Börse Frankfurt: Dax verabschiedet sich mit Rekordrally ins Wochenende

Börse Frankfurt
Dax verabschiedet sich mit Rekordrally ins Wochenende

Nach den ruhigen Handelstagen der vergangenen Wochen meldete sich der Dax am Freitag fulminant zurück. Getrieben vom schwachen Euro und weiterhin billigem Notenbankgeld trieben die Anleger den Dax von Rekord zu Rekord.
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FrankfurtNach drei Wochen des Müßiggangs hat den Dax das Rekordfieber gepackt. Einer Bestmarke folgte am Freitag der nächsten. Treibstoff für die Rally lieferten - wie sollte es auch anders sein - die Notenbanken - oder zumindest, die Hoffnung der Anleger auf eben diese. Denn die Börsianer rechnen weiterhin mit frischen Geld und niedrigen Zinsen. Direkt damit verbunden: Die Euro-Abwertung, die vor allem die deutsche Exportwirtschaft ankurbelt. Am Ende ging der Dax bei 12.374 Punkten 1,7 Prozent fester aus dem Handel. Sein neues Allzeithoch markierte der Leitindex bei 12.390 Zählern.

Zur Wochenmitte hatten die Sitzungsprotokolle der Federal Reserve eine Zinserhöhung in naher Zeit vorerst nicht in Aussicht gestellt. Auch die jüngsten - etwas schwächeren - US-Arbeitsmarktdaten deuten auf die Zinswende erst im dritten oder vierten Quartal 2015 hin Jahres 2015 hin. So schrieben die Analysten der Essener National-Bank:„ Die Wahrscheinlichkeit, dass der erste Zinsschritt nun bereits im Juni erfolgen könnte, hat abgenommen, ausgeschlossen ist das aber nach wie vor nicht.

Doch die Notenbankgeldlfut sorgte nicht nur mittelbar für Rekordlaune in Frankfurt. Händler sahen den Grund für die Freitagsaufschläge auch im schwachen Euro. Die Gemeinschaftswährung verlor weitere 0,3 Prozent und stand am Vormittag bei 1,0625 Dollar. Unter den Wirtschaften Europas gilt Deutschland mit seiner Exportindustrie als der größte Profiteur der Euro-Abwertung. Und genau dies spiegelt der Dax wieder. Seit dem Start des Anleihekaufprogramms der Europäischen Zentralbank am 22. Januar des Jahres hat der Dax ganze 18,8 Prozent zugelegt.

Zuversichtlich zeigen sich die Anleger auch mit Blick auf die anlaufende Berichtssaison in den USA, die am Donnerstag traditionell mit dem Aluminiumhersteller Alcoa eingeläutet wurde. Der Dow-Standardtitel konnte zwar in die Gewinnzone zurückkehren, doch angesichts eines schwachen Nachfrage-Ausblicks trennten sich die Anleger vom Papier. Gespannt blicken die Investoren in die Bücher der US-Unternehmen, lassen jüngste Schätzungen doch nur noch ein schwaches Wirtschaftswachstum für die ersten Monate des Jahres erwarten.

Auch in der zweiten Frankfurter Reihe gab es starke Zahlen zu verbuchen. Der MDax tat es seinem großen Bruder gleich und erreichte mit einem Plus von 1,1 Prozent ebenfalls ein Rekordhoch. So kamen die Mittelwerte auf einen Kurs von 21.603 Punkten. Der TecDax rückte 1,6 Prozent vor auf 1674 Zähler. Der Leitindex der Eurozone, der Euro-Stoxx-50 gewann 0,9 Prozent und lief bei 3814 Stellen.

In New York nahm die Wall Street ebenfalls an Fahrt auf, wenn auch etwas gedrosselte. Zum Frankfurter Handelsschluss notierte der Dow-Jones-Index 0,5 Prozent fester bei 18.051 Punkten. Unter den Dow-Standardtiteln sorgte General Electric mit einem Megadeal für Aufmerksamkeit. Der Konzern verkauft nahezu sein gesamtes Gewerbeimmobilien-Geschäft für 26,5 Milliarden Euro, unter anderem an den Finanzinvestor Blackstone.

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  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Kursdax ATH erreicht.
    Wir eilen also nicht von Rekord zu Rekord. Wir haben jetzt, 14 Jahre später das alte ATH geknackt.
    Wenn Sie jetzt mal die Gewine der companies damals und heute vergleichen wird auch gleich klar dass noch Luft nach oben ist.

  • Das ist keine "Blase": das werden Ergebnisse sinnfrei wirkenden herumvagabundierenden Kapitals sein, das aus seiner Phantasielosigkeit den kommenden Weltkrieg herbeizufabulieren zu suchen scheint.

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