Börse Frankfurt
Dax taumelt ins Ziel

In Frankfurt ging es heute wechselhaft zu. Zunächst sorgten starke Zahlen aus Übersee und Deutschland für steigende Kurse, später rückte die Ukraine-Krise in den Fokus. Der Dax beendet den Handel kaum verändert.
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FrankfurtAn den Börse müsste es eigentlich blendend laufen – wenn da nicht die Ukraine wäre. Die sich immer weiter verschärfende Krise lässt einige Aktionäre zweifeln und sorgte beim Dax heute für sprunghafte Bewegungen. Nach einer Achterbahnfahrt beendete der Leitindex den Handel mit einem leichten Plus von 0,1 Prozent auf 9548 Punkten. Zuvor rauschte der Dax über ein Prozent ins Minus. Zu Ende profitierte der Deutsche Aktienindex von den sich erholenden US-Börsen. „Die leicht anziehenden Kurse an der Wall Street helfen uns“, sagte ein Händler.

Die zweite Reihe folgte dem Dax auf seinem unbeständigen Weg. Nach mehreren Auf und Abs beendete der MDax den Handel mit einem Minus von 0,1 Prozent auf 16.275 Punkte. Der TecDax gab seine Gewinne ab und ging mit einem Minus von 0,1 Prozent bei 1223 Punkten aus dem Handel.

Auslöser des wechselhaften Handels waren Aussagen Wladimir Putins, nach denen Russland gegen die Ukraine militärische Optionen in Erwägung ziehen könnten, gesetzt der Fall, die Regierung in Kiew würde weiterhin die militärischen Einsätze gegen die prorussischen Separatisten im Osten des Landes fortsetzen. Sollte sie ihre sogenannte aktive Phase beginnen und Soldaten gegen die Bevölkerung eingesetzt haben, wäre dies nicht angemessen, sagte er. „Dies wäre schlicht eine Strafaktion, und sie wird natürlich Folgen haben für diejenigen, die die Entscheidung gefällt haben.“

Kurz nach der Pressekonferenz ließ Putin seinen Worten Taten folgen. Nahe der Grenze zur Ukraine haben russische Streitkräfte nach Angaben von Verteidigungsminister Sergej Schoigu erste Manöver gestartet.

Im Anschluss brachen die Kurse an den Börsen in New York und Frankfurt ein, während die Gold- und der Ölpreise anzogen. Rohöl der Sorte Brent verteuerte sich um 0,6 Prozent auf 109,86 Dollar. Der Preis für eine Feinunze Gold stieg um 0,5 Prozent auf 1289,40 Dollar.

Doch trotz aller Sorgen um die Krise in der Ukraine blicken die deutschen Manager optimistisch in die Zukunft. das belegten heute die neuesten Zahlen zum Ifo-Konjunkturklimaindex. Das Barometer stieg von 110,7 Zählern im März auf 111,2 Punkte im April, wie das Ifo-Institut am Donnerstag zu seiner Umfrage unter rund 7000 Managern mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Rückgang auf 110,5 Zähler gerechnet.

„Deutschland befindet sich im Aufschwung“, erklärte Ifo-Experte Klaus Wohlrabe Reuters. „Die Auftragsbücher sind voll, der Export funktioniert.“ Die Krise zwischen Russland und dem Westen wirke sich im Moment zwar nicht auf die deutsche Wirtschaft aus. „Sie ist aber ein Faktor im Hintergrund“, betonte Wohlrabe.

Apple verzeichnet einen starken Absatz seines Smartphones und kündigte eine Dividendenanhebung und die Aufstockung des Aktienrückkaufprogramms an. „Die Zahlen geben dem Markt neuen Optimismus“, sagte Aktienhändler Markus Huber vom Brokerhaus Peregrine & Black. Die im Nasdaq gelisteten Apple-Aktien verteuerten sich im US-Geschäft um 8,1 Prozent.

Kommentare zu " Börse Frankfurt: Dax taumelt ins Ziel"

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  • Es ist eigentlich ganz einfach:Oberhalb der 9600-9700 geht dem DAX regelmäßig die Puste aus und er dreht nach Süden ab,es wäre schon ein Wunder,wenn er nochmal,aber dann wieder nur kurzzeitig, die 9700 schaffen sollte.An eine Einstellung des ATH´s aus dem Januar,glaube ich nicht mehr.Aber selbst wenn,es spielt am Ende keine Rolle mehr,denn das wir innerhalb der nächsten 3 Jahre wieder die 5000 sehen,steht fest.Dafür gibt es tausend gute Gründe!
    Kurzzeitig,hätte ich mir gewünscht,dass wir heute die 9695 wieder sehen und dann erst abprallen,aber Putin hat das heute mittag vereitelt,so ging es halt eher abwärts.Die Börse sucht sich auch immer ihre "nachgeschobene Begründung",wenn sie merkt,das nachfolgende Käufer am Markt fehlen.
    Das ist aber immer nur der Anlass,nie die Ursache einer Bewegung.Ähnlich wie im März 2000,da war´s halt das "Barrons Magazin" mit ihrer Todesliste,das den auslösenden Impuls der Abwärtsbewegung gab.

  • Ach ja, wer hier noch nicht genug hat, der kann ja mal ins WP-Forum schauen.

    Traurig, was die Jungs sich auf Grund des aktuellen Anlagenotstands schon teilweise ins Depot packen. Jede Mittelstands- und Hybrid-Anleihe, die bei 3 nicht schnell genug aufm Baum ist, Türkische Lira Anleihen österreichischer Banken etc.

    Zum Glück sind die Maschinen ja weiterhin auf UP programmiert sonst würde das alles sehr stark an 2007 erinnern.

    So jetzt aber...

  • Doch, doch. Das habe ich verstanden. Sag ich doch.

    Vergiss Markowitz, Sharpe, Shiller, Fama/French etc.

    Ohne Herz wären wir alle nur Maschinen.

    So, mir reichts für heute. Schönen Feierabend.

    P.S.: Gibt's heute trotz der vielen Sonne den Schattenmarkt?

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