Börse Frankfurt
„Gefühlsbörsen“ drücken den Dax ins Minus

Die Quartalszahlen der meisten Unternehmen stimmen, viele erfüllen ihre Prognose, manche korrigieren sie sogar nach oben. Dennoch ist der Dax am Mittwoch zurückgefallen. Verantwortlich für den Rücksetzer waren Emotionen.
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FrankfurtEuropas Schuldenproblem rückt wieder in den Fokus der Börsen. Dazu gesellen sich die Haushaltsprobleme der USA. Das reichte den meisten Investoren aus, um die Finger von Aktien zu lassen. Angesichts starker Unternehmenszahlen bewies dieses Verhalten einmal mehr die erhöhte Risikoaversion der Aktionäre.

Bis zum Vormittag pendelte der Deutsche Aktienindex um seinen Vortagschlusskurs, um dann am Nachmittag immer weiter ins Minus zu rutschen. Am Ende ging der Dax mit einem Verlust von 0,9 Prozent auf 7.102 Punkte aus dem Handel. Sein Tagestief markierte er bei einem Stand von 7.085 Punkten. In der zweiten Reihe ein ähnliches Bild. Der MDax sank um 0,4 Prozent auf 11.247 Punkte und der TecDax verabschiedete sich ebenfalls mit einem Abschlag von 0,4 Prozent auf 803 Zähler.

In den USA sah es vorbörslich noch vielversprechend aus, zur Eröffnung verließ die Anleger allerdings die Zuversicht. Am Abend notierte der Dow Jones rund 0,4 Prozent tiefer bei 12.699 Punkten, der breiter gefasste S&P 500 gab 0,3 Prozent nach und der Nasdaq lag 0,1 Prozent im Minus.

Insgesamt gab es aber kaum neue Gründe, warum die Börsen heute so schlecht liefen. Die Schuldenprobleme Spaniens und Griechenlands sind allseits bekannt und auch der drohende "fiscall cliff" in den USA ist keine Neuigkeit. Dennoch konnten diese Negativmeldungen heute ihre Wirkungen erneut entfalten. Vor dem Hintergrund teils starker Quartalsberichte deutscher Unternehmen, kann man feststellen, dass die Börsen stark psychologisch beeinflusst waren. Die Angst überwog die Fakten und ließ den Indizes keine Chance auf Kursgewinne.

Trotz der Ängste rund um den US-Haushalt, glaubt eine Vielzahl von Experten nicht an eine drohende Rezession in Amerika. Sie sind davon überzeugt, dass die Vereinigten Staaten bis zuletzt warten, dann aber das Ruder rumreißen werden. "Die Vereinigten Staaten können sich nicht leisten, das Problem nicht zu lösen, daher wird es sicher eine Einigung in letzter Minute geben", sagte Marktanalyst Ben Le Brun von OptionsXpress. "Bis dahin wird aber viel Verunsicherung herrschen, die die Märkte belastet."

Kommentare zu " Börse Frankfurt: „Gefühlsbörsen“ drücken den Dax ins Minus"

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  • Sowas ist keine Börse, sondern Chaos.

  • Die DAX- BLASE von billigen Geld getrieben wird bald
    platzen .
    Viel SPASS beim BÄRENMARKT !!!

  • Glückwunsch zur zutreffenden Prognose. Drauf gesetzt?

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