Börse Frankfurt: Euphorischer Monatsbeginn beim Dax

Börse Frankfurt
Euphorischer Monatsbeginn beim Dax

Der Februar beginnt, wie der Januar aufgehört hat. Heute bekam der Dax Unterstützung von guten Konjunkturdaten aus China und Deutschland. Auch Griechenland stimmte die Anleger zuversichtlich.
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FrankfurtSeit Jahresanfang führt der Weg des Dax kontinuierlich nach oben. Heute legte der Dax sagenhafte 2,4 Prozent zu auf 6.617 Punkte. Auch die zweite Reihe notierte deutlich im Plus. Der MDax schloss am Mittwoch 2,1 Prozent fester auf 10.129 Punkte und der TecDax ging mit plus 1,6 Prozent auf 756 Zähler aus dem Handel.

Heute waren es gute Konjunkturdaten, die die Börsen befeuerten. Die Einkaufsmanager in China und Deutschland konnten am Morgen die Wachstum signalisierende Marke von 50 Punkten überschreiten. Nur der Index in der Euro-Zone hinkte mit 48,8 Punkten hinterher, zeigte aber mit einem Anstieg von 1,9 Punkten im Vergleich zum Januar eine steigende Tendenz.

Am späten Nachmittag zog der US-Einkaufsmanagerindex des ISM-Instituts nach. Er stieg auf 54,1 Punkte und erreichte damit den höchsten Stand seit Juni 2011.

Die US-Börsen wurden von der optimistischen Stimmung angesteckt und hielten sich im deutlichen Plusbereich auf. Nach Frankfurter Börsenschluss lag der Dow Jones 1,1 Prozent im Plus auf 12.769 Punkte, der S&P-500 stieg ebenfalls um 1,1 Prozent auf 1.327 Zähler und der Nasdaq-100 notierte 0,9 Prozent fester auf 2.489 Punkte.

Doch Experten warnten vor zu großer Euphorie. „Wir haben unsere Zweifel, dass sich der beste Jahresbeginn seit 1997 so einfach ohne Korrektur fortsetzen lässt“, hieß es seitens der Experten von Jefferies. Besonders problematisch könnte, angesichts der schwächelnden US-Konjunktur, die Entwicklung des US-Arbeitsmarktes werden.

Die neusten Arbeitsmarktdaten aus Übersee bestätigten die Sorge der Analysten. Laut der privaten Arbeitsagentur ADP konnten in den USA im Januar nur 170.000 neue Stellen geschaffen werden. Experten haben ein Plus von 185.000 erwartet. "Es gibt Zuwächse. Aber wie müssen schon größere Zahlen sehen, bevor die Arbeitslosenquote sinkt", sagte Analyst Alexander Hoder von FTN Financial.

Top- und Flop-Aktien im Januar

Griechenland machte heute ausnahmsweise keine negativen Schlagzeilen. Im Gegenteil. Die Verhandlungen um einen Schuldenschnitt Griechenlands scheinen auf eine baldige Einigung hinauszulaufen. Aus informierten Kreisen soll der „haircut“ 70 Prozent betragen.

Auf dem Frankfurter Parkett löste die Nachricht der zu Ende gehenden Verhandlungen in Griechenland Aktienkäufe bei den Finanztiteln aus. Am Ende des heutigen Handelstages lag die Commerzbank-Aktie 4,2 Prozent im Plus auf 1,91 Euro und die Deutsche Bank stieg um 5,1 Prozent auf 33,98 Euro.

Die mit Spannung erwartete Auktion kurzlaufender portugiesischer Anleihen verursachte heute keine so große Unruhe wie ursprünglich befürchtet. Das südeuropäische Land konnte die angepeilte Summe von 1,5 Milliarden Euro zu einem Zins von 4,463 Prozent einsammeln. Im Vergleich zum Januar lag die Rendite leicht niedriger, die Nachfrage jedoch ging ebenfalls zurück.

Die Gesundung italienischer Staatspapiere nimmt weiter ihren Lauf. Am Mittwoch sanken die Renditen unter die Marke von sechs Prozent auf 5,773 Prozent. Da zugleich die Renditen der deutschen Bundesanleihen anzogen, verringerte sich der Risikoaufschlag ("spread") für die italienischen Papiere. Die Verzinsung der spanischen Anleihen rutschte ebenfalls deutlich ab und fielen bis auf 4,666 Prozent. Damit scheint sich am Rentenmarkt eine Entspannung abzuzeichnen. Laut Börsianern haben die Banken dank der üppigen Liquiditätsausstattung durch die EZB Spielraum für den Kauf von Staatsanleihen - auch von hoch verschuldeten Euro-Ländern.

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  • ja ja ja...nun wollen es wieder alle gewusst haben...um so heftiger der Absturz

  • @R2D2: Stimme dir grds. zu. Es gibt zur Zeit noch richtige Perlen zu Schnäppchenpreisen. Habe mir 4 dieser Perlen Dezember 2011 ins Depot gelegt. Natürlich hochprofitabel, keine bzw. wenig Schulden, gute Aussichten und vice versa... Übrigens, wer Geschäftsberichte aufmerksam liest, bekommt auch Anleihen dieser Unternehmen mit einem knackigen Kupon von 6% und mehr. Aufgrund der Profitabilität ist die Ertrags-bzw. Zinsdeckungsquote vom Allerfeinsten! Jippiyajeah! Staatsanleihen? Zertifikate? Als Privatanleger müsste ich ja richtig bescheuert sein, mir diesen Mist ins Depot zu legen!

  • Wer Spaß an Hintergrund Wissen zum DAX & Co hat
    http://www.system22.de/testphase.html

    Aber Achtung: im Moment denkt der Herausgeber der täglichen Briefe, auch wenn er eigentlich Recht hat, zu negativ, denn es ist GENUG Geld im Markt !

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