Börse Frankfurt
Fed treibt Dax auf Allzeithoch

Bernanke feuert weiter aus allen Rohren und die Anleger jubeln. Gekauft wurde am Donnerstag alles außer dem Dollar. In die Euphorie über den Höhenflug mischen sich aber   gleichzeitig auch kritische   und warnende   Stimmen.
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FrankfurtDas überraschende Festhalten der US-Notenbank Fed an ihrer ultra-lockeren Geldpolitik hat Aktienanleger am Donnerstag in Kauflaune versetzt. Der Dax markierte am Vormittag mit 8770 Punkten eine neue Bestmarke, verlor danach aber wieder deutlich an Schwung. Am Ende schloss der deutsche Leitindex 0,67 Prozent bei 8694 Punkten im Plus.

Zahlreiche andere Indizes kletterten am Donnerstag ebenfalls auf Mehrjahres-Hochs. Die Aussicht auf eine ungebremste Fortsetzung der Fed-Wertpapierkäufe gab auch Anleihekursen und den Preisen zahlreicher Rohstoffe Auftrieb. Für den Dollar ist die überraschende Entscheidung dagegen Gift, da die Renditen in den USA so bis auf weiteres niedrig bleiben: Der Euro stieg in der Spitze auf 1,3568 Dollar und damit den höchsten Stand seit sieben Monaten.

In die Euphorie über den Höhenflug der Kurse mischten sich aber auch kritische Stimmen. Die Fed habe viele Investoren auf dem falschen Fuß erwischt, sagte Marktanalyst Michael Hewson vom Brokerhaus CMC Markets. "Der Markt hat die Signale der Fed falsch gedeutet." Investoren hatten sich seit Wochen darauf eingestellt, dass die Zentralbank künftig deutlich weniger Geld in den Markt pumpt und bald eine Zinswende einleitet.

Doch die Fed bleibt vorerst bei ihren monatlichen Käufen von Staatsanleihen und Immobilienpapieren für 85 Milliarden Dollar. Die Notenbanker um Fed-Chef Ben Bernanke wollten sich auch nicht darauf festlegen, dass der Einstieg in den Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik noch in diesem Jahr kommt.

Commerzbank-Analyst Lutz Karpowitz kritisierte, die Kommunikationspolitik der Fed sei für die Fehlinterpretationen durch die Investoren verantwortlich. "Wir jedenfalls hätten erwartet, dass einige FOMC-Mitglieder Interviews in den letzten Wochen genutzt hätten, um dem Markt zu signalisieren, dass der September noch keine beschlossene Sache ist."

Die Fed sieht offenbar die Konjunkturaussichten zu trübe, um ihren Geldhahn schon zuzudrehen. Daneben bereite der Anstieg der US-Anleiherenditen den Notenbankern Sorgen, sagte Aktienhändlerin Anita Paluch vom Brokerhaus Gekko Global Markets. Schließlich treibe dies die Zinsen für Hypotheken und Unternehmenskredite in die Höhe. Außerdem vergrößere es das US-Haushaltsdefizit.

Seit der Ankündigung vom Mai, die Anleihenkäufe gegen Ende des Jahres langsam zurückzufahren, ist die Rendite der richtungweisenden zehnjährigen Treasury Bonds von knapp zwei auf bis zu etwa drei Prozent gestiegen.Am Donnerstag lag sie bei 2,693 Prozent. Die Rendite der vergleichbaren Bundestitel gab auf 1,849 Prozent von 1,952 Prozent am Vortag nach. Im Gegenzug stieg der Bund-Future um 121 Ticks auf 138,93 Punkte.

Im Fahrwasser der T-Bonds und Bundesanleihen legten auch die Schuldtitel südeuropäischer Staaten wie Italien oder Spanien zu. Spanien konnte sich zudem billiger verschulden. Bei der Emission dreijähriger Papiere übertraf die Nachfrage das Angebot um mehr als das Doppelte, obwohl die gebotene Rendite niedriger ausfiel als bei der vorangegangenen Auktion. 

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  • Hast Du Vogel wenigstens auch die 100 Punkte nach unten seit heute morgen mitgenommen oder kannst Du nur UP ?

  • Bitte nicht, kein rein raus Spiel
    lieber Schreiben,sonst ist es hier nicht so lustig

  • Das ist beruhigend. Ich dachte schon die Amis gehen heute runter.
    Puuh,Glück gehabt, aber er muss ja sein ausserbörsliches Tageshoch bestätigen, das ist ein Gesetz.
    Beinahe hätte ich Morgen unbedacht gehandelt, aber da ist Verfall und die Vola kann steigen, sowas aber auch.

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