Börse Frankfurt
Dax wieder im Aufwärtsmodus

Die gestrigen Verluste sind wieder passé. Der Dax konnte heute getrieben von starken deutschen Konjunkturzahlen und positiven US-Arbeitsmarkten deutlich zulegen. Bei den Einzelwerten standen Infineon-Aktien im Fokus.
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FrankfurtDer Dax bewegt sich wieder auf Wachstumskurs. Nach einem zaghaften Start baute der Leitindex im weiteren Handelsverlauf sein Plus immer weiter aus. Am Ende strich der Dax ein Plus von rund 0,9 Prozent auf 9401 Punkten ein. Allerdings hält sich die Aussagekraft des heutigen Handelstages arg in Grenzen. Mit einem Handelsvolumen von gerade einmal 1,7 Milliarden Euro bewegten sich die Umsätze am Donnerstag auf äußerst niedrigem Niveau.

In der zweiten deutschen Börsenliga beendeten die Indizes den Tag ebenfalls im positiven Bereich. Der MDax ging mit einem Plus von 0,6 Prozent auf 15.998 Punkten aus dem Handel. Der TecDax stieg um 0,4 Prozent auf 1227 Zähler.

In Frankfurt hatten zunächst die Fed-Sitzungsprotokolle für leichte Verwirrung gesorgt. Leicht im Plus gestartet gab der Dax seine Gewinne schnell wieder ab. Laut Protokoll der letzten Sitzung der Notenbank könnte eine erste Leitzinserhöhung früher kommen als bisher erwartet. „Viele Mitglieder“ des geldpolitischen Ausschusses halten eine frühere Anhebung als bisher erwartet für möglich, falls die Erholung am Arbeitsmarkt schneller als prognostiziert voranschreitet.

Doch die Mehrheit im geldpolitischen Ausschuss will zunächst weitere Daten abwarten. Trotz der jüngsten Erholung sei der Arbeitsmarkt jedoch noch von normalen Zuständen entfernt, betonten viele Mitglieder. Durch die Verbesserung sei die Lage nun „spürbar näher an dem Zustand“, den die Fed als normal ansehe. Und die Erholung hält laut den heute veröffentlichen Daten zu den wöchentlichen Anträgen für Arbeitslosenhilfe in den USA an. So wurden in der Vorwoche lediglich 298.000 Anträge eingereicht. Rund 10.000 weniger als prognostiziert.

Zum Vormittag zogen die Kurse in Frankfurt an. Der weniger starke Rückgang des Einkaufsmanagerindex der deutschen Industrie hatte einige Anleger an die Märkte zurückkehren lassen. „Nach einer langen Periode mit eher enttäuschenden Konjunkturdaten auch vom Zugpferd Deutschland machen diese Zahlen nun Hoffnung auf Besserung“, urteilte FXCM-Analyst Jens Klatt. Der Einkaufsmanagerindex für die Industrie fiel nur leicht um 0,4 auf 52,0 Punkte – Ökonomen hatten mit 51,8 Zählern gerechnet.

Auf europäischer Ebene gab der Einkaufsmanagerindex der Dienstleistungen allerdings etwas stärker nach. Im August kam der Index auf 53,5 Punkte. Im Monat zuvor betrug er noch 54,2. Pessimismus brach deswegen aber nicht aus. Im Gegenteil: Zum einen liegt der Index immer noch über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten, zum anderen schürt der Rückgang Hoffnungen auf weitere Konjunkturhilfen von Seiten der Europäischen Zentralbank.

„Die europäische Wirtschaft entgleist nicht, aber etwas Schwung würde ihr gut tun“, sagte Ben Kumar, Fondsmanager bei Seven Investment Management in London. „Das lässt Spielraum für weitere Hilfen, was Investoren zuversichtlich stimmt“, merkte Kumar an.

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  • Ist das heute langweilig im Schattenmarkt.
    Ausserdem gibt es keine ausserbörslichen HOCHS oder TIEFS noch zu bestätigen und wenn jetzt NACH Handelsschluss keine gemacht werden wird das sogar morgen früh langweilig,
    alles schon sehr seltsam....

  • Alles löschen ,denn nur ich bin die Sachlichkeit in Person.
    Ach wie gut das niemand weiss,das ich Program......

  • Hahahahaha,genau, UNSACHLICH
    nur ich bin sachlich LOL
    ich schmeiss mich weg

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