Börse Frankfurt
Die Schuldenkrise ist zurück, Dax verliert deutlich

Investoren fürchten mal wieder um die Finanzen der angeschlagenen Euro-Länder. Portugal bekommt seine Anleihen nicht los, die Risikoaufschläge für Bonds aus Irland steigen immer weiter. Obendrein will China seine Geldpolitik straffen. Keine guten Nachrichten für den Aktienmarkt; die Anleger machen Kasse. Der Dax schließt im Minus.
  • 2

HB FRANKFURT. Die wachsende Unruhe unter Anlegern insbesondere wegen der Schuldenprobleme Irlands hat die Aktienmärkte am Mittwoch unter Druck gesetzt. Der Dax schloss ein Prozent tiefer bei 6719 Punkten. Das Handelsvolumen im Dax stieg auf 132,6 (Dienstag: 109,7) Millionen Aktien. Der Umsatz erhöhte sich auf 4,1 (3,2) Milliarden Euro. Die US-Börsen lagen bei Handelsschluss in Europa im Minus. Der Dow-Jones-Index fiel um 0,4 Prozent, der S&P500 um 0,3 Prozent. Der Nasdaq-Composite gab 0,2 Prozent nach.

Unter Druck standen insbesondere Finanzwerte, der europäische Stoxx-Branchenindex fiel um fast zwei Prozent. "Es gibt Verunsicherung wegen der irischen Staatsschulden, die US-Börsen liegen im Minus, da steht eine Korrektur an", sagte ein Händler. "Viele Anleger haben in den vergangenen Tagen stattliche Gewinne eingefahren."

Die für Portugal weniger vorteilhaft als zuletzt verlaufene Staatsanleihen-Auktion hat Investoren noch skeptischer gegenüber Papieren aus finanziell klammen Euroländern werden lassen. Allen voran wurden irische Papiere abgestoßen, vor allem nachdem der irische Zentralbankchef Patrick Honohan sagte, es werde lange dauern, bis Irland wieder saniert sei. Der Risikoaufschlag für zehnjährige Anleihen aus der Inselrepublik zur vergleichbaren Bundesanleihe stieg im Tagesverlauf um 50 auf 630 Basispunkte. Die Papiere rentierten in der Spitze mit 8,77 Prozent.

Auch die Spreads spanischer und portugiesischer Papiere zogen deutlich an. "Nachdem die Auktion eigentlich eher schlecht einzuschätzen ist, wollen alle nur noch raus aus den Papieren der üblichen Verdächtigen", sagte ein Händler.

Seite 1:

Die Schuldenkrise ist zurück, Dax verliert deutlich

Seite 2:

Seite 3:

Kommentare zu " Börse Frankfurt: Die Schuldenkrise ist zurück, Dax verliert deutlich"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • in Anbetracht des Umstandes, daß auch der DAX zu über 50% US-gesteuert ist, blicken die nationalen betrachter mal wieder zu kurz, wie fast immer. Klar wackelt die EU, aber das tut sie seit zwei Jahren ohne das es jemand wissen will. Natürlich sind fast alle EU-Staaten pleite, wie banken und große investoren, die oft nur die vielen kleinen vertreten. Daran hat man sich in Politik und Wirtschaft und sogar im gemeinen Volk längst gewöhnt. beim Tanz auf dem Vulkan wird der Vulkan ausgeblendet. bedeutender ist da schon der Zustand der Führungsmacht USA, welcher nie schlimmer gewesen ist. bush- etc. Erbe hin oder her: Nr. 44 tat nichts, um die Lage zu bessern - das ist der berechtigte und schwere Vorwurf. immer deutlicher wird das kriminelle Hütchenspiel von Obama, Geithner und bernanke. Neue Abgeordnete in USA sind öffentlich angetreten, diese Machenschaften an die Öffentlichkeit zu zerren - der erste Schritt, sie abzuschaffen. Die daraus sich ergebenden Konsequenzen sind zunächst - und müssen es sein - bitter. Alle Märkte werden sich ganz weit im Süden wiederfinden. Und das ist gut so.

  • in einem Theaterstück würde man nun so langsam die Climax erwarten.... - Konflikte sind ja schliesslich zuhauf angelegt, wie ein Erdbeben könnten sich die Spannungen entladen, von "currency-/cyber-wars" zum "trade-war", schliesslich "plain war"

    ich spinne ein wenig herum, aber das habe ich auch schon über andere Dinge gedacht - und sie sind längst passiert!

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%