Börse Frankfurt
Dax verteidigt Gewinne – Commerzbank verliert deutlich

Der deutsche Aktienmarkt rettet sich mit leichten Gewinnen ins Ziel. Zum Börsenschluss kann der Dax sein Vortagesnivau verteidigen. Die Anleger halten sich heute zurück, nicht einmal der gute Start des Dow Jones wirkte nachhaltig. Einzelne Titel mussten trotzdem Federn lassen, etwa die Aktien der Commerzbank.
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HB FRANKFURT. Nach einem behäbigen Handelstag können die Anleger aufatmen: Der Dax konnt die enormen Gewinne von gestern verteidigen. Die wichtigsten deutschen Aktienindizes haben am Mittwoch nach einem ruhigen Handel kaum verändert geschlossen. Ohne wesentliche Impulse hatte sich der Markt lange Zeit seitwärts bewegt. Auch Kursgewinne an der Börse in New York sorgten nur kurz für etwas frischen Wind in Frankfurt. Der Dax rückte am Ende um minimale 0,09 Prozent auf 5 781 Zähler vor und für den MDax der mittelgroßen Werte ging es um 0,02 Prozent auf 7 326 Zähler nach unten. Der TecDax legte um ebenfalls 0,09 Prozent auf 802 Zähler zu. Das Handelsvolumen im Dax fiel auf 108,8 (Dienstag: 116,6) Millionen Aktien. Der Umsatz belief sich auf 3,03 (3,2) Milliarden Euro.

"Kurz vor Jahresende schließen einige Anleger bereits ihre Bücher", kommentierte Händler Udo Becker von Merck Finck. Am Nachmittag hatten sich die Notierungen noch einmal aufgebäumt, nachdem der Dow-Jones-Index ein neues Jahreshoch markiert hatte. Doch angesichts enttäuschender US-Konjunkturdaten währte die Freude darüber nur kurz. In den USA ist die Beschäftigung im Privatsektor im November dem Arbeitsmarkt-Dienstleister Automatic Data Processing (ADP) zufolge etwas stärker zurückgegangen als erwartet.

MAN-Aktien waren im Dax mit plus 1,71 Prozent auf 52,99 Euro recht gefragt. Händler sprachen von einer Erholungsbewegung. Zudem stufte Equinet die Aktie von "Accumulate" auf "Buy" hoch. Am Vortag hatten die Titel des Maschinenbau- und Nutzfahrzeugkonzerns belastet von Gerüchten und dem Aderlass in der Führung sehr schwach auf dem niedrigsten Stand seit Anfang September geschlossen.

Andere Autowerte zeigten sich am Mittwoch dagegen uneinheitlich nach den US-Absatzzahlen, die Signale für eine Trendwende auf dem US-Automarkt im November verstärkt hatten. Zu den Gewinnern zählten neben den asiatischen Herstellern auch Volkswagen und Daimler . Die Nobelmarken Audi und Porsche verbuchten ebenfalls einen besseren Absatz als vor einem Jahr. Dagegen verloren die US-Hersteller weiter Marktanteile. Auch BMW musste erneut einen Rückschlag einstecken. Ein Händler sagte: "Die Zahlen stützen heute die Aktien vieler deutscher Autobauer."

BMW konnte aber wegen rückläufiger Verkäufe des Mini mit den anderen Herstellern nicht Schritt halten. Die Aktien des Münchener Autobauers gaben um 1,46 Prozent auf 31,655 Euro nach, VW-Stämme sanken um 2,43 Prozent auf 79,47 Euro. Im Moment gilt das Interesse aber eher den als Dax-Kandidat geltenden VW-Vorzugsaktien, die um 3,58 Prozent auf 61,63 Euro anstiegen. Daimler gewannen 0,21 Prozent auf 35,18 Euro und Porsche 0,17 Prozent auf 46,63 Euro.

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