Börse Frankfurt

US-Notenbank enttäuscht Anleger

Europas Geldpolitiker halten an der Politik des billigen Geldes fest, aber die US-Notenbank zögert mit neuen Konjunkturimpulsen. Die Investoren reagieren wie Süchtige auf Entzug. Das drückt den Dax heute tief ins Minus.
78 Kommentare

Börse Frankfurt am Abend

FrankfurtDer deutsche Aktienindex zeigte sich heute von einer sehr schwachen Seite. Am Ende schloss der Dax rund 2,8 Prozent im Minus auf 6.784 Punkte. Die zweite Reihe zeigte sich ebenfalls tiefrot. Der MDax sank um 3,2 Prozent auf 10.505 Punkte und der TecDax ging mit 2,8 Prozent auf 775 Punkte aus dem Handel. Der Grund für die starken Kursverluste an den Börsen am Mittwoch: Viele schlechte Nachrichten.

Den Anfang machte die Fed. Die US-Notenbank sieht keinen Grund für weitere monetäre Konjunkturprogramme. Immer weniger Notenbanker sprechen sich für eine zusätzliche Geldspritze zur Ankurbelung der US-Konjunktur aus, wie aus Fed-Protokollen hervorgeht. Sie sind der Meinung, dass sich die US-Wirtschaft mittlerweile sehr gut entwickle - auch ohne weitere Notenbankgelder.

„Das ist für den Markt eine große Enttäuschung, die Aussicht auf billige und überbrodelnde Liquidität ist doch zu verlockend“, sagte ein Händler.

Am Nachmittag kamen dann neue Zahlen zur Entwicklung der US-Wirtschaft und die widersprachen den Einschätzungen der US-Notenbanker. Einer der wichtigsten Indikatoren für die US-Konjunktur, der ISM-Dienstleistungsindex, erreichte nicht den von den Volkswirten prognostizierten Wert. Statt 56,8 Punkte erreichte der Index nur 56 Punkte. Im Anschluss an die Daten des ISM-Index baute der Dax seine Verluste weiter aus.

Gegen den Konjunkturpessimismus der Anleger konnten selbst halbwegs gute US-Arbeitsmarktdaten nichts anrichten. Laut den ADP-Daten, die als wichtigster Indikator für den monatlichen US-Arbeitsmarktbericht gelten, konnten im März 209.000 neue Stellen geschaffen werden. Erwartet wurden 206.000 neue Arbeitsplätze.

Bei der negativen Nachrichtenlage in den USA mussten die US-Börsen folgerichtig nachgeben. Nach Frankfurter Börsenschluss zeigte der Dow Jones 1,2 Prozent nach unten auf 13.048 Punkte, der S&P notierte 1,1 Prozent im Minus auf 1.397 Punkte und der Nasdaq-100 fiel um 1,6 Prozent auf 2.738 Zähler.

Spanien-Auktion enttäuscht Anleger

Aus Europa kamen heute ebenfalls keine Zuversicht streuenden Nachrichten. Die Auktion spanischer Staatsanleihen, die am Morgen stattgefunden hat, konnte die Investoren nicht überzeugen. Bei gestiegenen Renditen konnte mit den Papieren, deren Laufzeit von 2015 bis 2020 reichten, gerade einmal 2,6 Milliarden Euro eingenommen werden. Die Zielspanne lag bei 2,5 bis 3,5 Milliarden Euro. Auch das Interesse nach den Anleihescheinen ging zurück. Die letzte Emission erreichte eine 5-fache Überzeichnung, die jetzige nur eine 2,4-fache.

Die Europäische Zentralbank konnte mit ihrer heutigen Leitzinssitzung ebenfalls keinen Stimmungsumschwung einleiten. Zwar hielten sie an ihrer Niedrigzinspolitik mit einem Prozent fest, doch diese Entscheidung wurde von den meisten Börsianern so erwartet. In der anschließenden Pressekonferenz schätze EZB-Präsident Mario Draghi die wirtschaftliche Lage in der Eurozone zudem mäßig ein. Für die Wachstumsperspektiven bestünden laut Draghi weiterhin Abwärtsrisiken.

Der Euro präsentierte sich nach der Entscheidung zunächst kaum verändert, beschleunigte aber später seine Abwärtsdynamik. Die Gemeinschaftswährung wurde am Abend mit 1,3127 Dollar gehandelt und lag damit 0,8 Prozent tiefer.

"Daimler auf dem Weg zur Bestform, aber noch nicht am Ziel"
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78 Kommentare zu "Börse Frankfurt: Der Tag der Kursrückschläge"

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  • @Deltaone...

    ich habe keine politischen stellungen eingenommen somit ist dein Satz "von verstehen" einfach nur BLÖDSINN.

    Dinge die widerlegt wurden habe ich nur aufgezählt, alles im Zeichen der Zeit schließt sich mir aus dem Text. Ob richtig oder flasch stellte sich immer später heraus nachdem die generation verstorben warund somit uch die ansicht des "richtig seins"


    Bei meinem kommentar gabs einfach nichts zu bewerten und du krigst es trotzdem hin, trottel xD

  • DuDauDu

    Erklären Sie doch bitte der Commuity das Wort Hochkomplexität imn Zusammenhang mit dem Wort Stammtischniveau.

    Wir bleiben gespannt auf Ihre Erläuterungen.

    Vermutlich war das board damals genau so klug wie Sie auch.

    Um so besser.

  • Knowhowto: Antagonimus.

  • So, mache mich ab ins Bettchen. Bis bald, leser...

  • Ich liebe es, wenn hochkomplexe Themen auf Stammtischniveau abgehandelt werden. Bleibt doch besser beim Börsengeschwätz.

  • "Jeder kriegt, was er verdient" (TH)

  • ka.
    sry.
    ka.
    ich hatte ihn mal gesehen bei einer der üblichen aufläufe: MB500 als Stellvertreter des Schriftstellerverbandes, weil Bleuel damals ne feige Sau, damals?, war.
    imao ist der gefesselt von seinem Genie, das würde auch das handwerklich schwache Gedicht erklären.
    Ein kleine Wichtigtuer imao.
    Umso erstaunlicher, wie die Springertruppe auf den einkloppt.

  • Heidelberger, konzentrier Dich auf das, was Dein Ding ist - Politik ist es jedenfalls nicht.
    Leser: Kannst Du mir erklären, was GG damit bezwecken wollte? Ein Unding, m.E.

  • -Saddam hat Massenvernichtungswaffen!

    -Osama Bin Laden hat Amerikas (seit Pearl Harbor hochtechnologisch ausgebaut) Luftwaffe im eignen Land von afghanistan ausgetrickst

    -Gaddafi muss weg wir fliegen ü. 30.000 bewaffnete humanitäre Einsätze ohne davon zu profitieren

    -Völkermorde in der restl. Weltgeschichte waren uns äußerst wichtig xD

    -Verbrennt die Hexen

    -Das Auto ist Teufels Werkzeug!

    -Syrien... Assad... ach... so wichtig ist es uns nun doch nicht...

    -Hoch lebe der König

    -Die Bibel

    -Jesus

    -Dot-c(u)m

    ... unendlich kannich weiter auflisten...

    Einfach mal drüber nachdenken ohne zu diskutieren.

  • Hinterfragt blos nicht die Existenz von Israel falls du dies tust bist du ein Nazi xD

    Dummes deutsches Volk xD
    Kaufen den nachrichten sogar das Wort "Humanitäre Einsätze" ab, wie bescheuert muss man sein.

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