Börse Frankfurt
Dax startet mit deutlichen Verlusten ins neue Jahr

2013 legte der Dax rund 25 Prozent zu. Und auch 2014 startete der Leitindex zunächst mit Gewinnen und einem neuen Rekordhoch. Doch später nahmen die Anleger Gewinne mit – und der Dax gab gegen Ende deutlich nach.
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FrankfurtDer Dax hat seine Rekordjagd vorerst beendet. In den ersten Handelsminuten des neuen Jahres stieg er zwar auf ein neues Allzeithoch von 9620 Zählern. Doch dann geriet der Leitindex ins Straucheln und fiel bis zum Abend um 160 Punkte auf 9392 Stellen. Der MDax verlor 0,35 Prozent, der TecDax schloss nahezu unverändert bei 1166 Punkten. Der Euro Stoxx 50 gab 1,58 Prozent nach.

Börsianer verwiesen auf die sehr geringen Umsätze. „Ich würde in die Bewegung nicht allzu viel hineininterpretieren“, sagte ein Händler. „Das ist im Moment ein Stochern im Nebel.“

Etwas auf die Stimmung gedrückt haben Börsianern zufolge auch enttäuschende Meldungen aus China. Die Wirtschaft des riesigen Landes bleibt weiter anfällig für Rückschläge: Der von der britischen Großbank HSBC ermittelte Stimmungsindikator der Einkaufsmanager in der Industrie rutschte im Dezember von 50,8 Punkte im Vormonat auf 50,5 Zähler. Die Abschwächung werfe einen Schatten auf die Nachfrage, schrieb Händlerin Anita Paluch von der Varengold Bank.

Die Vorgaben für den ersten Handelstag im neuen Jahr waren mager. Die Tokioter Aktienbörse blieb am Donnerstag geschlossen. Der Handel wird erst am 6. Januar wieder aufgenommen. Die Daten aus Shanghai deuten nach unten: Der Composite-Index notierte 0,4 Prozent im Minus. Chinas Industrie hatte im Dezember etwas an Fahrt verloren, wie die jüngsten Konjunkturdaten zeigten. An den US-Börsen hatten der Dow-Jones-Index und der S&P-Index am Montag und Dienstag zur Vorwoche noch leicht zugelegt. In New York war noch bis Silvester gehandelt worden.

Viele Anleger setzen für 2014 dennoch auf weiter steigende Kurse, nachdem der Dax 2013 rund 25 Prozent und 2012 sogar gut 29 Prozent zugelegt hatte. Allerdings halten viele auch Kursverluste für sehr wahrscheinlich. „Das war eine ziemlich unglaubliche Rally und irgendwann werden wir eine Korrektur sehen müssen, wenn voraussichtlich auch noch nicht im Januar“, prognostizierte Aktienstratege Peter Garnry von der Saxo Bank. Sein Kollege Markus Huber von Peregrine & Black vermutet, dass erst in der kommenden Woche die meisten Anleger aus den Weihnachtsferien zurück sein werden und sich dann für die beginnende US-Bilanzsaison positionieren werden.

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  • Ich habe den DAX zwischen dem x3 - x4 geschlagen, dämliche Abgeltungssteuer. Ohne Hebel! Einfach gute Aktienauswahl.
    DeltaOne,Realist etc. erinnern sich bestimmt noch an mich 2011 ;)

    Frohes Neues.

  • 2000 ging`s in den ersten Tagen sogar 820 Punkte in der Spitze runter,trotzdem gab´s im März ein noch neues ATH im Dax.Das es also anfangs runter geht,ist nicht neu.
    Bernd Förtsch tönte damals in n-tv:"Der Januarcrash ist da,der Januarcrash ist da...."-das war der beste Contraindikator.

  • Hi farmer!
    Ad 1) Aus dem Tagesschlusskurs eine Wahrscheinlichkeit für Intraday-Taktiken ableiten zu wollen, halte ich für nicht zielführend - die langfristig erfolgreichen Intraday-Taktiken haben einen Zeithorizont von einer bis wenigen Minuten. Alles andere ist i.d.R. Meinungshandel und nicht profitabel. Ferner kenne ich keinen, der jeden Tag des Handelsjahres erfolgreich beendet. Da hilft einem dann das money management.
    Ad 2) Langfristig richtig liegt der aktive Anleger, welcher den Index langfristig schlägt - was den wenigsten Fondsmanagern gelingt. Daher fehlt mir irgendwie der Glaube, das ein Privatanleger dies kann. Aber dafür gibt es ja dann noch die Spaßkomponente.
    P.S.: Und wer Calls mit langfristigem Anlagehorizont kauft, hat wirklich ganz schlechte Karten: Theta will kill you.
    Wünsche ebenfalls einen schönen Feierabend!

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