Börse Frankfurt
Dax trotzt dem „Angstmonat“

Der Dax konnte heute zwar nicht im Plus schließen, auf Monatssicht präsentiert er sich allerdings in prächtiger Verfassung. Die kommenden Tage könnten dennoch problematisch werden. Vor allem aus den USA droht Ungemach.
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FrankfurtEs bleibt eben doch eine Theorie und die wird in der Praxis mal wieder nicht bestätigt: Der September, der unter Börsianern als „Angstmonat“ gilt, gehört in diesem Jahr bislang zu den besten Monaten überhaupt. Der Dax erreichte in diesem Monat nicht nur sein neues Allzeithoch von 8770 Punkten, sondern legte auch eine ordentliche Monatsbilanz hin. In den vergangenen 30 Tagen kletterte der Leitindex um knapp acht Prozent – die beste September-Performance in der Geschichte des Deutschen Aktienindex.

Zum Abschluss des Monats geriet der Dax allerdings unter Druck. Schon zu Handelsbeginn zogen am Montag negative Meldungen aus Italien und den USA den Leitindex ins Minus. Zwischenzeitlich sorgte die schwache Eröffnung der Wall Street für größere Verluste. Sein Tagestieg markierte der Dax bei 8547 Punkten. Gegen Ende konnte der Index seine Verluste etwas reduzieren und schloss bei einem Kurs von 8594 Punkten knapp 0,8 Prozent tiefer.

In der zweiten Reihe fielen die Verluste geringer aus. Der MDax sank um 0,3 Prozent auf 15.034 Punkte. Der TecDax gab 0,4 Prozent nach auf 1083 Zähler. Aus Übersee bahnen sich Schwierigkeiten an. Finden die zerstrittenen Demokraten und Republikaner keinen Kompromiss im US-Haushaltsstreit, droht ein finanzieller Kollaps. Gelingt bis zum Beginn des neuen Haushaltsjahres heute um 0.00 Uhr keine Lösung, kommt es zum gefürchteten „government shutdown“. Bis zu eine Million Bundesangestellte müssen dann in den Zwangsurlaub. Noch viel kritischer wäre die Lage an den Anleihemärkten, da die USA ohne eine Anhebung der Schuldenobergrenze ihre Staatspapiere nicht mehr bedienen könnten.

Im US-Etatstreit sei zwar bislang keine Einigung in Sicht, schrieben die Analysten der Essener National-Bank in einem Kommentar. „Man soll die Hoffnung aber nicht ganz aufgeben: 'Eigentlich kann kaum einem Politiker etwas daran liegen, für massive Einschränkungen im Staatsapparat sowie deren ökonomischen Folgen verantwortlich zu sein.“ Einziger Lichtblick ist der Einkaufsmanagerindex aus Chicago, der mit 55,7 Punkten höher als erwartet notiert. Experten prognostizierten einen Wert von maximal 53,7.

Doch nicht nur die USA bereiten den Anlegern Sorgen. Gerade die ungewisse Zukunft in Italien belastet den Handel an den europäischen Börsen. Denn Silvio Berlusconi sorgt mal wieder für Aufruhr. Die Minister seiner Partei verlassen das Kabinett und stürzen die Regierung um Enrico Letta an der Rand von Neuwahlen. Am Mittwoch wird das Parlament voraussichtlich die Vertrauensfrage stellen. Letta hofft auf Abweichler aus dem Berlusconi-Lager und bei der Opposition.

„Sollte in Italien durch einen Regierungswechsel, durch Neuwahlen oder sonst wie die Reformpolitik endgültig zu Grabe getragen werden, steht die Rettungsstrategie Europas mal wieder auf dem Prüfstand“, sagte Commerzbank-Analyst Ulrich Leuchtmann.

An den Börsen reagierten die Anleger geschockt. Der Leitindex in Mailand rauschte zu Beginn mit 2,5 Prozent in die Tiefe, konnte sich beim Handelsschluss aber mit minus 1,2 Prozent fangen. Auch auf dem Anleihemarkt waren die Investoren auf dem Rückzug. Der BTP-Future fällt zur Eröffnung um bis zu 166 Ticks auf 108,79 Punkte. Im Gegenzug stieg die Rendite der zehnjährigen Bonds von 4,424 auf 4,575 Prozent am Freitag.

Wie groß die Nervosität an den Märkten ist, zeigt auch der VDax. Dieser Index misst die Volatilität an der Börse in Frankfurt und ist damit ein Indikator für die Nervosität an den Börsen. Der Index schloss mit satten elf Prozent und notierte damit so hoch wie zuletzt vor zwei Wochen.

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  • Ähm: 1/9+1/9+1/9. mea culpa...

  • Hier kann aber etwas nicht stimmen: 1/3 + 1/3 + 1/6 + 1/6 + 1/6 = 7/6 ;-)

  • 1/6 raus, +60 Dow-Punkte. Aber es geht ja immer nur UP. Toy-Trottel...

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