Börse Frankfurt
Die Dax-Ruhe vor den 10.000 Punkten?

Der Dax hat einen erstaunlichen Run hinter sich. Zum Wochenstart atmen Anleger allerdings durch. Schwache Konjunkturdaten drückten auf die Stimmung. Analysten bleiben optimistisch und warten auf die 10.000 Punkte-Marke.
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Jetzt heißt es erstmal durchatmen. Der Dax stieg zwölf Tage in Folge und schaffte allein im November ein Plus von sieben Prozent. Doch die Rekordjagd wurde zum Wochenstart vorerst auf Eis gelegt: Der Dax ging 0,17 Prozent schwächer bei 9.963 Punkten aus dem Handel.

Doch Analysten gehen davon aus, dass die Rally an den internationalen Aktienbörsen diese Woche noch weitergehen könnte. „Die Jahresend-Rally ist bereits in vollem Gang“, sagt Aktienstratege Carsten Klude von MM Warburg. „Der Dax wird die Zehntausender-Marke sicher knacken und sich darüber halten.“ Im Windschatten neuer Höchststände an der Wall Street gewann der deutsche Leitindex in der alten Woche 2,6 Prozent und näherte sich bis auf etwa 70 Zähler seiner bisherigen Bestmarke von 10.050,98 Stellen.

Dass die Rally ins Stocken gerät, lag am Montag auch enttäuschenden Konjunkturdaten. Der deutsche Einkaufsmanagerindex sank im November um 1,9 auf 49,5 Punkte, wie das Markit-Institut am Montag zu seiner Umfrage unter 500 Unternehmen mitteilte. Damit fiel das Barometer laut endgültigen Daten nicht nur auf den tiefsten Stand seit 17 Monaten, sondern auch unter die Wachstumsschwelle von 50 Punkten.

Auch aus China kamen enttäuschende Zahlen: Das Wachstum der chinesischen Industrie hat sich verlangsamt, der Einkaufsmanagerindex für die Branche sank im November auf 50,3 Punkte von 50,8 Zählern im Oktober.

Paukenschlag bei Eon

Für die Nachricht des Tages an den Märkten sorgte allerdings Eon. Der Strom- und Gaskonzern steht vor dem größten Umbau seiner Konzerngeschichte und möchte in Zukunft komplett auf erneuerbare Energien setzen. Kohle, Gas und Atomkraft sollen in eine neue Gesellschaft ausgegliedert werden. Die Energiewende hat damit erstmals einen Branchenriesen komplett aus den Angeln gehoben. Die Aktien stiegen in der Spitze um 6,3 Prozent auf 15,15 Euro und waren damit so teuer wie seit knapp fünf Monaten nicht mehr. Schließlich ging die Eon-Aktie 4,5 Prozent höher aus dem Handel. „Der Konzernumbau ist ein Befreiungsschlag für Eon“, sagte ein Händler. „Das ganze gleicht einem Großreinemachen.“ Dieser Schritt nehme Anlegern viel Unsicherheit und dürfte für die Aktien langfristig gut sein.

Im MDax schossen Gagfah-Aktien um rund 13 Prozent in die Höhe. Deutschlands größter Wohnimmobilienkonzern Deutsche Annington will den Ruhrgebiets-Rivalen für fast 3,9 Milliarden Euro übernehmen. Die Titel der Deutschen Annington fielen dagegen um gut drei Prozent.

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Kommentare zu " Börse Frankfurt: Die Dax-Ruhe vor den 10.000 Punkten?"

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  • @Veldung

    Dank Draghi kratzt der Dax sich bald wo ganz anders...an der 11.000er Marke. Dann bin ich mal auf Ihre tolle Theorie gespannt.

    Draghi! Draghi! Draghi! Draghi!

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Jaaaa, das nimmt hier wirklich einer Ernst,wie geil ist das denn,und er erklärt das auch noch......

    Aber egal, die Kleinanleger kaufen doch nur puts.....

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