Börse Frankfurt
Dompteur Draghi lässt den Dax tanzen

Der Dax wurde heute wieder zum Spielball des EZB-Präsidenten Mario Draghi. Dieser hatte zwar nicht Neues verkündet, dennoch geriet der Leitindex in heftige Turbulenzen. Am Ende musste der Dax deutliche Verluste hinnehmen.
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FrankfurtFreud und Leid liegen oft nah beieinander. Beim Dax erreichte diese Nähe heute sehr extreme Ausmaße. Denn innerhalb von wenigen Minuten rissen die Aussagen des EZB-Präsidenten Mario Draghi zunächst auf ein neues Rekordhoch von 10.084 Punkten, später sorgte die Enttäuschung über den mangelnden Informationsgehalt dann für einen tiefen Fall auf bis zu 9835 Zählern. Am Ende musste der Dax ein Minus von 1,2 Prozent auf 9851 Punkten hinnehmen.

Die zweite Reihe verzeichnete ebenfalls Verluste. Der MDax beendete den Handel 0,9 Prozent im Minus auf 16.969 Punkten. Der TecDax schloss 0,5 Prozent tiefer auf 1357 Zähler.

Draghi deutete mögliches Handeln Anfang 2015 an. Man werde die Geldpolitik „früh im Jahr“ überprüfen. Damit sei aber nicht unbedingt Januar gemeint. Die weiteren Entscheidungen seien von der Konjunkturentwicklung abhängig. Die technischen Voraussetzungen für die weiteren geldpolitischen Maßnahmen seien bereits vorhanden, so Draghi.

„Einige Investoren hatten auf konkretere Aussagen zu Staatsanleihekäufen gehofft. Da Draghi diese aber nicht geäußert hat, kehrte schnell Ernüchterung ein“, sagte Stefan Schilbe von HSBC Trinkaus.

„Die EZB bleibt in einer abwartenden Haltung und den Marktreaktionen zufolge zeigen sich manche Marktteilnehmer enttäuscht,“ bewertet Ralf Umlauf von der Helaba die Sitzungsergebnisse. Dessen ungeachtet sorge EZB-Präsident Draghi dafür, dass die QE-Spekulationen am Leben erhalten werden. So würde in der Eingangserklärung auf die schwachen Inflationsperspektiven und die wirtschaftlichen Risiken verwiesen.

Auch John Smith von Brown Shipley zeigte sich enttäuscht: „Viele haben gehofft, dass EZB-Chef Mario Draghi den Start von Staatsanleihekäufen für Anfang nächsten Jahres ankündigen würde – aber das hat er nicht getan. Insgesamt haben Anleger auf klarere Worte bezüglich der Staatanleihekäufe gehofft, aber er hat nichts gesagt, was wirklich neu ist.“

Der Euro konnte im Anschluss an die Pressekonferenz der Zentralbank an Wert zulegen. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am Abend mit 1,2442 Dollar bewertet und damit um 1,1 Prozent höher.

In den USA sorgten Draghis zögerliche Aussagen ebenfalls für Verluste. Der Dow Jones notierte nach Frankfurter Börsenschluss 0,5 Prozent im Minus auf 17.819 Punkte. Der S&P-500 und der Nasdaq gaben 0,6 beziehungsweise 0,4 Prozent nach.

Bei den Einzelwerten fielen heute die Aktien der Lufthansa auf. Trotz des seit drei Uhr morgens laufenden Streiks der Fernflugpiloten konnten die Papiere in einem schwachen Gesamtmarkt 1,1 Prozent zulegen. Wegen des Streiks, der bis Mitternacht dauert, annullierte Lufthansa am Donnerstag jeden zweiten Interkontinental-Abflug. Von den ursprünglich geplanten 72 Langstreckenabflügen in Frankfurt und München sollten noch 35 starten.

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  • Morgen wieder VORbörslich auf Putschnäppchen schauen.
    Die Maschinen ziehen den dax bestimmt wieder kurz zum nächsten putpunkt und diese sind dann wieder in kurzer Zeit 200-300 % höher und heute waren die 10.150er sogar 700%
    im Plus
    Abends interessiert das keinen denn es gibt keinen Umsatz und alle Geschäfte sind gekoppelt aber das weiss halt nicht jeder
    alao Augen auf bei den Puts und die Chancen nutzen

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. 

  • "Schöne Übertreibung nach unten heute"

    Den Ausbruch bis zur 10.120 nach oben im Dax fanden Sie daher nicht als Übertreibung,interessnate Sichtweise,wir sollten die Zeit bis 21 Uhr nutzen um darüber zu reden :)

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