Börse Frankfurt : Draghi-Äußerungen bewegen den Dax nur kurz

Börse Frankfurt
Draghi-Äußerungen bewegen den Dax nur kurz

Lange haben die Anleger gewartet, nun soll sich doch nichts ändern: Der Leitzins bleibt bei 0,25 Prozent. Womöglich greift Mario Draghi aber bald zu ungewöhnlichen Mitteln. Das sorgte zwei Stunden lang für Aufregung.
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FrankfurtDer Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) Mario Draghi steht womöglich kurz vor dem Einsatz schwerer Geschütze. Auch wenn der Leitzins in der Euro-Zone bei 0,25 Prozent bleibt, signalisierte der EZB-Präsident am Donnerstag seine Bereitschaft, eine für die Konjunktur gefährliche Deflationsspirale auch mit ungewöhnlichen Mitteln verhindern zu wollen. 

Nachdem sich der Dax bis am Mittag kaum bewegt hatte, sprang er nach den Draghi-Äußerungen zunächst auf ein Tageshoch von 9690 Punkten und fiel zum Handelsschluss wieder auf ein kümmerliches Plus von 0,1 Prozent auf 9629 Punkte. Der MDax zog um 0,1 Prozent an, der TecDax schrumpfte um 0,2 Prozent. Der Euro geriet ins Straucheln und fiel auf 1,3708 Dollar zurück nach zuvor 1,3763 Dollar. Das ist ein Minus von 0,4 Prozent.

Die Währungshüter hoffen darauf, dass die für ihren Geschmack zu niedrige Teuerungsrate bereits im April wieder anzieht und sich auch die Erholung der Wirtschaft fortsetzt. „Wir schließen eine weitere Lockerung der Geldpolitik nicht aus“, sagte Draghi in Frankfurt. „Wir sind entschlossen, unsere konjunkturstimulierende Geldpolitik so lange wie nötig beizubehalten.“ 

Die Leitzinsentscheidung kommentierte der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) Marcel Fratzscher: „Die Entscheidung ist gefährlich, da sich die Erwartungen einer Deflation in den Märkten und Unternehmen immer weiter verfestigen.“ Auch wenn ein weiteres Absinken der Inflationszahlen nicht stattfände, sei frühes und entschiedenes Handeln der EZB enorm wichtig, damit sie wieder früher ihrem Mandat der Preisstabilität gerecht werden könne.

Ralf Umlauf von der Landesbank Helaba sagte: „Zwar hat Draghi mit Nachdruck betont, dass die EZB bereit ist zu handeln, um - falls nötig - gegen deflationäre Entwicklungen vorzugehen.“ Letztlich zeuge die Einschätzung der konjunkturellen Lage aber von verhaltenem Optimismus und so werte die Helaba die Aussagen per saldo nicht als Signal für unmittelbar bevorstehende Aktivitäten der EZB.

Im Fokus standen am Donnerstag die im TecDax gehandelten Papiere von Jenoptik: Sie fielen um 4,7 Prozent auf 12,46 Euro und waren damit mit Abstand Schlusslicht. Vor einem Jahr hatten die Papiere noch 8,05 Euro gekostet. 

Die Münchener Rück Tochter Ergo hat ihre Anteile an dem Technologiekonzern an der Börse verkauft und damit rund 58 Millionen Euro eingenommen. Der Versicherer habe 4,8 Millionen Aktien für je 12,15 Euro am Markt platziert, bestätigte ein Jenoptik-Sprecher. Der Preis lag damit am unteren Ende der angepeilten Spanne von 12,15 bis 13,08 Euro. Der Versicherer habe den guten Aktienkurs genutzt und seinen kompletten Jenoptik-Anteil von 8,5 Prozent veräußert, erläuterte ein Ergo-Sprecher. Die Beteiligung sei immer ein Finanzinvestment gewesen.

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  • Machst Du jetzt den "deltaone" oder bist Du auf einmal davon überzeugt, dass der Dax korrigiert?

  • Mit dem schönen Gefühl auf meinem DAX-Short Kauf schon 50 Punkte vorne zu liegen beschäftige ich mich jetzt mit wichtigeren Dingen, mit mir.
    Allen einen schönen Abend, bis morgen.

  • Ich hab mal ein paar ShortDAXe inhaliert.

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