein

Der Verkauf eines millionenschweren Aktienpakets durch Lanxess-Chef Axel Heitmann ist bei den Anlegern nicht gut angekommen. Die Titel des Chemieunternehmens rutschten im MDax um 5,8 Prozent auf 39,79 Euro ab. Dass Heitmann die Papiere für 38,95 Euro pro Stück und damit unter 40 Euro verkauft habe, sei nicht gerade ein ermutigendes Signal für den Markt, kritisierte ein Händler. Die Lanxess-Titel hatten am Donnerstag bei 42,23 Euro geschlossen. Einem anderen Börsianer zufolge wird der Verkauf angesichts der aktuell nervösen Märkte als „sehr negativ gesehen“.

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Deutsche Bank warnt vor Bankaktien

Kommentare zu " Börse Frankfurt: Dax setzt Talfahrt fort"

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  • @oceanlover
    wer ist der größte Gewinner im Spielcasino - doch nicht der Spieler ?
    wer ist der größte Gewinner bei diesen gezocke - doch nicht der Zocker ?

  • Na Jungs, wie siehts heute aus. Wieder alles flat?

    Mal ehrlich, flat heißt doch "außer Spesen nichts gewesen."
    Aber wer sichs leisten kann....

  • @daytrader

    mit Verlaub, ich glaube Sie haben nicht alle Tassen im Spind, hier solche Märchengeschichten zu verbreiten.

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