Börse Frankfurt
Draghi beschert Dax starke Erholung

Dank des EZB-Chefs Mario Draghi schließt der Dax über zweieinhalb Prozent fester. Er stellte im Notfall eine Verlängerung des OMT-Programms in Aussicht. Das allein reichte den Anlegern, um aufs Parkett zurückzukehren.

FrankfurtDem Dax ist der Sprung aus dem Wochenminus gelungen. Dank positiver Signale in Sachen globaler Geldpolitik legte der Leitindex einen imposanten Donnerstagshandel hin. Letztlich notierte er 2,7 Prozent fester bei 10.317 Zählern. Sowohl in Europa als auch in den USA bleiben die Aussichten auf billiges Notenbankgeld ganz nach dem Geschmack der Anleger. Und weil die Börsen in China wegen der Gedenken an das Kriegsende 1945 geschlossen blieben, gab es heute auch keine schwachen Eingaben aus dem kriselnden Wirtschaftsmotors Fernosts zu verarbeiten.

Somit hat der Dax seit seinem Schlusskurs am Freitag 0,2 Prozent zugelegt. Und das, obwohl die Zweifel an Chinas Konjunktur wieder mal für eine desaströse Frühwoche gesorgt hatten. Ob die jüngste Erholung aber von wirklicher Nachhaltigkeit ist, werden die nächsten Impulse aus China prüfen, die aber erst ab Montag kommen – auch morgen bleiben die Märkte im Reiche der Mitte geschlossen.

Heute erstmal stand das Börsengeschehen ganz im Fokus der Notenbanken. In Europa sorgte EZB-Chairman Mario Draghi für Anlegerfreuden. Wie von den Märkten erwartet, beließ der europäische Zentralbankrat auf seiner monatlichen Sitzung die Zinsen auf dem Niveau von 0,05 Prozent. Viel interessanter waren die Aussagen des obersten Währungshüters der Währungsunion zu den Finanzmarktturbulenzen. So erzählte der Italiener, dass sich derzeit kein Ratsmitglied für weitere geldpolitische Maßnahmen aussprach.

Nichtsdestotrotz betonte Draghi den Spielraum, den sich die Notenbank gibt. Im Notfall würden die Männer und Frauen der EZB das Anleihekaufprogramm verlängern oder gar ausweiten. In nächster Zeit könnten die Europäer Bekanntschaft mit einer negativen Inflation machen. Die EZB senkte ihre Inflationsprognose für das Jahr auf 0,1 Prozent. Sie glaubt weiterhin an eine anziehende Konjunktur in Europa, wenngleich auch das Tempo etwas abnehmen dürfte. Mit diesen Pfeilen im Köcher konnte Mario Draghi die Börsianer am Donnerstag überzeugen. Infolge dessen verlor der Euro über ein Prozent und kostete 1,11 US-Dollar.

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