Börse Frankfurt
Deutsche Aktien bauen Gewinne aus

Positiv aufgenommene US-Konjunkturdaten haben den deutschen Aktienmarkt beflügelt. Der Dax erholte sich von seinen Vortagsverlusten und ging 2,12 Prozent höher aus dem Handel. An der Spitze der Dax-Werte lagen die Papiere von MAN, die von Presseberichten über eine vollständige Übernahme durch VW profitierten.

HB FRANKFURT/MAIN. Der deutsche Aktienmarkt hat am Mittwoch nach positiv aufgenommenen US-Konjunkturdaten seine Gewinne ausgebaut. Der Dax erholte sich von seinen Vortagsverlusten und ging 2,12 Prozent höher bei 6683,71 Punkten aus dem Handel. Der MDax stieg um 2,27 Prozent auf 9056,56 Zähler. Beim TecDax stand zum Schluss ein Plus von 1,64 Prozent auf 775,60 Punkte zu Buche.

MAN -Aktien setzten sich mit plus 4,94 Prozent auf 95,09 Euro an die Dax-Spitze. Noch in diesem Jahr wolle VW MAN vollständig übernehmen, hieß es in einem Pressebericht. Eine Zerschlagung von MAN werde es aber nicht geben. Ein VW -Sprecher dementierte indes den Bericht. Bisher hält VW knapp 30 Prozent an MAN.

Auch die zuletzt gebeutelten Finanzwerte waren im Dax gefragt. Händler verwiesen auf neue Berichte und Spekulationen um den Anleiheversicherer AMBAC. Zudem hellten die Zahlen der Credit Agricole die Stimmung im Sektor auf. Commerzbank stiegen um 3,71 Prozent auf 19,30 Euro, Hypo Real Estate gewannen 2,75 Prozent auf 18,32 Euro.

Papiere von adidas konnten nur anfangs von der Bilanzvorlage profitieren und gehörten am Ende mit plus 0,31 Prozent auf 41,58 Euro zu den schwächsten Werten im Dax. Der Sportartikel-Hersteller hat im Gesamtjahr 2007 sowie im vierten Quartal seinen Gewinn nicht ganz so stark gesteigert wie von Analysten erwartet. Die schlechte Entwicklung bei Reebok trübt laut Händlern die Bilanz des Sportartikelherstellers anhaltend ein.

In der zweiten Reihe kletterten die Vorzugsaktien von ProSiebenSat.1 um 7,03 Prozent auf 14,00 Euro. Händler verwiesen auf positive Aussagen und Zahlen des Wettbewerbers RTL-Group. Europas größter Fernsehanbieter habe sich auch optimistisch zum Werbemarkt geäußert. Symrise -Titel stiegen nach der Bilanzvorlage um 0,73 Prozent auf 16,50 Euro.

Bei den Technologiewerten profitierten Anteilscheine von MorphoSys von einem neuen Großauftrag und verteuerten sich um 4,50 Prozent auf 42,00 Euro. Im SDax stürzten die Aktien von Balda nach der Bekanntgabe von Liquiditätsproblemen um 23,05 Prozent auf 4,04 Euro ab. Der Handy- Zulieferer schwebt wegen des höher als erwartet ausgefallenen Verlusts bei ehemaligen Tochtergesellschaften in Insolvenzgefahr.

Der EuroSTOXX 50 stieg um 2,06 Prozent auf 3684,54 Zähler. In Paris und London fielen die Gewinne ähnlich deutlich aus. In den USA legte der Dow Jones zum Börsenschluss in Europa leicht zu.

Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite der börsennotierten Bundeswertpapiere bei 3,74 Prozent. Der Rentenindex sank um 0,16 Prozent auf 118,91 Punkte. Der Bund Future verlor 0,24 Prozent auf 117,25 Punkte. Der Kurs des Euro überschritt erstmals in seiner Geschichte die Marke von 1,53 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte zuvor den Referenzkurs auf 1,5196 (Dienstag: 1,5206) Dollar festgelegt. Der Dollar kostete damit 0,6581 (0,6576) Euro.

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