Börse Frankfurt
Dax zeigt inmitten der Krise seine Stärke

Bei den Anlegern scheint die Hoffnung zu bestehen, dass der kommende EU-Gipfel nachhaltig zur Besserung der Schuldenkrise beitragen könnte. So setzte auch der Dax heute seine Gewinnserie fort.
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FrankfurtDer deutsche Leitindex hat seinen positiven Trend von vergangener Woche fortsetzen können. Er ging mit einem Plus von 0,42 Prozent und 6.106 Punkten aus dem Handel. Zwischenzeitlich erreichte er in der Spitze gar ein Tageshoch ein Tageshoch von 6.170 Punkten - ein Plus von 1,5 Prozent.

Die 17 Euro-Regierungen sowie interessierte EU-Länder sollten sich künftig monatlich treffen, kündigten Bundeskanzlerin Merkel und Präsident Sarkozy heute an. Auf dem EU-Gipfel am Donnerstag und Freitag soll entschieden werden, ob die bis März ausgearbeitete Regelung Teil des EU-Vertrages werden wird oder ob die Euro-Zone alleine voranmarschiert. „Wir sind fest entschlossen, die Entscheidung genau bei diesem Rat herbeizuführen“, betonte die Kanzlerin. Zudem solle versucht werden, dass der dauerhafte Euro-Rettungsmechanismus ESM bereits Ende 2012 und damit sechs Monate früher als geplant seine Arbeit aufnehmen kann.

Laut Marc Burgheim, Leiter des Devisenhandels der BayernLB, sollte dies nicht überinterpretiert werden - tatsächlich setzten Anleger derzeit vor allem auf die EZB. Bis zur Zinsentscheidung am Donnerstag sei deshalb kaum mit neuen Turbulenzen zu rechnen. Auch die jüngste Entspannung an den Anleihemärkten der Eurozone - die Renditen für Papiere der großen Krisenländer Italien und Spanien setzten ihren Sinkflug am Montag fort - spielten Burgheim zufolge eine eher untergeordnete Rolle. Im Hinblick auf die Schuldenkrise sei die EZB für Devisen-Investoren „das Zünglein an der Waage“.

Der Technologiekonzern Siemens, dessen Titel um 0,72 Prozent zulegen konnten, kauft den Software-Spezialisten für Zählerdaten-Management eMeter, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Anfang Dezember hätten die Unternehmen eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet, bis Ende des Jahres solle der Kauf abgeschlossen sein. „In zahlreichen Projekten“ habe der Konzern Vertriebsstruktur und Software des kalifornischen Unternehmens bereits genutzt. Mit Hilfe der Software können laut Siemens „die immer größer werdenden Datenmengen von elektronischen Zählern im Stromversorgungsnetz effizient ausgelesen, verarbeitet und zur Abrechnung bereit gestellt werden“.

Volkswagen übernimmt den händlereigenen Autovermieter Euromobil. Das Unternehmen solle zum Jahresanfang von der Leasingtochter gekauft und langfristig in das Geschäftsfeld „Neue Mobilität“ integriert werden, teilte der Autobauer am Montag mit. Zum Kaufpreis machte VW keine Angaben. Die vor knapp 20 Jahren gegründete Euromobil gehörte bislang zur Auto Business Group, hinter der Volkswagen- und Audi-Händler stehen. Mit dem Kauf will VW nach eigener Darstellung eine Lücke in seinem Mobilitätskonzept schließen. Die Aktien des Unternehmens konnten heute um 0,27 Prozent zulegen.

Die Commerzbank will zur Stärkung ihrer Kapitalbasis Hybridanleihen für bis zu 600 Millionen Euro zurückkaufen. Das teilte Deutschlands zweitgrößtes Geldhaus am Montag mit. Das Institut ist dafür allerdings auf die Bereitschaft der Investoren angewiesen, die Papiere gegen Barzahlung abzutreten. Nach einem Magazinbericht über eine mögliche Verstaatlichung sind die Aktien in den Keller gerauscht. Nach einer Berg- und Talfahrt ging sie mit einem Minus von 4,14 Prozent aus dem Handel. Die Bank steht derzeit unter Zugzwang, die Anforderungen der europäischen Bankenaufsicht (EBA) bezüglich des aufsichtsrechtlichen Eigenkapitals zu erfüllen. Eine Refinanzierung am Kapitalmarkt ist zur Zeit schwer möglich.

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  • Ich kann nur jedem raten, mal den Link von siggi zu öffnen und dann den Reiter "Privat" zu klicken, hier spricht die Gosse live (copy+paste):

    "Kein Wunder also, dass fast alle Mädels auf Wessis scharf sind und die meisten schon in den goldenen Westen abgewandert sind. Die wollen doch nur wieder mit "Normalen" .....
    "Die Sachsen-Mädels dagegen sind nicht zu verachten. In vielen Bereichen denen im Westen überlegen. Auch dies war einer der Gründe, weshalb ich meine Auswanderung immer wieder hinausgeschoben hatte."
    "Meine camgirls bei der Arbeit im Studio"
    "Meine camgirls bei der Arbeit"
    Unsäglich!

  • Selten, dass am nächsten Tag noch weiter gepostet wird. Habe das hier nur zufällig entdeckt.
    Realist werde ich schon vermissen. Abseits der Frotzeleien konnte man gut über strukturelle Aspekte abseits des Tradings (EZB, SMP, etc.) diskutieren. Einen User hingegen, der sich noch nicht mal mehr sicher ist, unter welchem Namen er wann was geschrieben hat, sicherlich nicht.

  • Teil II
    Laut Bloomberg hat die Bank of America, nach ihrem Downgrade durch Moody's, Derivate im Wert von 75 Billionen Dollar (nicht Milliarden) von ihrer Investment- banking-Tocher Merrill Lynch in ihre Retailbanking-Abteilung verschoben und damit Zugriff auf das Fed Discount-Fenster und den Einlagenschutz der FDIC für diese Summe bekommen. Das bedeutet, das Ausfallrisiko für europäische Derivate wird nun durch den US-Steuerzahler garantiert.

    Aber es geht weiter, die JPMorgan Bank hat anscheinend das selbe mit 79 Billionen Dollar an Derivaten gemacht. Dazu kommt, man weiss gar nicht was sonst noch an Versicherungsgarantien irgendwo in den Büchern anderer Banken schlummern, denn niemand führt Buch darüber. Es können mehrere Hundert Billionen sein.

    Kein Wunder ist US-Finanzminister Timothy Geithner in ganz Europa unterwegs und bettelt und fleht die Regierungen der EU-Länder an, einen massiven Rettungsschirm für die potenziellen Pleitebanken so schnell wie möglich zusammenzuschustern. Sein grösster Albtraum ist, wenn die Banken in der Eurozone hops gehen, trifft es dadurch auch die grössten US-Banken, welche wie verrückt Kreditausfallversicherungen an die Europäer verkauft haben, und dann muss der US-Steuerzahler blechen.
    Die Aktien steigen genau so lange, wie sich die stupid Steuerzahler diesen gigantischen Betrug gefallen lassen. So bald die Zentralbanken die Geldschleusen öffnen steigen die Aktien. Das hat mit de Realität überhaupt nichts gemein. Las Vegas im Großformat – nicht mehr und nicht weniger.
    http://siggi40.de/geld-iii/

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