Börse Frankfurt Dax zeigt inmitten der Krise seine Stärke

Bei den Anlegern scheint die Hoffnung zu bestehen, dass der kommende EU-Gipfel nachhaltig zur Besserung der Schuldenkrise beitragen könnte. So setzte auch der Dax heute seine Gewinnserie fort.
Update: 05.12.2011 - 17:45 Uhr 65 Kommentare

Börse Frankfurt am Abend

FrankfurtDer deutsche Leitindex hat seinen positiven Trend von vergangener Woche fortsetzen können. Er ging mit einem Plus von 0,42 Prozent und 6.106 Punkten aus dem Handel. Zwischenzeitlich erreichte er in der Spitze gar ein Tageshoch ein Tageshoch von 6.170 Punkten - ein Plus von 1,5 Prozent.

Die 17 Euro-Regierungen sowie interessierte EU-Länder sollten sich künftig monatlich treffen, kündigten Bundeskanzlerin Merkel und Präsident Sarkozy heute an. Auf dem EU-Gipfel am Donnerstag und Freitag soll entschieden werden, ob die bis März ausgearbeitete Regelung Teil des EU-Vertrages werden wird oder ob die Euro-Zone alleine voranmarschiert. „Wir sind fest entschlossen, die Entscheidung genau bei diesem Rat herbeizuführen“, betonte die Kanzlerin. Zudem solle versucht werden, dass der dauerhafte Euro-Rettungsmechanismus ESM bereits Ende 2012 und damit sechs Monate früher als geplant seine Arbeit aufnehmen kann.

Laut Marc Burgheim, Leiter des Devisenhandels der BayernLB, sollte dies nicht überinterpretiert werden - tatsächlich setzten Anleger derzeit vor allem auf die EZB. Bis zur Zinsentscheidung am Donnerstag sei deshalb kaum mit neuen Turbulenzen zu rechnen. Auch die jüngste Entspannung an den Anleihemärkten der Eurozone - die Renditen für Papiere der großen Krisenländer Italien und Spanien setzten ihren Sinkflug am Montag fort - spielten Burgheim zufolge eine eher untergeordnete Rolle. Im Hinblick auf die Schuldenkrise sei die EZB für Devisen-Investoren „das Zünglein an der Waage“.

Dieser Händler zeigt es an: der Dax legt zu. Quelle: Reuters

Dieser Händler zeigt es an: der Dax legt zu.

(Foto: Reuters)

Der Technologiekonzern Siemens, dessen Titel um 0,72 Prozent zulegen konnten, kauft den Software-Spezialisten für Zählerdaten-Management eMeter, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Anfang Dezember hätten die Unternehmen eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet, bis Ende des Jahres solle der Kauf abgeschlossen sein. „In zahlreichen Projekten“ habe der Konzern Vertriebsstruktur und Software des kalifornischen Unternehmens bereits genutzt. Mit Hilfe der Software können laut Siemens „die immer größer werdenden Datenmengen von elektronischen Zählern im Stromversorgungsnetz effizient ausgelesen, verarbeitet und zur Abrechnung bereit gestellt werden“.

Volkswagen übernimmt den händlereigenen Autovermieter Euromobil. Das Unternehmen solle zum Jahresanfang von der Leasingtochter gekauft und langfristig in das Geschäftsfeld „Neue Mobilität“ integriert werden, teilte der Autobauer am Montag mit. Zum Kaufpreis machte VW keine Angaben. Die vor knapp 20 Jahren gegründete Euromobil gehörte bislang zur Auto Business Group, hinter der Volkswagen- und Audi-Händler stehen. Mit dem Kauf will VW nach eigener Darstellung eine Lücke in seinem Mobilitätskonzept schließen. Die Aktien des Unternehmens konnten heute um 0,27 Prozent zulegen.

Die Commerzbank will zur Stärkung ihrer Kapitalbasis Hybridanleihen für bis zu 600 Millionen Euro zurückkaufen. Das teilte Deutschlands zweitgrößtes Geldhaus am Montag mit. Das Institut ist dafür allerdings auf die Bereitschaft der Investoren angewiesen, die Papiere gegen Barzahlung abzutreten. Nach einem Magazinbericht über eine mögliche Verstaatlichung sind die Aktien in den Keller gerauscht. Nach einer Berg- und Talfahrt ging sie mit einem Minus von 4,14 Prozent aus dem Handel. Die Bank steht derzeit unter Zugzwang, die Anforderungen der europäischen Bankenaufsicht (EBA) bezüglich des aufsichtsrechtlichen Eigenkapitals zu erfüllen. Eine Refinanzierung am Kapitalmarkt ist zur Zeit schwer möglich.

Bankenrettungsfonds Soffin steht vor Reaktivierung
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65 Kommentare zu "Börse Frankfurt: Dax zeigt inmitten der Krise seine Stärke"

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  • Ich kann nur jedem raten, mal den Link von siggi zu öffnen und dann den Reiter "Privat" zu klicken, hier spricht die Gosse live (copy+paste):

    "Kein Wunder also, dass fast alle Mädels auf Wessis scharf sind und die meisten schon in den goldenen Westen abgewandert sind. Die wollen doch nur wieder mit "Normalen" .....
    "Die Sachsen-Mädels dagegen sind nicht zu verachten. In vielen Bereichen denen im Westen überlegen. Auch dies war einer der Gründe, weshalb ich meine Auswanderung immer wieder hinausgeschoben hatte."
    "Meine camgirls bei der Arbeit im Studio"
    "Meine camgirls bei der Arbeit"
    Unsäglich!

  • Selten, dass am nächsten Tag noch weiter gepostet wird. Habe das hier nur zufällig entdeckt.
    Realist werde ich schon vermissen. Abseits der Frotzeleien konnte man gut über strukturelle Aspekte abseits des Tradings (EZB, SMP, etc.) diskutieren. Einen User hingegen, der sich noch nicht mal mehr sicher ist, unter welchem Namen er wann was geschrieben hat, sicherlich nicht.

  • Teil II
    Laut Bloomberg hat die Bank of America, nach ihrem Downgrade durch Moody's, Derivate im Wert von 75 Billionen Dollar (nicht Milliarden) von ihrer Investment- banking-Tocher Merrill Lynch in ihre Retailbanking-Abteilung verschoben und damit Zugriff auf das Fed Discount-Fenster und den Einlagenschutz der FDIC für diese Summe bekommen. Das bedeutet, das Ausfallrisiko für europäische Derivate wird nun durch den US-Steuerzahler garantiert.

    Aber es geht weiter, die JPMorgan Bank hat anscheinend das selbe mit 79 Billionen Dollar an Derivaten gemacht. Dazu kommt, man weiss gar nicht was sonst noch an Versicherungsgarantien irgendwo in den Büchern anderer Banken schlummern, denn niemand führt Buch darüber. Es können mehrere Hundert Billionen sein.

    Kein Wunder ist US-Finanzminister Timothy Geithner in ganz Europa unterwegs und bettelt und fleht die Regierungen der EU-Länder an, einen massiven Rettungsschirm für die potenziellen Pleitebanken so schnell wie möglich zusammenzuschustern. Sein grösster Albtraum ist, wenn die Banken in der Eurozone hops gehen, trifft es dadurch auch die grössten US-Banken, welche wie verrückt Kreditausfallversicherungen an die Europäer verkauft haben, und dann muss der US-Steuerzahler blechen.
    Die Aktien steigen genau so lange, wie sich die stupid Steuerzahler diesen gigantischen Betrug gefallen lassen. So bald die Zentralbanken die Geldschleusen öffnen steigen die Aktien. Das hat mit de Realität überhaupt nichts gemein. Las Vegas im Großformat – nicht mehr und nicht weniger.
    http://siggi40.de/geld-iii/

  • Der Schmierstoff der Börsen sind die unendlichen Milliarden und Billionen Steuergelder von ehrlichen Bürgern, zweckentfremdet ausgeschüttet durch die Zentralbanken.
    Die Finanzkrise hat die Staatsverschuldung überall im Westen in schwindelerregende Höhen getrieben. Zwischen Oktober 2008 und Oktober 2010 genehmigte die Europäische Kommission nach eigenen Angaben Hilfen der 27 Mitgliedstaaten für den Finanzsektor im Umfang von insgesamt 4589 Milliarden Euro (4,5 Billionen!!).
    http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/EUStaaten-greifen-fuer-krisengeschuettelte-Banken-tief-in-die-Taschen/story/26492176

    In den USA erhielten die Bankster ca. 20 Billionen $ und nochmals über 10 Billionen direkt von der Fed, um sie vor dem Kollaps zu bewahren.
    http://globalfire.tv/nj/09de/globalismus/fed_10billionen.htm

    Doch die ganzen Milliarden und Billionen sind schon wieder an den Börsen und im Eigenhandel verzockt. Die Armen sind schon wieder, bzw. immer noch so pleite wie anno 2007.

    Rund 80 Prozent der Tarp-Gelder, die dazu gedacht waren, die Wirtschaft zu beleben, gingen direkt in Spekulationen an den Aktienmärkten. Alleine deswegen sind die Aktienkurse so stark gestiegen. Wenn wir künftig zurückblicken, werden wir sehen, dass wir uns in der größten Finanzblase aller Zeiten befinden. Ein Grund dafür ist der Bankensektor, der völlig außer Kontrolle geraten ist. Der zweite liegt in der neoklassischen Wirtschaftstheorie, die die Entwicklung theoretisch unterlegte und rechtfertigte. Um die Wiederholung zu vermeiden, müssten dogmatische Ökonomen und der Finanzsektor bluten. Stattdessen jedoch wird er wieder zum selben Verhalten ermuntert, das uns direkt in die Krise brachte.
    http://www.faz.net/aktuell/finanzen/aktien/im-gespraech-steve-keen-wir-sind-in-der-groessten-finanzblase-aller-zeiten-1236141.html

  • was für ein kindergarten hier !

    daytrading ist kein " hobby ", sondern ein beruf, vielmehr berufung (eine xetra und eurex händlerprüfung und -zulassung ist selbstredend, und eine professionelle handelsplattform, wie sino, sol-3 oder rts und ein chart-tool, wie z.b. tradesignal, sind voraussetzung um systematisch und dauerhaft erfolgreich zu arbeiten).

    und daytrading macht man(n) natürlich auch keine " 2 jahrzehnte ". nach spätestens 15 - 20 jahren ist man total ausgebrannt und ein seelisches wrack. also muss man, wie ein profi-sportler, innerhalb dieser kurzen lebensdauer/zeit seine schäfchen ins trockene gebracht haben. ich jedenfalls kenne niemand, der mit 50+ es finanziell noch nötig hat am markt tgl. aktiv zu sein (das es dabei eine selektion gibt ist unbetritten). dann lässt man sein geld nur noch in delta-1 arbeiten !

    frohen nikolaus, und bitte, bitte, lass endlich den nebel wegziehen, dass man heute noch auf die pisten kann.

    happy trading :-)

  • @ Kai

    Natürlich nichts gehört.

  • @Realist

    An dieser Stelle würde ich gerne erfahren, ob eine Anzeige Sie überhaupt erreicht hat, oder sind das hier alles nur zickige Schlaumschläger, die mit so etwas drohem, weil nicht in der Lage sind Meinungen anderer zu tolerieren?

  • Fortsetzung:

    Was nun heute, oder besser gestern, hier getextet wurde, hat mit Geldanalge nichts mehr zu tun. Das ist nur noch borniertes Rechthaben. Daytraders Debakel, beschrieben von Kai, habe ich nicht mitverfolgt. Ich habe vergleichbare Debakel im realen Leben aber mehrfach beobachten können und kenne die Risiken von Geldanlagen wie nur Wenige.

    Ich hätte noch Einiges zu sagen. Aber wenn ignorant meint Idenditäten feststellen zu müssen, Sprachstile vergleicht, identische Argumente meint zu entdecken oder erneut von staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen schreibt, dann ist das einfach nicht mehr ertäglich.

    Ich wollte eigentlich nach Ende meines Aufenthalts im "Süden", also etwa Februar 2012, wieder hier etwas an Inhalten zur Diskussion stellen. Das entfällt ersatzlos.

    Zum Abschlus "Einen" als Beispiel: Der bekannte DL Onvista bezeichnet ein hochsprkulatives Papier (unbefristete stille Beteiligung an einem praktisch maroden Unternehmen über einer Kanalinsel-Gesellschaft) glatt als "Anleihe". Der Name der dahinter stehenden todkranken "Mutter" taucht nirgends auf. Die unbefristete Laufzeit wird verschwiegen. Die gute laufende Verzinsung, die allerdings seit Jahren nicht gezahlt wird, ist ein glatter Kauftipp. Die Duration verspricht gute Aussichten. Viel Erfolg, falls SIE, das Papier zufällig entdecken. Es gibt einige ähnliche ....!

  • Ich habe meinen Account als Realist vor vielen Jahren angelegt, als das HB-Forum noch völlig anders aufgebaut war. Nach den meisten Beiträgen waren Anfeindungen Programm. Meistens kamen die aus dem ideologischen Linkslager. Schon damals hat sich ein recht rauer Ton verfestigt, dem eigentlich nur ein "Dauernutzer" (Jens.Mu.......) Stand hielt. Inzwischen findet man seine Beiträge gelegentlich in der FAZ. (Grüße nach E.)

    Die Borniertheiten und Rechthaberei-Gezänkel veranlassten mich, auszusteigen.
    Irgendwann stieß ich dann auf das "Traderforum". Es löste bei mir gewisse Adrenalinschübe aus, was da teilweise an offensichtlich oberflächlichem Halbwissen getextet wurde.
    Die Art wie dem Zocken da gehuldigt wurde, erregte meinen Widerspruch. Dass gelegentlich ein etwas barsches Wort gefallen sein mag, schließe ich nicht aus. Persönliche Beleidigungen waren nicht dabei.
    Spätestens, als hier gepostet wurde, man habe eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Düsseldorf eingereicht, weil "Realist" Beleidigungen ausgesprochen habe, war ein absoluter Tiefpunkt erreicht. (Der Beitrag über die Anzeige war nur kurz im Netz und wurde dann wohl von der Redaktion gelöscht.)
    Und weil sich das Feindbild der Trader recht verfestig hatte, wurde gleich nachgeschoben, es seien Mails zur Ausspähung von Tradern versendet worden, was eine erneute Anzeige ausgelöst habe. Ein neuer Tiefpunkt.

    Wie müssen die Aussagen die Trader eigentlich getroffen haben, solchhes Geschützen aufzufahren? ;-)

  • trady: " ...wem das nicht passt was hier gepostet wird, muss es ja nicht lesen. es wird niemand gezwungen..."

    Richtig! Das gilt aber auch für Sie und für die Beiträge, die Ihnen nicht gefallen!

    trady:
    " .. es gibt sicher andere foren, die besser geeignet sind für welche, die sich gegen "zocker" oder daytrader aussprechen. ..."

    Wohl kaum. Dieses offenbar pratisch unzensierte Forum hat sich zu einem gewissen Eldorado von reinen Spekulanten entwickelt. Nicht die Geldanlage, sondern der schnelle Kursgewinn stehen im Vordergrund. Wo sollte man treffender Kritisches posten als hier?

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