Börse Frankfurt
Der Dax jagt hoch

Ein Hoffnungsschimmer auf dem politischen Parkett hat dem Dax eine Erholungsrally beschert. Die Anleger setzen auf ein gutes Ende für Griechenland am Sonntag. Der Dax notiert vorbörslich über 11.200 Punkten.
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Düsseldorf/FrankfurtIm Windschatten der China-Erholung ging es für den Dax am Donnerstag bergauf: Im Verlauf des Tages stieg der Index auf über 11.000 Punkten und ließ damit locker die charttechnisch wichtige 10.800-Punkte-Marke hinter sich. Der Dax schloss 2,3 Prozent höher bei 10.996 Punkten. Am Freitag notierte der Index vorbörslich weitere 200 Punkte höher - über der Marke von 11.200 Punkten.

Mit Gewalt will die Regierung den massiven Kursrutsch an Chinas Aktienmärkten eindämmen. Der Shanghai Composite Index gewann im Tagesverlauf rund sechs Prozent. Allerdings bereitet die Entwicklung der Realwirtschaft des bevölkerungsreichsten Staates der Erde Ökonomen nach wie vor Sorgen.

Am Freitag verbuchten die asiatischen Börsen weitere Gewinne. Der MSCI-Index für die Region Asien-Pazifik (ohne Japan) legte um 1,4 Prozent zu. In Tokio stieg der Nikkei um 0,4 Prozent. In China wirkten offenbar die Maßnahmen der Behörden, den Kursverfall an den Börsen zu stoppen. Der CSI 300 mit den wichtigsten Titeln legte um 5,8 Prozent zu, während der Shanghai Composite 5,2 Prozent gewann. Großaktionären ist es seit dieser Woche verboten, ihre Anteile in den kommenden sechs Monaten zu verkaufen.

Händler führen das Plus des Dax aber nicht nur auf China, sondern auch auf Aussagen des irischen Finanzministeriums zurück, wonach die Chance auf eine Einigung im griechischen Schuldenstreit über 50 Prozent liegt. Bis Sonntag hat die Tsipras' Regierung nun Zeit, ihren Gläubigern Reformen vorzulegen. Inzwischen hat das Land einen Reformantrag beim europäischen Rettungsfonds ESM für ein Hilfsprogramm mit dreijähriger Laufzeit gestellt. Und Reformvorschläge liegen auch in Brüssel.

Am heutigen Freitag blicken die Anleger erneut nach Asien - dieses Mal nach Japan. Dort werden die Verbraucherpreise für Juni veröffentlicht.

In Deutschland veröffentlicht das Statistische Bundesamt in Wiesbaden die Großhandelspreise für Juni. In den USA spricht Fed-Chefin Janet Yellen beim City Club of Cleveland. Zudem nimmt US-Finanzminister Lew an der Politico/Nasdaq-Gesprächsrunde über Amerikas fiskale Zukunft teil.

Auf der Unternehmensseite sind die offiziellen Termine rar. Fraport veröffentlicht die Verkehrszahlen für Juni. Im pfälzischen Landau ruft Hornbach die Aktionäre zu einer Sonder-Hauptversammlung zusammen. Dort soll über die Umwandlung des Unternehmens in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien beraten werden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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Bloomberg / Nachrichtenagentur

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