Börse Frankfurt

Dax wagt sich nicht an die 10.000 Punkte

Von wegen 10.000er Marke oder neues Allzeithoch: Der Dax traute sich am Mittwoch nicht über die psychologisch wichtige Grenze. Die Anleger zeigten sich vor der morgigen EZB-Sitzung wohl zu pessimistisch.
Update: 03.12.2014 - 17:39 Uhr 12 Kommentare

Morgan Stanley sieht Bayer gut aufgestellt

FrankfurtLange Zeit arbeitete der Dax am Mittwoch wieder an der Erklimmung der 10.000er-Marke – und musste sich bereits kurz vor Handelsschluss eingestehen: Dafür reicht es heute nicht. Das Börsenbarometer ging schließlich bei einem Plus von 0,4 Prozent auf 9972 Zähler aus dem Handel.

Währenddessen waren deutsche Technologiewerte am Mittwoch besonders stark gefragt: Der Index TecDax stieg bis zu 1,9 Prozent auf 1364 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit dreizehn Jahren. Der MDax legte um 0,6 Prozent auf 17.115 Zähler zu.

„Vieles spricht derzeit für eine Korrektur, die nur deshalb noch nicht stattfindet, weil viel Hoffnung auf der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank ruht, die schon am Donnerstag wieder neue Nahrung erhalten kann“, meint Jens Klatt, Chefanalyst des Brokerhauses von DailyFX.

Ein kritischer Analystenkommentar hat Adidas an das Dax-Ende gedrückt. Die Aktie des Sportartikel-Herstellers sank um bis zu 3,3 Prozent auf 60,95 Euro. Die Experten von Barclays hatten den Titel von „overweight“ auf „equal weight“ herabgestuft. Zugleich senkten sie das Kursziel auf 60 von 65 Euro.

Die jüngste Rubel-Schwäche sei für Adidas ein großes Problem, hieß es in der Studie. Seit Vorlage der Neunmonatszahlen sei die russische Währung zum Dollar und zum Euro jeweils um fast ein Fünftel gefallen. Diese Entwicklung dürfte den Gewinn 2014 und 2015 deutlich belasten. Russland ist für die Franken der drittwichtigste Markt. Zuletzt hatte Adidas die Expansionspläne für das Land drastisch zusammen gestrichen.

Kommt Allianz-Tochter Pimco aus der Krise?
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Börse Frankfurt - Dax wagt sich nicht an die 10.000 Punkte

12 Kommentare zu "Börse Frankfurt: Dax wagt sich nicht an die 10.000 Punkte"

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • "Die Anleger zeigten sich vor der morgigen EZB-Sitzung wohl zu pessimistisch."

    Also mich würde es jetzt wirklich sehr überraschen, wenn Draghi nachdem er bei jeder Gelegenheit den Staatsanleihekäufe nahegelegt hat wirklich überraschen, wenn er morgen einen Gang zurückschaltet. Was sollte denn das?

    Um den Schein zu wahren wird er die Anleger zur Vorsicht mahnen, aber da jeder weiß, dass er Anleihen über den Markt kaufen wird, dieses "Risiko" ignorieren - schließlich ist es ja keins, wenn Draghi den Kauf in Aussicht stellt.

  • Die 10.000er Puts wieder fast wertlos und schon wieder verdoppelt,so geht schnelles Geld
    Die Mächtigen haben ihre Wunschkurse programmiert und die Kleinanleger haufen nur Calls und haben das system nicht verstanden

  • Wieder mehrmals die 10.000er Puts fast wertlosaber die Wunschprogramme haben das verhindert deshalb haben sie
    sich schon wieder verdoppelt.Das Spiel kann man mehrfach spielen.
    Die Reichen werden immer reicher und der Kleinanleger kauft nur Calls.

  • ...denn Du bist Draghi, einzigartiger Draghi,
    Du füllst unsere Taschen und schickst die Goldbugs in die Bahnhofsmission...

    http://armstrongeconomics.com/wp-content/uploads/2014/11/draghi-Mario-2.jpg

  • Es wird Zeit Abschied zu nehmen von der 9.xxx im Dax. Lasst uns kurz inne halten und an all die schönen 9.000er-Momente denken, die wir hatten.

    Während andere im Regen in Ischgl sitzen, bin ich long (seit knapp 1.000 Punkten) bis die Schwarte kracht und singe:

    Steht auf, wenn Ihr für Draghi seit, steht auf, wenn Ihr für Draghi seit, steht auf, wenn Ihr für Draghi seit, ...

    WE WILL DO EVERYTHING...AND BELIEVE ME IT WILL BE ENOUGH (for you and me).

  • Jeder der denken kann, weiß das Draghi handeln muss und
    dann explodiert der Dax in Richtung 11000
    Und die 9150er Calls die bereits wertlos waren bringen
    20 Euro das Stück, ich denke da gibt es dann ein paar
    Superreiche mehr :)

  • "Nach wie vor beleben die Aussagen des EZB-Präsidenten Mario Draghi über eine mögliche Ausweitung des expansiven Kurses der Zentralbank und die anziehende US-Konjunktur die Märkte."

    Nachdem Draghi das ganze Jahr den Anleihe-Käufern den Ballon aufgeblasen hat, ihnen zu Höchstkursen die Anleihen abzukaufen, kann er jetzt nun natürlich keinen Rückzieher mehr machen und ihnen eine Nase drehen. Manche Anleihekäufer sind doch nur in den Markt eingestiegen, weil Draghi ihnen garantiert hat, er würde als letzter Gläubiger einspringen.

    Dass Anleihen angesichts des realistischen Risikos "etwas" zu gut bewertet sind, leuchtet eigentlich jedem ein. Wenn Draghi also Panik vermeiden will, muss er einspringen - und betonen wie schlimm doch Deflation;) ist und dass er wirklich alles! tun wird, um dies zu verhindern;). Im schlimmsten Fall steigen die Renditen, weil der EZB nun jeder seinen vergoldeten "Ramsch" andiehnt. ;)

  • Heute schon wieder die 10.000er Puten fast wertlos knapp
    VORbörslich Eröffnung aber natürlich wieder dann
    Richtung 9930 verdreifacht so geht
    schnelles Geld.
    Jetzt nur absichern mit Stop aber der
    NACHmittagsabverkauf
    kommt ganz sicher.

  • Bisher hat es bei fast jeder Draghi Rede eine Daxrallye gegeben
    Er muss noch nicht einmal was tun. Hauptsache er sagt, er wird alles tun
    falls es nötig ist....

  • "Schafft der Dax es heute wieder, die magische Marke von 10.000 Zählern zu knacken?"

    Das ist immer wieder erstaunlich: Morgen ist ja Draghi-Donnerstag. An dem Tag können es bei Börseneröffnung die meisten gar nicht erwarten, sich auf den DAX zu stürzen. Bis Mittag hat dann jeder gemerkt, dass Draghi wieder mal spricht.

    Wenn man weiß, dass man es sowieso morgen tun wird, dann kann man sich eigentlich auch schon wenn der Tag davor durch Lethargie gekennzeichnet ist, positionieren.

    Dass Draghi morgen die Tür für seine Staatsanleihekäufe richtig weit aufreist, damit kann man durchaus rechnen, schließlich hat sein Vize schon einmal extra "vorgeglüht". So wie wir Draghi erlebt haben, zieht er die Sache jetzt auch bis zum Ende durch.

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%