Börse Frankfurt
Die Ruhe vor dem nächsten Sturm?

Auch wenn der Dax heute leichte Verluste hinnehmen musste – die Rally bleibt intakt. Die 12.000 Punkte sind nur noch eine Frage der Zeit. Doch Händler warnen: Einige Kennzahlen erinnern an die Zeit vor der Krise 2008.
  • 80

FrankfurtDie Dax-Anleger sammeln ihre Kräfte für den Aufstieg auf die 12.000-Punkte-Marke. Große Sprünge waren daher heute nicht drin. Der Dax konnte zwar sein Rekordhoch zwischenzeitlich auf 11.830 Punkte verbessern. Am Ende ging der Leitindex jedoch mit einem Minus von 0,1 Prozent auf 11.799 Punkten aus dem Handel.

Es gilt allerdings als sicher, dass die irre Rekordjagd des Dax weitergehen wird. Eine Konsolidierung ist nicht in Sicht und selbst wenn der Dax in den kommenden Tagen verlieren sollte, dürften die Verluste nur eine Momentaufnahme sein. Der kontinuierliche Geldfluss der Europäischen Zentralbank zerstreut derzeit alle Bedenken bezüglich des Investments in Wertpapiere. „Es bleibt dabei, der Deutsche Aktienindex kann in diesen Tagen von nichts und niemandem in seiner Rekordjagd aufgehalten werden", stellt CMC-Stratege Andreas Paciorek fest.

Die Anleger scheinen sich derzeit für nichts anderes mehr zu interessieren als das Anleihekaufprogramm der EZB. Das Geld fließt in bis dahin ungekannten Maßen. „Selten zuvor kletterten die Kurse ohne Korrektur so dynamisch aufwärts“, kommentierte Franz-Georg Wenner vom Börsenstatistik-Magazin Index-Radar den Verlauf am Markt. Er spricht sogar von einer „Kaufpanik“. Einen weiteren Anstieg von ein bis zwei Prozent hält er durchaus noch für möglich, doch wachse zugleich auch die Abwärtsgefahr.

Die Analysten der DZ Bank haben angesichts der jüngsten Rekordjagd am deutschen Aktienmarkt vor „irrationalen Übertreibungen“ gewarnt. Der Dax hat seit Jahresbeginn über 20 Prozent auf ein Allzeithoch von 11.830 Punkte gewonnen. „Die Kursrallye am Aktienmarkt ist nicht mehr gesund“, schrieben die Analysten in einer Kurzstudie. Die Bewertungen im Euro-Raum hätten sich von den zugrundeliegenden Fundamentaldaten gelöst und liefen nun in Richtung einer neuen spekulativen Übertreibung.

Dennoch rechnen sie angesichts des gerade erst begonnen Anleihe-Kaufprogramms der EZB mit einer Fortsetzung der Rekordjagd. „Der Dax dürfte daher per Jahresende über unserem aktuell errechneten fairen Wert von 11.100 Punkten notieren, wir halten nun 12.500 Punkte für wahrscheinlich“, stellten die Analysten fest. Damit wäre der Dax der DZ Bank zufolge mit einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 2,6 bewertet, ähnlich hoch wie im Sommer 2007, vor der letzten Rezession.

Seite 1:

Die Ruhe vor dem nächsten Sturm?

Seite 2:

Erhöhte Dividende katapultiert K+S ins Plus

Kommentare zu " Börse Frankfurt: Die Ruhe vor dem nächsten Sturm?"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Nur wer die Bicher kennt wird Held, leider scheiden Sie aus.


  • Wer schreibt der bleibt Herr Schneider, was die "Bicher" betrifft aber niemals mit Berater. Sie wissen, die CD,s ganz schlimm. Selbst ist der Mann und bei Ihren Gewinnen ist das wichtig.

  • hallo herr Elbers
    wieder gesund?
    Sehr schön,aber die herren Wusnewsky,Weissenfels,Volkerts und Thomsen liegen immer noch flach,oder?
    Die Vertretung Haas und Wünsel waren nicht so gut..die kamen mit dem schwarzen Drachen nicht zu Recht

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%