Börse Frankfurt
Dax verliert mehr als 200 Punkte

Die deutschen Automobilhersteller stehen im Verdacht, sich bei der Abgassäuberung ihrer Motoren abgesprochen. Investoren werfen massenhaft alle entsprechenden Aktien aus ihrem Depot - allen voran Volkswagen.
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FrankfurtDer steigende Euro hat am Freitag den europäischen Aktienbörsen den Wind aus den Segeln genommen. Vor allem der Dax bekam die Sorgen der Anleger vor den Folgen eines höheren Wechselkurses für die Exportunternehmen - wie die Autobranche - zu spüren. Der deutsche Leitindex rutschte bis zum Handelsschluss bei hohem Umsatz um 1,7 Prozent auf 12.240 Zähler ab. Zwischenzeitlich rutschte das Börsenbarometer unter die Marke von 12.220 Punkten.

Damit summiert sich der Wochenverlust auf mehr als drei Prozent. Der Euro Stoxx 50 fiel um 1,5 Prozent auf 3445 Punkte. Zugleich klettert der Euro in der Spitze um etwa einen halben US-Cent auf ein Zwei-Jahres-Hoch von 1,1677 Dollar. Der weiter schwelende Diesel-Skandal sorgte bei den deutschen Autowerten für zusätzlichen Druck.

„Die Anleger in Europa spüren, dass die Zeit des billigen Geldes schneller vorbei sein könnte als bislang angenommen“, sagte Marktanalyst Jochen Stanzl vom Londoner Brokerhaus CMC Markets. Die EZB hatte auf ihrer Zinssitzung am Donnerstag - anders als von manchen Experten erwartet - zwar keinen weiteren Mini-Schritt in Richtung Eindämmung der Geldflut gewagt.

Notenbank-Chef Mario Draghi kündigte aber an, im Herbst darüber zu diskutieren. Laut Insidern peilt die EZB derzeit die Zinssitzung im Oktober als wahrscheinlichsten Termin für eine Entscheidung über die Zukunft der billionenschweren Anleihenkäufe an. Schon seit Jahresbeginn ist der Euro im Aufwärtstrend und hat rund zehn Prozent gegenüber Ende 2016 aufgewertet.

Ein Teil der Euro-Stärke kommt nach Einschätzung von Börsianern auch daher, dass sich der Dollar wegen der Querelen in der US-Politik um Präsident Donald Trump abgeschwächt hat. Der Dollar-Index, der den Wert des „Greenback“ im Vergleich zu sechs anderen wichtigen Währung misst, rutschte auf den tiefsten Stand seit 13 Monaten ab. Für die Eröffnung an der Wall Street signalisierten die US-Futures ebenfalls nachgebende Kurse.

Für zusätzlichen Druck sorgte der Verfall von Index- und Aktienoptionen an den Terminmärkten.

Neben dem Euro, der wechselkursbedingt Mercedes & Co beispielsweise auf dem US-Markt teurer macht, setzte die nicht enden wollende Diskussion um die Zukunft es Diesel den Autoherstellern zu: Allen voran im Rückwärtsgang fuhren die Aktien von VW, wo der Diesel-Skandal vor rund zwei Jahren seinen Anfang genommen hatte. Die Papiere brachen um 3,6 Prozent auf 137,75 Euro ein. Zwischenzeitlich lag das Minus bei fast fünf Prozent.

Der „Spiegel“ berichtete, die deutschen Autobauer hätten sich bei den Abgasnormen abgesprochen. VW habe vor gut einem Jahr bei der Kartellbehörde einen entsprechenden Schriftsatz eingereicht. Aber auch BMW und Daimler sowie in Paris Renault und Peugeot kamen mit Abschlägen von je rund 2,5 Prozent unter die Räder wie auch zahlreiche Zulieferer.

Auch die Finanzwerte standen auf den Verkaufszetteln. Commerzbank und Deutsche Bank verloren 2,3 und 1,6 Prozent. Auch rund zehn Jahren nach Ausbruch der Finanzkrise seien die Anleger mit der Branche noch nicht wieder versöhnt, sagten Händler. Experten raten weiter zur Vorsicht beim Kauf von Banktiteln. Größter Verlierer im Dax war allerdings die Infineon-Aktie mit einem Minus von 4,7 Prozent.

Die im MDax gelisteten Aktien von Hochtief fielen um 5,6 Prozent. Der spanische Mutterkonzern ACS will möglicherweise für den Autobahnbetreiber Abertis bieten, für den der italienische Infrastrukturkonzern Atlantia im Mai ein 16,3 Milliarden Euro schweres Übernahmeangebot vorgelegt hatte. Einem Medienbericht zufolge könnte die Offerte über Hochtief vorgenommen werden. „Der Kurs wird sicherlich von Sorgen belastet, dass ACS dann kein Geld mehr haben könnte, um den Rest von Hochtief zu kaufen“, sagte ein Händler.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • .......eine große Bitte an die Verantwortlichen.......des Handelsblatts......

    .....machen Sie bitte Spalten auf.....und senden Berichte.....wo der Normalo....also der Bürger dieser Republik.....seine Meinung... kundtuen kann.....

    ....es dient auch letztlich......Ihrem Blatt.....Ihrer guten Zeitung....Ihrem Engagement....rund um die Wirtschaft......danke......

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