Börse Frankfurt
Dax glänzt mit fabelhaftem Endspurt

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Finanztitel erholen sich von ihren Verlusten

Neben den Daimler gehörten am Mittwoch die Versorger zu den Top-Werten im Dax. Die Aktien von Eon konnten heute rund 3,8 Prozent zulegen, Konkurrent RWE stieg um 4,5 Prozent. Die Energietitel profitierten von der gestern Abend erreichten Beilegung des über drei Jahrzehnte währenden Streites über die Standortentscheidung für ein atomares Endlager in Deutschland. Morgan Stanley nahm die Einigung zum Anlass, um ihre Bewertungen der beiden Versorger nach oben zu korrigieren, was zusätzlich für Auftrieb bei Eon und RWE sorgte.

Erholt von seinen Vortagesverlusten präsentierten sich die Aktien von Lanxess. Sie schlossen sechs Prozent im Plus und machten damit ihre Kursverluste der vergangenen beiden Tage wett. Händler sprachen von einer rein technischen Reaktion. Die Deutsche Bank hat die Aktien des Chemiekonzerns zuletzt auf ihrer Liste der "Top-Picks" für 2013 bekräftigt.

Ebenfalls auf Erholungskurs begaben sich heute die Finanzwerte. Die Deutsche Bank konnte 4,2 Prozent zulegen und die Commerzbank notierte 4,1 Prozent fester. Die im MDax verzeichnete Aareal Bank schloss sogar 6,4 Prozent im Plus.

Die gestrige Zitterpartie von Bundesliga-Club Borussia Dortmund ist einigen Anleger wohl zu viel des Guten gewesen. Trotz des geglückten Einzugs in das Champions League Halbfinale verkauften sie heute das Papier. Die Aktien verloren rund 0,7 Prozent. Die Borussen hatten gegen das Team aus Malaga das Ruder erst in den letzten beiden Minuten der Nachspielzeit herumgerissen und mit zwei Toren den 3:2-Sieg perfekt gemacht.

Ein positiver Ausblick des US-Solarkonzerns First Solar trieb heute die Papiere vom TecDax-Unternehmen SMA Solar an. Wie der größte Solarmodulbauer der USA am Dienstag mitteilte, kalkuliert er für dieses Jahr mit einem Gewinn je Aktie zwischen 4,0 und 4,5 Dollar ohne Sonderposten. SMA Solar konnten am Ende 8,8 Prozent gewinnen. Davon profitieren konnten auch die im MDax verzeichneten Aktien von Wacker Chemie, die unter anderem das für die Solarpanels wichtige Silizium herstellen. Sie kamen auf ein Plus von 5,8 Prozent.

Roman Tyborski
Roman Tyborski
Handelsblatt / Volontär
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  • Sie haben verstanden. Nichts aber auch gar nichts kann letztendlich die zwangsläufig notwendige Schulden-Deflation (Debtdeflation) verhindern - auch nicht die Notenbanken
    (...)
    Wir haben aktuell eine gigantische Überschussliquidität. Das ist die Geldmenge, die im Vergleich zum Wachstum der realen Produktion viel zu stark angewachsen ist - und zwar ist (in den letzten ca. 20 Jahren) die Güterproduktion weltweit etwa um das Vierfache angestiegen, das Geld- und Kreditvolumen jedoch um das VIERZIGFACHE!!
    Diese Überschussliquidität muss wieder vernichtet werden, und genau das passiert bei der Schulden-Deflation (wir haben ja ein Schuldgeldsystem). Die Zentralbanken können das nicht verhindern, nur die Fallhöhe immer weiter hebeln...

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • 7810?-Na ja,dafür das seit Jahresanfang vom HB täglich ein neues ATH beim DAX prognostiziert wird-einfach lächerlich!

  • Es herrscht der größte, globale Anlagenotstand in der Geschichte der Menschheit ! Die Globalisierung hat Vermögen erschaffen, die es in dieser Größenordnung noch nie gegeben hat.
    Doch die Globalisierung ist müde geworden. BRIC, Entwicklungsländer oder die "alten" Industrienationen: Die Wachstumsraten stagnieren trotz globaler Geldpumpe und Nullzinspolitik, der globale Anleihemarkt ist dauerhaft ruiniert bzw. wird von den NB allein für sich beansprucht, selbst Rohstoffe und immer mehr Immobilienmärkte erlahmen in ihrer Preisentwicklung.

    Wohin mit dem Geld ?

    Es bleiben praktisch nur noch die Aktien übrig und das Ergebnis ist ein Tag wie der heutige.

    Es gibt nun 2 Möglichkeiten: Entweder wurde endlich eine dauerhafte "Goldilocks-Economy" erfunden/entwickelt oder aber die Schere zwischen explodierenden Assetpreisen und Realeinkommen der Weltbevölkerung geht irgendwann wieder zusammen.

    Nichts spricht für Ersteres, alles für Letzteres.

    Trotz komplett enthemmter Geldpumpe (Japan !) kommt die Deflation zurück ! Gewinne sinken, Einkommen sinken, Austerität, Schulden steigen, Bonitäten sinken etc. pp

    2008/09 haben die Notenbanken uns vor dem ersten Angriff der Deflation gerettet. Der Preis war der Tod der Anleihemärkte. Kommt die Deflation zurück, müssten die NB analog beginnen, Aktien unbegrenzt aufzukaufen. Leider wäre das nicht Reflation sondern Hyperinflation...

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