Börse Frankfurt
Trump drückt Dax ins dicke Minus

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Der gute und der böse Trump

Der zunehmende Druck war auch auf dem Devisenmarkt zu spüren. Der so starke Dollar verlor deutlich, zeitweise bis zu ein Prozent. Zuletzt kam der Euro auf 1,0659 Dollar, womit er sich um 0,8 Prozent verteuerte. Darunter litten europäischen Aktien, verteuert ein starker Euro doch die Ausfuhren ins Ausland. Ein weiteres Indiz für den Gegenwind ist der steigende Goldpreis. Das Edelmetall gilt als sicherer Hafen, heute sprang die Unze um 0,8 Prozent und damit über die 1200-Dollar-Marke. „Für die Märkte gibt es den 'guten Trump' und den 'bösen Trump'“, sagte Anlagestratege Ayako Sera von der Sumitomo Mitsui Trust Bank. Die große Frage sei nun: „Kehrt der 'gute Trump' vor seiner Amtseinführung wieder zurück?“

Die US-Börsen präsentierten folgten dem Trend. Der Dow-Jones-Index lief am Donnerstag in seinem Frühhandel zum vierten Mal in Folge leichter. Zuletzt kam er mit 19.797 Punkten auf ein Minus von 0,8 Prozent. Der S&P gab ebenfalls 0,8 Prozent ab auf 2256 Stellen. Die Titel der Technologiebörse Nasdaq fielen um ein Prozent auf 5510 Punkte. In Frankfurts zweiter Reihe kamen die Nebenwerte des MDax mit 22.313 Punkten auf einen Abschlag von 0,2 Prozent. Der TecDax verlor ein Prozent auf 1828 Punkte.

Am Aktienmarkt litten vor allem die Pharmawerte unter der Kritik Trumps an hohen Medikamentenpreisen und der Produktion im Ausland. „Die europäischen Firmen haben enge Verbindungen mit den USA, daher verheißen diese Kommentare nichts Gutes für den Sektor“, sagte Marktanalyst Jasper Lawler vom Brokerhaus London Capital. Der heimische Branchenindex rutschte zeitweise um 2,3 Prozent ab. Zu den größten Verlierern zählten mit Kursverlusten von bis zu vier Prozent Novo Nordisk aus Dänemark, Shire aus Großbritannien und Novartis aus der Schweiz. In Deutschland gaben Merck 1,9 Prozent nach – und waren damit Schlusslicht in der ersten Börsenreihe. Mit großen Abstand führten die Versorger den Dax an. Eon-Papiere verteuerten sich um 2,4 Prozent, die von RWE um 1,9 Prozent.

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Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Börse Frankfurt: Trump drückt Dax ins dicke Minus"

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  • Herr Mark Hoffmann11.01.2017, 15:09 Uhr
    Es langt schon, wenn wir mit der Grün-Sozialistischen Merkel wieder in einen grün-linken"Nazi-Deutschland" wieder angekommen sind.

    Herr Peter Spiegel11.01.2017, 16:13 Uhr
    Obama hat in Nazi-Deutschland Asyl beantragt. Kim Jong-un hat es genehmigt.

    Herr Peter Spiegel11.01.2017, 16:34 Uhr
    Nazi-Krankenkasse plant Lager für adipöse Menschen in Nord-Korea.

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