Börse Frankfurt
Deutscher Aktienindex schließt im Minus

Dax-Anleger haben sich vom Brexit-Schock erholt, doch sie bleiben am Montag eher vorsichtig. Auch die Wall Street liefert keine Impulse, wegen des Feiertags wird dort am Montag nicht gehandelt. Bankwerte bleiben unter Druck.

FrankfurtDie Anleger am deutschen Aktienmarkt sind am Montag vorsichtiger geworden. Der Dax schloss 0,7 Prozent im Minus. In den vergangenen vier Handelstagen hatte das Börsenbarometer allerdings um rund 5,5 Prozent zugelegt und damit gut die Hälfte der Verluste nach dem Votum der Briten gegen ihre EU-Mitgliedschaft aufgeholt.

Der MDax als Index für mittelgroße Werte und der Technologiewerte-Index TecDax verloren jeweils rund ein Prozent. Es fehlten größere Impulse von den Weltbörsen. In den USA wird außerdem am Montag wegen des Unabhängigkeitstags nicht gehandelt.

Bankenwerte waren nach ihrem Stabilisierungsversuch gegen Ende der Vorwoche einmal mehr unter den Verlierern. Sie hatten nach der Brexit-Entscheidung europaweit deutlich nachgegeben. Die Papiere der Commerzbank und der Deutschen Bank fielen am Montag jeweils um rund 1,8 Prozent.

Im TecDax büßten Aixtron-Aktien drei Prozent ein. Die chinesischen Kaufinteressenten für den LED-Industrieausrüster brauchen nach eigenem Bekunden mehr Zeit für die Vorlage ihres endgültiges Angebots. Dies sei nötig, um die Offerte nach deutschem und nach US-Recht parallel vorzubereiten.

Für die Papiere des Biotech-Unternehmens Morphosys ging es nach der Bekanntgabe eines klinischen Meilensteins für den Start einer Phase-1-Studie zur Prävention von Thrombose mit einem neuartigen Antikörper zunächst leicht nach oben, später notierte die Aktie aber kaum verändert.

Am Freitag hatte der Dax ein Prozent im Plus bei 9.776 Punkten geschlossen. Eine Woche nach dem Brexit-Beben hatte sich der Aktienmarkt damit stabilisiert. Allerdings sind Börsianer weiterhin skeptisch, dass die Erholung nachhaltig ist. „In nächster Zeit wird es viele Unsicherheitsmomente für die europäische Wirtschaft geben“, sagt Investmentstratege Lars Skovgaard Andersen von der Danske Bank.

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