Börse Frankfurt
Dax stemmt sich gegen den Abwärtssog

Die ganze Woche warteten die Anleger auf die neuesten Daten vom US-Arbeitsmarkt. Die Zahlen waren zwar schwach, aber die Anleger reagieren besonnen. Der Dax geht mit leichten Gewinnen aus dem Handel. Vor allem Aktien der Commerzbank waren gefragt.
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HB FRANKFURT. Die anhaltende Schwäche des US-Arbeitsmarktes hat Anleger zum Wochenschluss die Lust auf deutsche Aktien genommen. Der mit Spannung erwartete September-Bericht vom Jobmarkt fiel schlechter aus erwartet, so dass Börsianer ein Eingreifen der Federal Reserve für immer wahrscheinlicher hielten. Der Dax notierte schloss nach einem lange Zeit richtungslosen Handel 0,3 Prozent im Plus bei 6 291 Punkten. Auf Wochensicht bedeutete das ein Plus von 1,29 Prozent für den Leitindex. Der MDax stieg um 0,88 Prozent auf 8 926 Punkte und setzte damit seinen Rekordkurs fort. Der TecDax verlor zwar 0,09 Prozent auf 773 Punkte, schloss damit aber auf seinem Tageshoch.

Während die Arbeitslosenquote in den USA im September überraschend stabil geblieben war, war die Zahl der Beschäftigten im vergangenen Monat um 95 000 zurückgegangen. "Prinzipiell sollte man diese Daten nicht überbewerten", sagte indes Marktanalyst Heino Ruland von Ruland Research. Im Vergleich zu den Arbeitsmarktzahlen werte er in einer Nachbetrachtung vielmehr positiv, dass der ISM Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor am Dienstag gut ausgefallen sei.

K+S-Titel sprangen an der Dax-Spitze um 3,90 Prozent auf 46,130 Euro hoch. Händler verwiesen auf Medienberichte, denen zufolge das US-Agrarministerium seine Erwartungen für die Maisernte im laufenden Jahr gesenkt habe und nun auch pessimistischer als der Markt sei. Die Prognosen für Sojabohnen lägen ebenfalls unter den Markterwartungen. Zudem gab es Börsianern zufolge vage Gerüchte am Markt, ein Interessent könnte 58 Euro je K+S-Aktie bieten.

Nach einem verhaltenen Start kletterten die Aktien der Commerzbank um 3,15 Prozent auf 6,346 Euro hoch. Das "Handelsblatt" hatte berichtet, dass die für November vorgesehene Kapitalerhöhung angesichts des niedrigen Aktienkurses erst einmal auf Eis gelegt worden sei. MAN-Titel verloren nach einer Abstufung durch die UBS am Indexende 2,24 Prozent auf 77,21 Euro.

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