Börse Frankfurt
Dax weiter mit Rückenwind

Der September gilt als schwächster Börsenmonat. Doch davon hat sich der Dax am Montag unbeeindruckt gezeigt und die 7000er-Marke geknackt. Für einen Kurssturz sorgte Fresenius - allerdings nicht bei den eigenen Anlegern.
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DüsseldorfDer Dax ist wieder über der 7000-Punkte-Marke. Am Montag profitierte der Leitindex von Konjunkturdaten aus Spanien, die besser als erwartet ausfielen. Bei Handelsschluss notierte das Börsenbarometer 0,6 Prozent besser bei 7014 Punkten. Der MDax mittelgroßer Werte zeigte sich kaum verändert mit plus 0,3 Prozent bei 11.051 Punkten. Der TecDax stieg um 0,1 Prozent auf 798 Punkte. Obwohl die US-Börsen wegen des Labor Day am Montag geschlossen blieben, waren die Umsätze über weite Strecken des Tages stabil.

Für die Gewinne des Dax und an anderen europäischen Börsen sorgte laut Anlegern der überraschend deutliche Anstieg des spanischen Einkaufsmanagerindexes. Dieser hatte mit 44 Punkten für August zwar immer noch ein Schrumpfen der Wirtschaft signalisiert. Doch hatten Analysten nur mit einem Stand von 42,6 nach 42,3 Zählern im Juli gerechnet.

„Spanien hat Schwung in den Markt gebracht und für leichten Auftrieb gesorgt. Spannend wird es aber spätestens am Donnerstag, wenn die Europäische Zentralbank (EZB) zu ihrer Ratssitzung zusammenkommt und sich womöglich zu weiteren Anleihekäufen äußert“, sagte Marktanalyst Christoph Schmidt von der N.M.F. AG. „Da könnte auch schon am Mittwoch etwas durchsickern.“

Im August hatte sich EZB-Präsident Mario Draghi mit seiner Ankündigung möglicher Anleihekäufe weit aus dem Fenster gelehnt, was ihm vor allem aus Deutschland heftige Kritik einbrachte. „Die Zwischentöne dürften daher am Donnerstag die Musik machen, wobei angesichts der wachsenden deutschen Kritik am geldpolitischen Kurs Fingerspitzengefühlt gefragt sein dürfte“, sagt Uli Krauss von der Helaba. Eine Zinssenkung gilt unter Experten angesichts der jüngst gestiegenen Inflationsrate eher als unwahrscheinlich. Insofern dürften diesmal weniger Impulse für die Märkte ausgehen als im August.

Im Euroraum bleibt der Industriesektor die größte Wachstumsbremse. Allerdings hat sich die Talfahrt im dritten Quartal verlangsamt. Der entsprechende Einkaufsmanagerindex stieg zwar leicht um 1,1 auf 45,1 Punkte - bleibt aber weiter unter der Wachstumsschwelle.

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  • Never fight the Central Bank. Es könnte teuer werden, sich dagegen zu stellen.

  • die Volksverdummung nimmt ihren Lauf: "So habe Draghi gesagt, dass aus seiner Sicht ein Kauf von Staatsanleihen mit bis zu dreijähriger Laufzeit keine Staatsfinanzierung durch die Notenbank bedeute."

    Also ist klar, wo die Reise hingeht. Die EZB nimmt mal wieder den Weg des geringstes Widerstandes. Umdenken? Fehlanzeige...Vernünftig agieren? Fehlanzeige...Das System endlich mal umkrempeln? Fehlanzeige...

    stattdessen fröhlich weiter wie bisher. Bald wird das Klopapier knapp, denn die Italienischen Banken brauen Papier, um Sicherheiten bei der EZB zu hinter legen. Wir sollten sammeln. Italien und Spanien schicken sich an, den Ton in Europa zu bestimmen. Wir sollten dem entsprechend mit allen Mitteln begegen.

  • Am Labor-Day war keine Rückkehr der Big Boys zu erwarten.

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