Börse Frankfurt
Dax verliert fast 100 Punkte

Nur kurz sah es so aus, als würde sich der Dax stabilisieren. Doch selbst reihenweise gute Geschäftszahlen konnten den Index nicht in der Gewinnzone halten. Der Index geht Richtung 9800 Punkte.

FrankfurtDer Dax hat seine jüngsten Verluste am Mittwoch ausgeweitet. Der Leitindex beendete den Handel mit einem Abschlag von ein Prozent auf 9828 Punkte. Zunächst positiv aufgenommene Quartalszahlen großer Konzerne und allenfalls durchwachsene Konjunkturdaten lieferten keine nachhaltige Unterstützung. Weil auch die Wall Street am Mittwoch erneut schwächer tendierte, habe der Dax keine Chance gehabt, sich zu stabilisieren, kommentierte Jochen Stanzl, Marktanalyst bei CMC Markets.

Für den Index der mittelgroßen Werte MDax ging es um 0,6 Prozent auf 19 921 Zähler abwärts. Der Technologiewerte-Index TecDax gab unter dem Druck eines Kurseinbruchs beim Chiphersteller Dialog Semiconductor um rund ein Prozent auf 1599 Punkte nach.

Im Fokus stehen heute eine ganz Reihe deutscher Vorzeigeunternehmen. Positiv verlief das abgelaufene Quartal für den Technologieriesen Siemens. Während Konkurrenten wie GE und ABB schwächelten, stieg der Umsatz bereinigt um sieben Prozent auf rund 19 Milliarden Euro. Zwar sank der Nettogewinn von 3,9 auf 1,5 Milliarden Euro. Doch das liegt vor allem an Verkaufserlösen im Vorjahreszeitraum. Aktionäre honorierten dies: Die Aktie legte am Morgen um knapp zwei Prozent zu und stand zuletzt 1,4 Prozent höher.

Auch die Deutsche Telekom konnte in den ersten drei Monaten dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ihren Umsatz um 4,7 Prozent auf auf 17,6 Milliarden Euro steigern. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen,Steuern und Abschreibungen (bereinigtes Ebitda) stieg um 12,9 Prozent auf knapp 5,2 Milliarden Euro. Damit übertraf die Telekom die Erwartungen der Analysten leicht. Die Anleger haben sich da anscheinend zu Gewinnmitnahmen entschlossen. Dieb Aktie stand zuletzt 2,1 Prozent im Minus.

Ein rückläufiger Umsatz und gesenkte Ziele für die Klebstoff-Tochter Tesa haben Anleger am Mittwoch hingegen nicht vom Einstieg bei Beiersdorf abgehalten. Die Aktien des „Nivea“-Anbieters verloren 1,7 Prozent. DZ-Bank-Analyst Thomas Maul verwies auf das überraschend starke Endverbraucher-Geschäft. Außerdem wertete er die Bekräftigung der Ziele für den Gesamtkonzern positiv. Dank starker Marken, zu denen neben „Nivea“ auch „Hansaplast“ oder„Labello“ gehören, und neuer Produkte werde Beiersdorf voraussichtlich Marktanteile gewinnen. Darüber hinaus erwarte er weitere Einsparungen und damit eine höhere Ertragskraft.

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