Börse Frankfurt
Der Dax nimmt die 7000er-Hürde

Mit einem Plus von über einem Prozent beendet der Dax den ersten Tag der neuen Handelswoche. Trotz negativer Ifo-Zahlen knackte der Leitindex die 7000-Punkte-Marke. Die Anleger hoffen weiter auf die Notenbanken.
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FrankfurtDer Dax ist am Montag trotz fehlender Impulse wieder über 7000 Punkte geklettert. Bis zum Börsenschluss gewann der Leitindex bei dünnen Umsätzen 1,1 Prozent auf 7047 Punkte. Die mittelgroßen Standardwerte im MDax legten 0,4 Prozent auf 11.058 Punkte zu. Für den TecDax ging es 0,9 Prozent hoch auf 793 Zähler.

Anleger, die auf eine stärkere Korrektur gesetzt hatten, würden nun zunehmend auf dem falschen Fuß erwischt, sagte ein Händler. Sie deckten mit Käufen ihre Positionen wieder ein und trieben damit die Kurse weiter hoch. Für eine nachhaltige Richtungsentscheidung fehlen aus Sicht der Börsianer aber noch die klaren Impulse. Positiv wurde letztlich auch der eigentlich schwächer als erwartet ausgefallene Ifo-Geschäftsklimaindex aufgenommen. Marktstratege Robert Halver von der Baader Bank sagte: „Je schwächer die Konjunkturdaten ausfallen, desto näher rücken die Hilfsmaßnahmen der EZB.“

Der Geschäftsklimaindex hat sich im August den vierten Monat in Folge eingetrübt. Er fiel um 0,9 auf 102,3 Punkte, wie das Münchner Ifo-Institut am Montag zu seiner Umfrage unter 7000 Managern mitteilte. „Die deutsche Konjunktur schwächt sich weiter ab“, sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn.

Aus Sicht von Händler Markus Huber von ETX Capital signalisieren die Ifo-Zahlen zwar keine unmittelbare, positive Trendwende. Jedoch scheine sich die Abkühlung der deutschen Konjunktur zumindest zu verlangsamen. „Die Auswirkungen der Schuldenkrise bedrohen zunehmend auch die deutsche Wirtschaft“, sagte Bernd Hartmann, Analyst bei der VP Bank.. „Ein Ende der Krise ist nach wie vor nicht in Sicht.“

So steht das Börsengeschehen weiter im Zeichen anstehender Entscheidungen über weitere Hilfsmaßnahmen für die angeschlagenen Euro-Staaten und für die schwächelnde Weltkonjunktur. Die Rollen sind hier klar verteilt. Weitere Stimulierungsprogramme durch die EZB oder die US-Notenbank dürften die Aktienmärkte weiter treiben und erstklassige Anleihen eher belasten. Hier haben Händler und Anleger eine hohe Erwartungshaltung. Sie rechnen mit Hilfen.

Inwieweit diese Erwartungen erfüllt oder enttäuscht werden, hängt von einigen Entscheidungen ab. Am Freitag spricht US-Notenbankchef Ben Bernanke in Jackson Hole. Auf dieser Konferenz werden von ihm Hinweise auf die künftige Politik erwartet. Am 6. September könnte EZB-Präsident Mario Draghi Maßnahmen zur Stützung des Euros verkünden. Einige Beobachter rechnen allerdings damit, dass er damit bis zum 12. September warten wird. An diesem Tag entscheidet das Bundesverfassungsgericht über die Rechtmäßigkeit des ständigen EU-Rettungsschirms ESM. Anfang Oktober wird der Troika-Bericht von EU, EZB und IWF zur Lage in Griechenland erwartet.

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  • Muß wohl ein Impuls gewesen sein...

  • Pssst, der DAX ist wieder über 7.000. Ansonsten weiterschlafen.

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