Börse Frankfurt
Dax startet schwach in den Juni

Der Juni beginnt verhalten für den Dax. Nach deutlichen Gewinnen der Vorwoche schaltet der Index nun einen Gang zurück. Das konnten auch die ersten Schnäppchenjäger, die in Aktion traten, nicht verhindern.

FrankfurtDie durchwachsene Stimmung in der chinesischen und europäischen Industrie hat den Dax am Mittwoch belastet. Zudem herrschte Unsicherheit vor wichtigen Wirtschaftsdaten aus den USA, die Einfluss auf die Zinspolitik der US-Notenbank haben dürften. Der Dax verlässt den Handel 0,6 Prozent tiefer bei 10.204 Punkten, hatte allerdings im abgelaufenen Monat Mai zwei Prozent hinzugewonnen.

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen sank zur Wochenmitte um 0,5 Prozent auf 20.668 Punkte, während der Technologiewerte-Index TecDax mit plus 0,04 Prozent auf 1695 Punkte auf der Stelle trat. Der EuroStoxx 50, der Leitindex der Eurozone, verlor 0,8 Prozent.

„Die Risikoaversion ist zurückgekehrt und die weltweit jüngsten Daten zur Stimmung in der Industrie müssen verdaut werden“, kommentierte Marktanalyst Michael Hewson vom Broker CMC Markets UK die getrübte Stimmung. In China war der offizielle Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe im Mai etwas besser als erwartet ausgefallen. Im Euroraum trübte sich die Stimmung wie erwartet etwas ein.

Kurz nach dem Handelsstart an der Wall Street rückten noch die Stimmungsdaten für die US-Industrie in den Fokus, bevor am Freitag der monatliche US-Arbeitsmarktbericht das marktbeherrschende Thema ist. Er gilt als wichtige Grundlage für die Zinsentscheidung der US-Notenbank (Fed). Gerätselt wird immer noch, ob es bereits im Juni zu einer ersten Anhebung in diesem Jahr kommen könnte. Schlechte Stimmung herrschte europaweit wieder in der Bankenbranche, die als einer der schwächsten Sektoren fast zwei Prozent einbüßte. Davon wurden auch die deutschen Werte erfasst.

Sehr schwach präsentierten sich auch die Versorgeraktien Eon (-3,1 Prozent) und RWE (-2,9 Prozent). Die Bundesregierung schließt bei der Finanzierung des Atomausstiegs mögliche Schlupflöcher für Energiekonzerne.

Die Papiere des Chemie- und Pharmaunternehmens Bayer gewannen 0,7 Prozent. Nach Ansicht von Konzernchef Werner Baumann ist für den anvisierten milliardenschweren Monsanto-Kauf ein langer Atem nötig. „Die geplante Übernahme von Monsanto wird kein Sprint, sondern sicherlich eher ein Marathon“, sagte er der „Wirtschaftswoche“.

Eine Analystenstudie beeinflusste im TecDax die Nordex-Aktien positiv. Sie profitierten von einer Empfehlung der US-Investmentbank Goldman Sachs und legten um 8,5 Prozent zu.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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