Börse Frankfurt
Dax weiter im Vorwärtsgang

Beflügelt von der Hoffnung auf eine baldige Lösung im US-Haushaltsstreit setzt der Dax am Dienstag seine Jahresendrally eindrucksvoll fort. Neben den Bankenwerten war vor allem die Aktie von Air Berlin gefragt.
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FrankfurtDie Hoffnung auf einen baldigen Durchbruch im US-Haushaltsstreit hat den Dax am Dienstag zeitweise bis auf 7667 Punkte und damit erneut auf ein Fünf-Jahreshoch getrieben. Bei Börsenschluss notierte der Leitindex bei 7653 Zählern, was einem Plus von 0,64 Prozent entspricht. Auf Jahressicht legte der Dax mittlerweile rund 30 Prozent zu. Nachdem er am Morgen zeitweise auf ein Allzeithoch geklettert war, befand sich der MDax am Abend 0,5 Prozent im Plus bei 12.008 Zählern. der TecDax gewann 0,8 Prozent auf 833 Stellen.

„Endlich ist bei den Politikern so etwas wie eine Annäherung zu sehen, das schürt natürlich Spekulationen auf eine Einigung in letzter Minute“, sagte ein Händler. Kreisen zufolge ist Präsident Barack Obama den Republikanern mit einem Kompromissvorschlag entgegengekommen. Beide Parteien müssen bis Jahresende einen Kompromiss finden, sonst treten automatische Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen im Volumen von rund 600 Milliarden Dollar in Kraft. Dies könnte die USA laut Experten in eine Rezession stürzen.

Hoffnung auf ein Ende des US-Haushaltsstreits hatten bereits den New Yorker Börsen am Montag und Dienstag Auftrieb verliehen. Die Anleger ermutigte, dass die oppositionellen Republikaner US-Präsident Barack Obama am Wochenende konkrete Pläne für eine Erhöhung der Spitzensteuer vorlegten. „Die Wette ist gerade, dass bis Ende dieser Woche etwas dabei herauskommt“, sagte Analyst Alan Lancz.

Dax-Gewinner war am Dienstag die Commerzbank-Aktie mit einem Plus von 3,7 Prozent. Auch die Titel der Deutschen Bank konnten zulegen und schlossen 2,2 Prozent besser. Einem Händler zufolge gab es keine unternehmens- oder branchenspezifischen Nachrichten, aber auch das begünstige nach dem jüngsten Strom von negativen Impulsen bereits eine Erholung. Zudem profitiere der Sektor von der weiter steigenden Risikofreude der Anleger. Ebenfalls Gewinne verbuchten die Papiere von Infineon (+2,7 Prozent) und Lufthansa (+2,6 Prozent).

Mit einem Plus von knapp 0,4 Prozent rangierte auch die Allianz-Aktie in der Gewinnzone. Wegen Korruption in Indonesien muss der deutsche Versicherungskonzern in den USA eine Millionenstrafe zahlen. Die US-Börsenaufsicht SEC teilte am Montag mit, dass sich die Allianz zu einer Zahlung von 12,3 Millionen Dollar (9,4 Millionen Euro) bereit erklärt habe. Im Gegenzug werde das Verfahren eingestellt.

Die SEC hatte bei Ermittlungen aufgedeckt, dass der indonesische Ableger der Allianz von 2001 bis 2008 mehr als 650.000 Dollar an Regierungsvertreter gezahlt habe, um fast 300 öffentliche Versicherungsaufträge zu gewinnen. Durch die Bestechung habe der in München ansässige Konzern einen Profit von mehr als 5,3 Millionen Dollar gemacht.

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Papiere von Air Berlin sind gefragt

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  • S&P bewertet Griechenland von SD auf B-.

    B- = Bescheuert für Blöde

  • Im Steigflug immer höher....und das ohne Fallschirm.
    Europa ist ein einziges Schuldenpflaster, da kann nur ein sehr schmerzhafter Absturz folgen.

  • @GORallyGo

    genau, es kann immer wieder Ereignisse geben,
    die einen Kurssturz verursacchen,
    deshalb sollte man sich nichts einbilden auf seine Gewinne,
    Gewinne sind fiktiv,
    Verluste real.

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