Börse Frankfurt: Furcht vor Grexit bremst den Dax

Börse Frankfurt
Furcht vor Grexit bremst den Dax

Sorgen um Griechenland und den Konflikt in der Ostukraine setzten dem deutschen Aktienmarkt am Montag zu. Die Anleger entschieden, Gewinne mitzunehmen. Von der Bullen-Stimmung der vergangenen Tage gab es keine Spur.
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FrankfurtDie Furcht vor einer griechischen Tragödie hat die Anleger doch noch erfasst. In seiner Regierungserklärung machte der griechische Premier Alexis Tsipras zwar Zugeständnisse, doch eine Verlängerung des laufenden EU-Hilfsprogramms lehnte er strikt ab. Auf dem heutigen G20-Finanzministertreffen spitzte sich die Lage weiter zu. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) ist ohne Reformzusagen nicht zu weiteren Hilfen bereit. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sieht kaum noch Chancen für eine rasche Einigung. Die britische Regierung spielt bereits auf höchster Ebene die Folgen eines Euro-Austritts durch.

An den Börsen wächst unterdessen die Furcht vor einem chaotischen Euro-Austritt, dem sogenannten „Grexit”. Der Leitindex verließ am Montag nicht die Verlustzone und ging rund 1,7 Prozent leichter bei 10.663 Punkten aus dem Handel. Die 10.800-Punkte-Marke, die er in der vergangenen Woche mehrfach übersprang, konnte der Index nicht halten - dazu ist Griechenland derzeit zu präsent. Auch der EuroStoxx 50 verlor 1,3 Prozent.

Die Tsipras-Regierung warnte, eine Destabilisierung Griechenlands hätte schwere Folgen für ganz Europa, etwa in Sicherheitsfragen. Dagegen konterte Schäuble: „Ohne (Reform-)Programm ist es für Griechenland schwierig.” Wenn Athen eine finanzielle Überbrückung von seinen europäischen Partnern wolle, „brauchen wir ein Programm”. Ihm sei nicht klar, wie das Land sonst weitermachen wolle: „Ich habe nicht verstanden, wie die griechische Regierung das stemmen will”, so Schäuble. Er sei zu jeder Hilfe bereit: „Aber wenn von mir keine Hilfe gewünscht wird, ist das auch in Ordnung.”

Neben der Griechenland-Debatte dämpften der weiter schwelende Ukraine-Konflikt und enttäuschende Konjunkturdaten aus China die Stimmung der Investoren. In dieser Gemengelage seien – wie von den Analysten von JP Morgan empfohlen – Gewinnmitnahmen gerechtfertigt, sagte ein Händler. Die Analysten hatten ihre Kaufempfehlung für den Dax kassiert und zu einer neutralen Gewichtung geraten. Vorige Woche hatte der Dax noch die 11.000er Marke in Angriff genommen. Doch führten Börsianer diesen Anstieg fast ausschließlich auf die ab März erwartete Flutung des Finanzsystems durch die EZB zurück, die damit die Konjunktur im Währungsraum ankurbeln will.

Wer weiterhin auf die Bullen setzt, schaut nicht auf Griechenland, sondern auf die Konjunktur in Deutschland: Die deutsche Wirtschaft hat im vergangenen Jahr so viele Waren exportiert wie nie zuvor. Wie das Statistische Bundesamt am Montag unter Berufung auf vorläufige Ergebnisse mitteilte, wurden 2014 von Deutschland Waren im Wert von 1133,6 Milliarden Euro ausgeführt.

Dies sei ein Plus von 3,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der bisherige Rekordwert aus dem Jahr 2012 lag bei 1095,8 Milliarden Euro. Die Außenhandelsbilanz schloss 2014 der Statistik zufolge mit dem bislang höchsten Überschuss von 217,0 Milliarden Euro. Damit sei der bisherige Höchstwert von 195,3 Milliarden Euro im Jahr 2007 „deutlich übertroffen” worden. Bislang lässt das die Börsianer kalt.

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  • Frau Thatcher schrieb schon vor über 10 Jahren: "The European single currency is bound to fail, economically, politically and indeed socially." Schlaue Dame und schlau die Briten, dass sie den Wahnsinn nicht mit gemacht haben. Aber die Deutschen zahlen ja gerne für die Parties anderer!

  • Ich möchte aber betonen das ich nicht alleine bin.
    Ich habe sehr viele soziale Kontakte ausserhalb dieses Forums,auch wenn es zugegebenermaßen durch meine langen,mehrmals täglichen Kommenatre einen anderen Eindruck macht.

  • Ein Troll ist jemand der andere so sehr langweilt und nervt und mobbt ... bis er alleine ist.

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