Börse Frankfurt
Dax so hoch wie seit Juni 2008 nicht mehr

Der Dax klettert immer weiter – langsam, aber sicher. Auch heute geht es mit den Kursen nach oben. Gefragt sind die Aktien der Deutschen Post. Das Bonner Unternehmen hatte gute Quartalszahlen präsentiert. Hoch im Kurs stehen auch die Papiere von Adidas. Aus Sorge vor einer Eskalation der Schuldenkrise in Europa griffen die Investoren bei Gold zu.
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HB FRANKFURT. Die Anleger setzen auf eine anhaltend robuste Wirtschaftsentwicklung in Deutschland und haben dem Dax damit am Dienstag weitere Gewinne beschert. Der Leitindex schloss bei verhaltenen Umsätzen 0,6 Prozent fester bei 6787 Zählern und damit so hoch wie zuletzt Mitte Juni 2008. Im Verlauf war der Dax auf bis zu 6810 Zähler geklettert. "Die Quartalszahlen kommen nach wie vor sehr gut rein", sagte Marktanalyst Frank Geilfuß vom Bankhaus Löbbecke. Vor allem Deutsche Post konnten mit einem Gewinnsprung die Anleger überzeugen.

Das Handelsvolumen im Dax stieg leicht auf 109,7 (Montag: 99) Millionen Aktien. Der Umsatz erhöhte sich auf 3,2 (2,5) Milliarden Euro. Die US-Börsen kamen hingegen nicht vom Fleck und notierten bei Handelsschluss in Europa nahezu unverändert. Der Dow-Jones-Index lag bei 11.399 Zählern, der S&P500 bei 1223 Punkten. Der Nasdaq-Composite stand bei 2581 Stellen.

Der Goldpreis ist dagegen weiter gestiegen und hat mit 1422,30 Dollar erneut ein Rekordhoch erreicht. Händler führten unter anderem die Sorge von Anlegern über die Schuldenlage einiger Euroländer an. Daneben trieben Inflationsängste die Investoren ins Gold. Nach der Entscheidung der Fed, den Banken zusätzlich Milliarden von Dollar zukommen zu lassen, fürchten viele eine weltweite Geldentwertung im großen Stil. Ein Abwertungswettlauf könnte drohen, warnen einige Analysten.

Ein Umsatz- und Ergebnisplus im dritten Quartal gab am deutschen Aktienmarkt Deutsche Post Auftrieb. Die Papiere des Bonner Konzerns gewannen mehr als vier Prozent. "Deutsche Post hat in unseren Augen starke Zahlen vorgelegt, was zeigt, dass die Profitabilität im Briefgeschäft besser ist als gedacht und dass in Sachen Wachstum bei DHL aufgeholt wird", urteilten die Equinet-Analysten.

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