Börse Frankfurt
Draghi lässt Dax-Anleger jubeln

Mario Draghi erlöst die Märkte. Sein Bekenntnis zur Ausweitung der Bilanz der Notenbank hat den Dax zeitweise über 9400 Punkte gehievt. Für gute Stimmung sorgen außerdem starke US-Wirtschaftsdaten.
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FrankfurtDie Notenbanken geben an den Börsen weiterhin den Ton an. Am Donnerstag war die Europäische Zentralbank der Taktgeber. Sie ließ den Leitzins zwar unangetastet bei 0,05 Prozent, doch die anschließende Pressekonferenz mit Zentralbank-Chef Mario Draghi hatte es in sich. Kurz nach Beginn der Konferenz schoss der Dax auf ein Plus von 1,6 Prozent. Später flaute die Euphorie allerdings ein wenig ab. Am Ende notierte der Dax immerhin noch 0,66 Prozent fester bei 9377 Punkten.

Der Chef der Zentralbank sicherte den Märkten eine deutliche Ausweitung der Bilanz der Notenbank auf das Niveau von 2012 zu. „Unsere Bilanzsumme wird wachsen – und die anderer Zentralbanken wird sinken“, sagte der EZB-Präsident auf der Pressekonferenz in Frankfurt. Außerdem kündigte er an, dass der Aufkauf der sogenannten ABS-Papiere für eine Laufzeit von zwei Jahren angesetzt sei.

Im Hinblick auf die niedrige Inflation im Euro-Raum schloss Draghi unkonventionelle Maßnahmen nicht aus. Der Rat habe den Stab der Notenbank mit dem Auftrag betraut, die Umsetzung weiterer, notfalls nötiger Maßnahmen rechtzeitig vorzubereiten, sagte EZB-Chef Mario Draghi. Das Gremium sei sich einig in der Verpflichtung, bei Bedarf weitere unkonventionelle Maßnahmen zu ergreifen. Dazu könnte nach früheren Äußerungen Draghis auch der massenhafte Ankauf von Staatsanleihen zählen.

„Neu ist, dass die EZB nun eine Arbeitsgruppe gebildet hat, die weitere Maßnahmen vorbereitet. Die theoretische Möglichkeit wurde zwar diskutiert, aber jetzt ist klar, dass sie sehr bald einen Plan in der Schublade haben werden, der aktiviert werden kann. Draghi hat damit den Finger am Abzug“, sagte Commerzbank-Analyst Ulrich Leuchtmann.

Staatsanleihenkäufe gelten als letztes Mittel zur Abwehr einer Deflation. Einige Experten sehen den Ankauf jedoch kritisch. EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny hatte zuletzt als weiteres Mittel auch den Ankauf von Firmenanleihen ins Spiel gebracht.

Thomas Meissner von der DZ Bank zeigte sich zufrieden mit Draghis Aussagen: „Aufs große Ganze sehen wir aktuell keine Veranlassung, an unserer EZB-Prognose etwas zu ändern: Die Leitzinsen bleiben auf ihren gegenwärtigen niedrigen Niveaus, und Staatsanleihenkäufe in großem Stil werden mit einer hohen Wahrscheinlichkeit im kommenden Jahr starten.“

Angetrieben wurden die Kurse heute auch von starken US-Konjunkturdaten. Die größte Volkswirtschaft der Welt konnte ihre Produktivität im vergangen Quartal um satte zwei Prozent steigern. Experten hatten lediglich mit einer Steigerung um 1,5 Prozent gerechnet. Auch auf dem Arbeitsmarkt ist eine deutliche Erholung zu erkenne. In der vergangenen Woche haben nur 278.000 US-Bürger einen Erstantrag auf Arbeitslosenhilfe eingereicht. Prognostiziert wurden immerhin 285.000. Von der Genesung des US-Arbeitsmarktes hängt ab, wann die Federal Reserve ihre expansive Geldpolitik zügeln wird.

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  • Ein Versuch einer Betrachtung oder nüchternen Einschätzung eines US-Anlegers zur Lage im Dow:Beim Dow wird die Luft bei 17550 Punkten zunehmend dünn.Einen Index von 17550 Punkten weiter nach oben zu drücken, ist ungleich schwerer,als wie einen von unter 6500 Punkten,wie im März 09.Der Index steht,auch inflationsbereinigt,schon über seinem Niveau von 2007.Das sollte zu denken geben.Neu ist,dass die Zinsen noch immer so niedrig sind.Normalerweise sind an den jeweils neuen All Time Highs an den US-Börsen,auch die Zinsen in den USA oben,so 2000 bei 11000 Dow Punkten mit 6,5% oder 2007 bei 14000 Punkten im Dow mit 5,25%.Jetzt bei fast 17550 Punkten immer noch nur 0,25%?Das sollte zu denken geben.Das sieht nicht gut aus.Jetzt hat die FED keine Möglichkeit mehr gegenzusteuern,außer mit neuen QE´s.Aber das bringt über kurz oder lang,so die Theorie Inflation.
    Ja wie soll es weitergehen?Der Dow hat seit seinem Tief im März 2009 um 11250 Punkte zugelegt.11250 Punkte,das ist in absoluten Punkten höher,als der Dow in 2000 überhaupt stand.Noch deutlicher wird das im Dow mit Dividenden,analog dem deutschen Performance- DAX.Der Dow mit Dividenden,der sogenannte "Dow Jones Total Return Index" steht bei jetzt fast 35 000 Punkten.Das ist ein Anstieg von fast 25000 Punkten seit dem März 2009.Fast 25000 Punkte Anstieg,ohne das die Zinsen nur um einen einzigen Basispunkt erhöht wurden?Ich denke,der Dow hat sich tot gesiegt,vorerst.Aber dieses Chart-Bild des "Dow Jones Total Return Indexes",lädt doch gerade zu ein..zu was,nun das verrate ich ganz gewiss nicht...

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • aber farmerchen

    ich habe doch deinen Text verstanden,sind doch nicht schwer zu verstehen:
    Aktien sind Merkelalternativlos,kann man immer kaufen...

    Natürlich habe ich deinen Schreibfehler erkannt und das "nicht" ignoriert.
    Würde doch auch zu deiner vorherigen Prognose zu DAX 30.000 nicht passen

    Nicht aufregen,alles wird gut, und dein Depot,wenn überhaupt vorhanden, wird ewig steigen,ganz sicher...

    Grüße an Deinen Freund,den bescheidenen Icahn....

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