Börse Frankfurt
Draghi hilft dem Dax auf die Sprünge

Griechische Banken müssen sich vorerst keine Sorgen machen: Die EZB will ihnen weiter Kredite zur Verfügung stellen. Der Dax kletterte zeitweise knapp 250 Punkte nach oben – und nimmt zum Börsenschluss 177 Zähler mit.
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Düsseldorf/FrankfurtDie Hellas-Banken erhalten weitere Notkredite, das griechische Parlament winkt das dritte Hilfspaket durch: Mehrere erfreuliche Nachrichten verhalfen dem Dax am Donnerstag zu einem gehörigen Satz nach oben. Der deutsche Leitindex schloss mit einem Plus von 1,5 Prozent bei 11.717 Zählern – zweitweise stand sogar ein Plus von knapp 250 Punkten. In der zweiten Reihe zeigte sich ein ähnliches Bild: Der MDax notierte am Ende 1,5 Prozent fester bei 20.972 Punkten, der TecDax legte 1,2 Prozent zu auf 1795 Stellen.

Die Europäische Zentralbank (EZB) gewährt Griechenlands Banken weitere Notkredite. Der Rahmen für die sogenannten Ela-Hilfen von zuletzt rund 90 Milliarden Euro sei angehoben worden, sagte EZB-Präsident Mario Draghi nach Beratungen des EZB-Rates am Donnerstag in Frankfurt. Die Währungshüter stockten den Rahmen für die Gewährung von Notfall-Kredithilfen an die Institute um 900 Millionen für eine Woche auf.

Die sogenannten ELA-Hilfen werden von der Athener Notenbank gegen Sicherheiten vergeben. Über die Gewährung entscheidet aber der EZB-Rat. Die Institute benötigen die Liquiditätsspritzen mittlerweile für ihr Überleben. Denn aus Furcht vor einem Ausscheiden des Landes aus dem Euro hatten Bankkunden zuletzt massiv ihre Konten leergeräumt. Den Banken droht daher das Geld auszugehen. 

Die Zeichen der Entspannung in der Griechenland-Krise haben auch dem Euro geholfen. Die Gemeinschaftswährung verringerte ihre Verluste und kämpfte sich kurzzeitig über die Marke von 1,09 Dollar zurück.

Der Leitzins wurde hingegen wie erwartet nicht angetastet. Der Schlüsselsatz für die Versorgung des Bankensystems mit frischem Geld bleibt auf dem Niveau von 0,05 Prozent, wie die Währungshüter am Donnerstag nach ihrer geldpolitischen Sitzung mitteilten. Die EZB hatte den Leitzins im September 2014 auf das Rekordtief gesenkt.

Ungeachtet der Dauerkrise in Griechenland rechnen die Währungshüter mit einem Aufschwung in der Euro-Zone. „Die jüngsten Entwicklungen an den Finanzmärkten, die teilweise die größere Unsicherheit widerspiegeln, haben unsere Einschätzung nicht verändert“, sagte Draghi angesichts der starken Kursschwankungen an den Börsen.

Die Konjunkturerholung werde auf breiteren Beinen stehen. „Der jüngste Rückgang der Ölpreise sollte das real verfügbare Einkommen der Verbraucher und die Profitabilität stützen“, so Draghi. Des fördere den Konsum und Investitionen.

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  • Ob man langsam bemerkt, daß der Euro vor allem unser Geld kostet - und das auf Generationen hinaus. Steuererhöhungen sind zwangsläufig und steigen in unermeßliche Höhen. Nicht nur Griechenland kostst viele Hunderte Milliarden. Auch die anderen kosten unser Geld - denn sie werden unter dem gleichmachenden Euro alle Vorteile verlieren, die ihnen die Entwicklung eigener Erfolge ermöglichte.

    Schließlich wird auch Deutschland sein Scheitern bemerken. Begonnen hat es bereits, wie sich an den Entwicklungen ablesen läßt - etwa zur EEG-Kostendynamik, den ausbleibenden Investitionen im Lande (sie gehen anderswohin), der steigenden Arbeitslosigkeit nicht nur bei den Mindestlöhnern etc pp.

    Börsen sind kurzsichtig - so allerdings wurde noch nie wirklich gutes Geld verdient.

  • Was hatten hier letzte Woche einige hier geschreiben...CRASH.....ich kann es verstehen....tausende Punkte nach oben nichts mitgemacht...dann konsulidiert es mal endlich...schon kommen die Unken...lenkt vom eigenen Unvermögen ab....aber seit den Crashrufen 1.000 Punkte im Plus unser Dax...schön das man unter 11.000...sogar unter 10.800 noch einmal kaufen durfte...Gewinnstops gesetzt macht das Leben doch entspannter

  • Morgens kaufen...NACHmittags verkaufen klappt immer...schön wenn ein System funktioniert

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