Börse Frankfurt
Dax zittert sich ins lange Wochenende

Der Dax schlingerte am Donnerstag vom Plus ins Minus und wieder zurück. Zum Handelsschluss kann er knapp zulegen. Die Nervosität scheint aber nicht vorbei. Punkten konnten Fresenius, Deutsche Börse – und die Post.
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FrankfurtIn dieser Woche brauchen die Börsianer starke Nerven: Am Mittwoch hatte der Dax satte 3,2 Prozent auf 11.433 Punkte verloren – das sind 379 Punkte und damit der Tagesrekordverlust im Jahr 2015. Und die Stimmung bessert sich heute nur marginal.

Zunächst sah es nach einer Fortsetzung der Talfahrt vom Vortag aus, doch dann fing sich der deutsche Leitindex. Zum Handelsschluss gewann das Börsenbarometer 0,19 Prozent auf 11.454 Punkte. Für die wegen des 1. Mai verkürzten Handelswoche steht allerdings ein kräftiges Minus von drei Prozent auf der Kurstafel. Der MDax für die mittelgroßen Werte verlor am Donnerstag 0,13 Prozent auf 20.316 Punkte, während der TecDax um 0,07 Prozent auf 1605 Punkte vorrückte.

„Für Europa könnte die Palette der Konjunkturdaten die Marktteilnehmer zunächst etwas beruhigen”, schreibt CMC-Analyst Andreas Paciorek. So hatte die Bundesagentur für Arbeit heute Morgen den niedrigsten Stand der Arbeitslosigkeit für den Monat seit 1991 verkündet. Demnach waren in diesem Monat in Deutschland 2,843 Millionen Menschen ohne Arbeit und damit 100.000 Menschen weniger als im Jahr zuvor.

Für Paciorek holen die Konjunkturdaten den Dax aber nicht notwendigerweise aus der Misere der Korrektur: „Es ist zu befürchten, dass der Stein, der jetzt ins Rollen gebracht wurde, so leicht nicht zu stoppen ist und zunächst noch weitere Gewinne mitgenommen werden”, schreibt der Analyst. Die Anleger werden immer nervöser.

Anders als hierzulande konnten die Börsen in den USA ihre Verluste am Mittwoch deutlich begrenzen: Der Dow-Jones-Index schloss mit 18.035 Punkten 0,4 Prozent im Minus. Der breiter gefasste S&P-500 tendierte mit 2106 Zählern 0,37 Prozent tiefer. Die Technologiebörse Nasdaq schloss bei 5023 Punkten, ein Minus von 0,6 Prozent.

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Bayer und Fresenius im Aufwind

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  • Danke, dass wir jetzt wieder mir von Maschinen beglückt werden.
    Im Kurzfristhandel ist das eine Variante um an Schwankungen zu profitieren.

    Der Sachverhalt ist dennoch ein anderer:
    Die Ergebnisse der Firmen ergeben eine Firmenbewertung auf Basis Aktienkurs. Das ist die Basis, an der die Tageshändler versuchen Schwankungen für sich auszunutzen. Längerfristig orientierte interessiert das nur marginal. Bzw. erst dann, wenn der Trader es schafft eine SAP langfristig auf 20 zu drücken, oder eine BASF auf 500 zu heben. Ist das aber realistisch? Nö!

    In diesem Sinne: Viel Spaß bei den Verschwörungstheorien und weiter so!

  • Werte HB-Redaktion, warum schreiben Sie solche niedlichen Märchen von den Börsianern mit Emotionen?

    Der Börsenhandel erfolgt ganz überwiegend über institutionell Anleger, und zwar mittels Programmen - nicht nur die Abwicklung, sondern auch die Kauf- und Verkaufsentscheidungen sind computergestützt, u.a. mit Stopp-Loss-Marken . Die Kombination der Computerprogramme der einzelnen Institute kann heftige Kettenreaktionen auslösen, in der dann eine Marke nach der anderen durchbrochen wird.

    Mit fundamentalen Überlegungen hat das nichts mehr zu tun. Und kein Anleger kann vorhersehen, was passiert, da bereits der "Flügelschlag eines Schmetterlings" über Aufwärts- oder Abwärtstrend entscheiden kann.

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