Börse Frankfurt
Dax verpasst Wochenplus deutlich

Lange Zeit hatte es so ausgesehen, als ob der Dax seine am Donnerstag gestartete Erholung am Freitag fortsetzt. Doch im späten Handel sorgten schwache US-Daten für ein dickes Minus. Der Dax verliert genau ein Prozent.
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FrankfurtDem Dax ist zum Wochenausklang die Puste ausgegangen. Die Anleger hatten sich am Freitag aufgemacht, dem Dax noch ein Wochenplus zu bescheren. Und über weite Strecken sah es auch so aus, als ob dem Optimismus der Investoren ein Befreiungsschlag gelingen könnte. Doch im Laufe des Handels ebbte der Schwung ab, bis am Nachmittag schwache US-Konjunkturdaten gar für eine Kehrtwende sorgten. Am Ende schloss der Dax ein Prozent leichter bei 11.447 Punkten.

Diese Wende ließ sich nur allzu gut am Devisenmarkt veranschaulichen. Während der Euro am Freitag zeitweise um bis zu 0,7 Prozent gefallen war, folgte der Dax einem positiven Trend. Bis zu 0,5 Prozent ging es zeitweise rauf für die Frankfurter Benchmark. Die exportgetriebene deutsche Wirtschaft profitiert wie keine andere in Europa von einer schwachen Gemeinschaftswährung. Als dann aber mäßige Zahlen zur US-Industrieproduktion aus Washington kamen, verlor der Dollar deutlich. Zuletzt stand der Euro 0,2 Prozent fester bei 1,1434 Dollar.

Angesichts der mäßigen US-Konjunkturdaten, die sich im Frühjahr schon angehäuft haben, scheint es immer wahrscheinlicher, dass die Federal Reserve noch etwas Zeit verstreichen lassen wird, bis sie die Zinswende einläutet. Nach dem Gros der Anleger ist der Frühsommer als möglicher Termin für die Leitzinserhebung vom Tisch, aber auch der September - während der Spekulationen der am meisten gefallene Termin - wackelt.

Anders als der Leitindex konnte die zweite Frankfurter Reihe ihr Vortagsniveau verteidigen. Der MDax der Nebenwerte legte 0,1 Prozent zu auf 20.591 Zählern. Auch der TecDax konnte entgegen des Trend minimal steigen, trat mit 1669 Zählern aber letztlich auf der Stelle. Der Leitindex der Eurozone hingegen fügte sich dem Umfeld: Der Euro-Stoxx-50 notierte 0,9 Prozent niedriger bei 620 Stellen. In New York kam ein träger Dow-Jones-Index nicht in Fahrt. Der Standardwerte-Titel lag zum Frankfurter Handelsschluss 0,1 Prozent leichter bei 18.232 Zählern.

Auch, wenn der ein oder andere Aktionär den Freitag nach Christi Himmelfahrt als Brückentag für ein verlängertes Wochenende nutzte und die Handelsumsätze etwas geringer ausfielen: Für genügend Spannung, zumindest bei den Einzelwerten, sorgte der kleine Verfall. Am Freitag liefen am Terminmarkt einzelne Optionen aus. Dabei kann es zu abrupten Kurssprüngen kommen, versuchen doch Profi-Anleger, den Kurs der Papiere, auf die sie Derivate halten, in eine für sie günstige Richtung zu lenken.

Insgesamt erinnerte die Entwicklung der Kurse an die vorige Woche. Auch da sorgten schwache US-Konjunkturdaten für einen Absturz am Montag. Wiederum waren es souveräne Daten aus den Staaten, die die Wende zum Wochenausklang brachten. So auch gestern, als die geringe Anzahl von Erstanträgen an die amerikanische Arbeitslosenhilfe, die Märkte beflügelte. Der Unterschied aber: Diese Woche konnten die wichtigen US-Daten eben nicht überzeugen. Dementsprechend stand nun auf Wochensicht ein Minus zu Buche.

Erwähnenswert auch noch die Vorgaben aus Fernost. Während die Tokioter Börse und der Hongkonger Hang Seng wie auch die anderen Weltbörsen leicht vorgerückt waren, war der Shanghai Composite deutlich abgerutscht. Grund dafür waren Aussagen von staatlichen Regulierern. Börsianer deuteten Aussagen der chinesischen Wertpapieraufsichtsbehörde als Anzeichen dafür, dass die Behörde vorhabe, den Markt für weitere Börsengänge etwas abkühlen zu lassen. So sprach der Vorsitzende der Regulierer von „genügend Liquidität auf dem Markt, um IPOs auch ohne weitere Maßnahmen zu stemmen“. Hier sollte in nächster Zeit ein Augenmerk liegen.

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Anleger bei ThyssenKrupp machen Kasse

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