Börse Frankfurt Dax vor Fed-Ausblick im Plus

Optimistische Wirtschaftsdaten schieben den Dax am Dienstag ins Plus. Gespannt blicken die Anleger nach New York. Dort wird die US-Notenbank am Mittwoch zu ihrer Geldpolitik Rede und Antwort stehen.
Update: 18.06.2013 - 17:58 Uhr 21 Kommentare
Händler an der Frankfurter Börse. Quelle: dpa

Händler an der Frankfurter Börse.

(Foto: dpa)

FrankfurtDer deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag nach durchwachsenen Konjunkturdaten zugelegt. Nach zwischenzeitlichen Verlusten notierte der Dax bei Börsenschluss in Frankfurt 0,2 Prozent fester bei 8229 Punkten.

Für den MDax ging es um 0,5 Prozent auf 14.123 Punkte nach oben, der TecDax legt 0,7 Prozent auf 959 Zähler zu. Der EuroStoxx 50 verlor 0,1 Prozent auf 2700 Punkte.

Die Aussichten für die deutsche Wirtschaft haben sich nach Ansicht von Finanzmarktexperten leicht verbessert. Der vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) berechnete Index für die Konjunkturerwartungen stieg im Juni um 2,1 Punkte auf 38,5 Punkte, wie das Institut am Dienstag in Mannheim mitteilte. Die Experten hielten an ihrer Einschätzung fest: „Die deutsche Konjunktur dürfte im zweiten Halbjahr 2013 an Fahrt aufnehmen“, erklärte ZEW-Präsident Clemens Fuest.

„Der Anstieg des ZEW-Index im Juni ist wohltuend“, konstatierte Chefökonom Thomas Gitzel von der Liechtensteiner VP Bank. „Steigende Frühindikatoren, egal ob sie nun über oder unter den Erwartungen liegen, sollten in der gegenwärtigen Situation mit Freude aufgenommen werden. Für den zum dritten Mal in Folge gestiegenen ZEW-Index gilt dies einmal mehr.“

Die Ergebnisse deuteten jedoch darauf hin, „dass die Konjunkturbelebung zaghaft verlaufen wird“, erklärte Fuest. Fast die Hälfte der Umfrageteilnehmer erwarte im kommenden Halbjahr keine wesentlichen Konjunkturimpulse. Die aktuelle konjunkturelle Lage in Deutschland schätzten die befragten Finanzmarktexperten im Juni nahezu unverändert ein. Der entsprechende Indikator fiel minimal um 0,3 Punkte auf 8,6 Punkte.

Für die Eurozone stiegen die Konjunkturerwartungen wie in Deutschland leicht an. Der entsprechende Indikator legte um 3,0 Punkte auf 30,6 Punkte zu. Der Indikator für die aktuelle wirtschaftliche Lage im Euroraum sank leicht um 2,7 Punkte auf einen Wert von minus 79,5 Punkten. Das ZEW befragte für die regelmäßige Untersuchung in den vergangenen zwei Wochen 257 Analysten und institutionelle Anleger.

US-Gelpolitik weiter im Fokus der Anleger
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21 Kommentare zu "Börse Frankfurt: Dax vor Fed-Ausblick im Plus"

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  • Macht dieses Signal-Traden reich?

  • Absolut richtig.

    Ist schon fast ein Wunder, daß mein Kommentar noch nicht zensiert wurde.
    Der grenzt ja schon fast an Blasphemie...

  • Die Zensoren des Handelsblatts werden immer sensibler.

    In Zukunft werfe ich höchstens noch mit Wattebällchen.

  • Ab morgen geht's Richtung 7.000.

  • Ich dachte immer Insiderwissen wäre das Beste-muss ich wohl noch dazulernen.

  • Tststs, immer diese intendierte Missinterpretation der anonymen Kleingeister: Nicht im Voraus auf Grund einer Prognose, sondern im Zeitpunkt des Entstehens wird ohne Meinung ein Signal gehandelt - ob das nun von einer Nachricht erzeugt wird oder rein technisch bedingt entsteht, ist ebenso wie die Richtung oder das Underlying komplett egal.

  • Ein weiteres Beispiel der Propaganda-Presse gefällig.
    CNBC:

    "US May Housing Starts Surge 6.8%"
    (Anm.: von April auf Mai)

    Klingt gut, oder?


    Experten hatten 950.000 Neubau-Beginne erwartet, es waren aber nur 914.000.

    Demnach hätte die Headline auch lauten können:

    "Housing Starts Miss Estimates by 4%"

    Noch Fragen?

  • Wenn man vorher gewusst hätte,
    was hinterher richtig ist,
    wäre man hinterher
    reicher als vorher.

    Bei manchem hier klingt es so selbstverständlich, dass er diese Sprünge im Voraus erkennen kann. Ich folgere daraus, dass hier einige schreiben, die an der Börse unermesslich reich geworden sind. Gratulation.

    Oder unterliegen hier nur zu viele einer Selbsttäuschung oder erzählen von ihren Luftschlössern?

    (...)

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • alles, nur eines gibt es nicht an der Börse...Verlässlichkeit. Deswegen sollten Sie sich lieber nicht auf das Verlassen, was sie da gerade von sich gegeben haben. So ein profaner Zusammenhang erschließt sich Ihnen vielleicht nur, weil Sie sich die vergangenen 3-5 Tage ansehen. An der Börse ist es wie im Fußball..alles kann jederzeit passieren und passiert auch...und im Nachhinhein lässt sich dann leicht feststellen, dass alles ja so kommen musste...Schießt der Spieler gegen den Pfosten, die Mannschaft verliert dadurch wird der Trainer entlassen. Trifft er, sagt der Trainer, dass alles an der guten Vorbereitung gelegen hat und an seinem "Näschen". Das nennt man kognitive Dissonanz, dass man alles seiner Meinung unterordnet und nur die Dinge erkennt, die dieser Meinung folgen. Denken Sie an meine Worte, wenn der DAX in 9 von 10 Fällen nämlich nicht das macht, was Sie gerade als "System" entdeckt zu haben glauben ;-) An der Börse gewinnt nicht der, der ein System erkennt, sondern der, der Zufällig richtig liegt. Oder den besten Algo hat :-)

  • Ich habe nichts gegen Draghi,aber eigentlich sollten die Italiener aus guten Gründen der Geldwertstabilität gar nicht mit im Euro dabei sein-siehe ARD Reportage im Internet dazu.Hätten sich damals-1995/96 Waigel und Kohl durchgesetzt, wäre uns dieser EZB- Chef,mit seiner ganz eigenen Auslegung von Euro- Geldwertstabilität, erspart geblieben.

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