Börse Frankfurt Die Ruhe vor dem nächsten Sturm?

Auch wenn der Dax heute leichte Verluste hinnehmen musste – die Rally bleibt intakt. Die 12.000 Punkte sind nur noch eine Frage der Zeit. Doch Händler warnen: Einige Kennzahlen erinnern an die Zeit vor der Krise 2008.
Update: 12.03.2015 - 17:41 Uhr 80 Kommentare

Dax legt kleine Verschnaufpause ein

FrankfurtDie Dax-Anleger sammeln ihre Kräfte für den Aufstieg auf die 12.000-Punkte-Marke. Große Sprünge waren daher heute nicht drin. Der Dax konnte zwar sein Rekordhoch zwischenzeitlich auf 11.830 Punkte verbessern. Am Ende ging der Leitindex jedoch mit einem Minus von 0,1 Prozent auf 11.799 Punkten aus dem Handel.

Es gilt allerdings als sicher, dass die irre Rekordjagd des Dax weitergehen wird. Eine Konsolidierung ist nicht in Sicht und selbst wenn der Dax in den kommenden Tagen verlieren sollte, dürften die Verluste nur eine Momentaufnahme sein. Der kontinuierliche Geldfluss der Europäischen Zentralbank zerstreut derzeit alle Bedenken bezüglich des Investments in Wertpapiere. „Es bleibt dabei, der Deutsche Aktienindex kann in diesen Tagen von nichts und niemandem in seiner Rekordjagd aufgehalten werden", stellt CMC-Stratege Andreas Paciorek fest.

Die Anleger scheinen sich derzeit für nichts anderes mehr zu interessieren als das Anleihekaufprogramm der EZB. Das Geld fließt in bis dahin ungekannten Maßen. „Selten zuvor kletterten die Kurse ohne Korrektur so dynamisch aufwärts“, kommentierte Franz-Georg Wenner vom Börsenstatistik-Magazin Index-Radar den Verlauf am Markt. Er spricht sogar von einer „Kaufpanik“. Einen weiteren Anstieg von ein bis zwei Prozent hält er durchaus noch für möglich, doch wachse zugleich auch die Abwärtsgefahr.

Die Analysten der DZ Bank haben angesichts der jüngsten Rekordjagd am deutschen Aktienmarkt vor „irrationalen Übertreibungen“ gewarnt. Der Dax hat seit Jahresbeginn über 20 Prozent auf ein Allzeithoch von 11.830 Punkte gewonnen. „Die Kursrallye am Aktienmarkt ist nicht mehr gesund“, schrieben die Analysten in einer Kurzstudie. Die Bewertungen im Euro-Raum hätten sich von den zugrundeliegenden Fundamentaldaten gelöst und liefen nun in Richtung einer neuen spekulativen Übertreibung.

Dennoch rechnen sie angesichts des gerade erst begonnen Anleihe-Kaufprogramms der EZB mit einer Fortsetzung der Rekordjagd. „Der Dax dürfte daher per Jahresende über unserem aktuell errechneten fairen Wert von 11.100 Punkten notieren, wir halten nun 12.500 Punkte für wahrscheinlich“, stellten die Analysten fest. Damit wäre der Dax der DZ Bank zufolge mit einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 2,6 bewertet, ähnlich hoch wie im Sommer 2007, vor der letzten Rezession.

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80 Kommentare zu "Börse Frankfurt: Die Ruhe vor dem nächsten Sturm?"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Nur wer die Bicher kennt wird Held, leider scheiden Sie aus.


  • Wer schreibt der bleibt Herr Schneider, was die "Bicher" betrifft aber niemals mit Berater. Sie wissen, die CD,s ganz schlimm. Selbst ist der Mann und bei Ihren Gewinnen ist das wichtig.

  • hallo herr Elbers
    wieder gesund?
    Sehr schön,aber die herren Wusnewsky,Weissenfels,Volkerts und Thomsen liegen immer noch flach,oder?
    Die Vertretung Haas und Wünsel waren nicht so gut..die kamen mit dem schwarzen Drachen nicht zu Recht

  • "doch wachse zugleich auch die Abwärtsgefahr."

    Bei einem normalen Markt - also ohne EZB-Druck - würde ich auch sagen, dass Gefahr nach unten besteht. Es ist aber so, dass die EZB überhaupt keine Wahl lässt, als drin zu bleiben oder bei Rücksetzern sofort nach zukaufen. Wenn die Notenbank unendlich nachdrucken will, dann ist nach oben ist nur Draghi das Limit.

  • Abstrahieren ist Ihre Sache nicht, daher brauchen Sie die Bildchen, versuchen Sie es mal damit.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Sie scheinen nicht richtig gelesen zu haben...schade....hatte mehr von Ihnen erwartet.aber ist halt nur ein anoymes Forum...da darf jeder mal Held sein

  • Herr Schneider
    Hier muß ich mich wie Sie auch wiederholen, allerdings ohne Unterstellung.
    Versuchen Sie etwas Buchhaltung zu erlernen, dann brauchen Sie keinen Berater
    und zweitens wäre Ihnen eher klar, was ein Buchverlust ist. Ansonsten nehme ich Ihren Dank gönnerhaft zur Kenntnis

  • Versuchen Sie etwas Buchhaltung zu erlernen, dann brauchen Sie keinen Berater
    und zweitens wäre Ihnen eher klar, was ein Buchverlust ist. Ansonsten nehme ich Ihren Dank gönnerhaft zur Kenntnis

  • @Schneider!
    Menschenskinners!

    (...) Dass Ihre Dax calls derzeit einen run haben ist ja wunderbar!

    Ein Investment ist etwas anderes als ein call oder put auf Schweinehälften oder den Dax! Die anzuerkennen wäre schön.

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

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