Börse Frankfurt: Deutsche Bank verliert weiter

Börse Frankfurt
Dax geht nach Fed-Freude die Puste aus

Deutsche Bank verliert weiter

An der Wall Street waren die Kurse – wie auch in Euopa – leicht auf dem Rückzug. Der Dow-Jones-Index kam mit 18.342 Punkten auf ein Minus von 0,3 Prozent. Händler verwiesen auf Gewinnmitnahmen, aber auch auf den Unsicherheitsfaktor US-Wahlen, der zunehmend ins Visier der Akteure rückt. In Japan hatte die Bank of Japan ihre Maßnahmen zur Wochenmitte ausgeweitet und mit der Entscheidung, die Rendite langfristiger Anleihen direkter zu steuern, ihrem Ruf als Vorreiter unkonventioneller Geldpolitik untermauert. Mit eine Rally war die Nippon-Aktien in den Feiertag am Donnerstag gegangen. Den Freitag beendeten die Tokioter Titel mit leichten Abschlägen und gaben den europäischen Aktien damit die Richtung vor. Der Nikkei schloss 0,3 Prozent leichter bei 16.754 Punkten. In Shanghai gab der Composite 0,3 Prozent nach, in Hong Kong verlor der Hang Seng ebenfalls 0,3 Prozent.

Schwach liefen im Dax die Versorger. Die Papiere von RWE verloren bis zu anderthalb Prozent, nachdem die Commerzbank zum Verkauf der Anteilsscheine geraten hatte. Der Kommentar beendete den kurzen Höhenflug der Essener. Unter anderem dank des geplanten Börsengangs der Ökostrom-Tochter hob die CoBa-Analystin Tanja Markloff ihr Kursziel allerdings auf zwölf von elf Euro an. „Erträge, Risikoprofil und Dividendenaussichten von Innogy sind als attraktiver als bei RWE“, betonte sie. Dies ist laut einem Aktienhändler offenbar der Grund hinter dem aktuellen RWE-Kursminus. „Die Leute räumen in ihren Depots bereits Platz für Innogy frei.“

Schwächster Titel in der Frankfurt Benchmark war die Deutsche Bank. Die konjunktursensiblen Finanztitel gehörten gestern zu den großen Gewinnen der Rally, doch das Kursplus war nicht nachhaltig. Das größte Geldhaus der Bundesrepublik verlor knapp zwei Prozent und lief mit 11,40 Euro nur noch drei Prozent oberhalb des Rekordtief von 11,06 Euro. Zu schaffen machten Daten des Branchendienstes Coalition, denen zufolge die Deutsche nicht mehr zu den fünf weltgrößten Investmentbanken gehört.

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Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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