Börse Frankfurt
Dax verfehlt Schlussrekord ganz knapp

Der deutsche Aktienindex hat am Mittwoch einen erneuten Schlussrekord um Haaresbreite verfehlt. Der Index schloss auf dem Niveau des Vorabends. Anleger sehen das Erreichen des Allzeithochs dennoch in greifbarer Nähe.
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FrankfurtBörsianer warteten am Mittwoch gespannt auf das Erreichen eines neues Allzeithochs. Am Abend blieb dem Dax allerdings die Puste weg. Der Dax schloss unverändert bei 9754 Punkten. Damit bleibt das Allzeithoch bei 9794 Punkten in Sichtweite. „Insgesamt bleibt die Stimmung positiv, auch wenn sich so mancher Marktteilnehmer höhere Umsätze wünschen würde“, urteilte Markus Huber, Analyst beim Brokerhaus Peregrine & Black.

Der MDax fiel um 0,4 Prozent auf 16.530 Punkte, für den TecDax ging es um 0,2 Prozent auf 1239 Zähler nach unten. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 0,1 Prozent.

„Lange wird es wohl nicht mehr dauern, bis der Dax neue Rekorde aufstellt - dann dürfte auch die magische 10.000-Punkte-Marke schnell fallen“, sagte ein Börsianer. Christian Henke, Analyst bei IG Markets erläuterte, mit dem Fall des Rekordhochs wären alle charttechnischen Widerstände schnell eliminiert. Die Entwicklung in der Ukraine ist Börsianern zufolge derzeit zwar in den Hintergrund gerückt. Doch steht am 25. Mai die Präsidentenwahl in der Ukraine an, deren Legitimität von Russland in Zweifel gezogen wird.

Für Unterstützung der Kurse sorgte ein Reuters-Exklusiv-Bericht, wonach die Europäische Zentralbank (EZB) für Juni unter anderem eine Zinssenkung gegen die Euro-Stärke und drohende Deflation vorbereitet. Die Gemeinschaftswährung notierte am Mittwoch kaum verändert über der psychologisch wichtigen 1,37-Dollar-Marke, zog angesichts gedämpfter Spekulationen auf eine Zinserhöhung in Großbritannien zum Pfund Sterling aber auf 81,83 von 81,41 Pence am Vortag an.

Auch die US-Börsen verzeichneten am Mittwoch leichte Verluste. Der Dow Jones der Standardwerte notierte zuletzt 0,3 Prozent im Minus bei 16.663 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,2 Prozent auf 1894 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab 0,2 Prozent auf 4121 Punkte nach. In Japan belasteten Gewinnmitnahmen die Börse: Der Nikkei-Index gab am Mittwoch 0,3 Prozent. Der Shanghai-Composite in China rückte dagegen um 0,2 Prozent vor.

Die Industrie in der Euro-Zone hat ihre Produktion im März gedrosselt. Die Firmen stellten wie von Experten erwartet 0,3 Prozent weniger her als im Vormonat, wie das Statistikamt Eurostat am Mittwoch in Brüssel mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es mit 0,1 sogar erstmals seit August 2013 einen Rückgang. „Die Schwächephase hielt auch im März an“, sagte Commerzbank-Analyst Christoph Weil. Im laufenden zweiten Quartal zeichne sich ebenfalls wenig Schwung ab, da die Bauwirtschaft wegen des milden Winters viele Aufträge bereits abgearbeitet habe. Johannes Mayr von der BayernLB ergänzte, zuletzt habe die Stimmung der Firmen unter der Ukraine-Krise gelitten.

Höhere Preise für Pauschalreisen rund um die Osterfeiertage haben die Inflation in Deutschland im April erstmals in diesem Jahr nach oben getrieben. Die Verbraucherpreise stiegen um durchschnittlich 1,3 Prozent zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Zuvor hatte sich die Teuerungsrate drei Monate in Folge abgeschwächt, wodurch sie im März mit 1,0 Prozent auf den niedrigsten Stand seit dreieinhalb Jahren gefallen war.

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  • Die Hausse nährt die Hausse.

  • Habe gerade einen Teil meiner Ersparnisse aufgegessen.
    Mmmmmhh - lecker Ravioli.
    Aber ich muss Obacht geben, denn sonst habe ich nichts mehr, wenn es losgeht.

  • "Er sprach davon "short" gegangen zu sein ohne entsprechende Longposition - also gibts nix zum Absichern und es ist nur eine Wette auf fallende Kurse."
    Beim "Naked Short-Selling" verkauft Aktien leer, die man sich nicht vorher über die Wertpapierleihe oder anders geliehen hat. ;) Das hat mit Absicherung gar nichts zu tun. Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette 

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